US-Präsident Donald Trump hat die geplante Ausweitung der Luftangriffe auf den Iran weniger als zwei Stunden vor Ablauf seines Ultimatums gestoppt. Die Entscheidung erfolgte, nachdem Teheran einen Zehn-Punkte-Friedensplan vorgelegt und der Wiedereröffnung der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus zugestimmt hat.
Angriffsaussetzung
Donald Trump stoppt Luftschläge gegen iranische Infrastruktur kurz vor Ablauf der Frist.
Hormus-Öffnung
Teheran stimmt der Wiedereröffnung der strategischen Wasserstraße unter Bedingungen zu.
Friedensplan
Ein von Iran vorgelegter Zehn-Punkte-Plan dient als Grundlage für Verhandlungen in Islamabad.
Wirtschaftsdruck
Hohe Energiepreise und drohende Distanzierung europäischer Partner beeinflussten den US-Kurs.
Donald Trump gab die zweiwöchige Aussetzung der Bombardierungen gegen den Iran kurz vor Ablauf seines Ultimatums bekannt und verhinderte damit einen angedrohten Feldzug gegen die zivile Infrastruktur des Landes. Vorausgegangen war die Einreichung eines Zehn-Punkte-Friedensplans durch Teheran sowie die Zusage, die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Trump verkündete diesen Schritt auf seiner Plattform Truth Social nach Konsultationen mit pakistanischen Vermittlern. Er erklärte sich zu einer Waffenruhe bereit, sofern Teheran die Meerenge „vollständig“ freigeben würde. Das Ultimatum war für den 8. April 2026 um 02:00 Uhr (Pariser Zeit) angesetzt; für den Fall einer anhaltenden Blockade drohte die Zerstörung iranischer Kraftwerke, Brücken und Industriestätten. Trump bezeichnete die Gespräche über ein langfristiges Friedensabkommen als „sehr fortgeschritten“ und nannte den iranischen Vorschlag „tragfähig“. Die Ankündigung folgt auf mehr als fünf Wochen israelisch-amerikanischer Angriffe im Rahmen der Operation Epic Fury. Iran bestätigt Öffnung von Hormus unter BedingungenDer iranische Außenminister Abbas Araghchi bestätigte, dass sein Land der Öffnung der Straße von Hormus für die Dauer des zweiwöchigen Waffenstillstands zugestimmt habe. Er stellte jedoch klar, dass dieser Schritt an die Einstellung der israelisch-amerikanischen Angriffe geknüpft sei. „Wenn die Angriffe gegen den Iran aufhören, werden unsere schlagkräftigen Streitkräfte ihre Verteidigungsoperationen einstellen” — Abbas Araghchi via Blick.ch, so Araghchi. Er fügte hinzu, dass für einen Zeitraum von zwei Wochen eine sichere Passage der Straße von Hormus in Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen möglich sein werde. Der Oberste Nationale Sicherheitsrat Irans gab in einer separaten Erklärung bekannt, dass die Verhandlungen mit der amerikanischen Seite am Freitag, den 10. April 2026, in Islamabad (Pakistan) beginnen und zwei Wochen dauern würden. Der Rat betonte ausdrücklich, dass die Waffenruhe „nicht das Ende des Krieges“ bedeute und der Iran eine vollständige Einstellung der Feindseligkeiten erst nach erfolgreichen Verhandlungen akzeptieren werde. Der Zeitraum könne bei gegenseitigem Einvernehmen verlängert werden. Pakistans Premier Sharif: Waffenruhe gilt auch für den LibanonDer pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif nahm als Vermittler eine zentrale Rolle beim Zustandekommen der Vereinbarung ein. Trump nannte die Gespräche mit pakistanischen Unterhändlern als entscheidenden Faktor für seine Kursänderung. Sharif verkündete den Waffenstillstand über seinen Account auf der Plattform X und erklärte, dass der Iran, die USA und deren Verbündete einer „sofortigen Waffenruhe an allen Standorten, einschließlich des Libanon und andernorts, MIT SOFORTIGER WIRKUNG“ zugestimmt hätten. Damit weitete sich der Umfang der Waffenruhe über den direkten Konflikt zwischen den USA und dem Iran hinaus auf den Libanon aus, wo ebenfalls Kämpfe stattfanden. Pakistans Rolle unterstreicht die Positionierung Islamabads als neutraler Kanal zwischen Washington und Teheran. Die Wahl Islamabads als Verhandlungsort für die Gespräche ab dem 10. April verdeutlicht die diplomatische Bedeutung Pakistans in diesem Prozess.Die militärische Kampagne Operation Epic Fury begann am 28. Februar 2026. Dabei wurde der Oberste Führer Ali Chamenei getötet. Sein Sohn, Mojtaba Chamenei, wurde am 9. März 2026 zu seinem Nachfolger ernannt. Die als Reaktion auf die Angriffe erfolgte Schließung der Straße von Hormus durch den Iran löste einen massiven Anstieg der weltweiten Ölpreise aus. Dies veranlasste die 32 Mitgliedstaaten der Internationalen Energieagentur zur Freigabe strategischer Ölreserven. Parallel drohten die Huthi-Rebellen mit einer Blockade der Meerenge von Bab el-Mandeb, was den Druck auf die globalen Energielieferketten weiter erhöhte. Wirtschaftlicher Druck und Innenpolitik beeinflussten Trumps EntscheidungDie Entscheidung zur Aussetzung der Feindseligkeiten fiel vor dem Hintergrund erheblichen wirtschaftlichen und politischen Drucks auf die Trump-Regierung. Steigende Öl- und Benzinpreise belasteten bereits das US-Wirtschaftswachstum und die Kaufkraft der Bürger, wie Blick.ch berichtete. Analysten wiesen darauf hin, dass jeder weitere Preisanstieg Trumps Rückhalt vor den Zwischenwahlen gefährden könnte. Europäische Verbündete hatten zudem signalisiert, sich von Washington zu distanzieren, sollten Angriffe auf zivile Infrastruktur wie Kraftwerke und Brücken durchgeführt werden, da solche Operationen völkerrechtlich schwer zu rechtfertigen seien. Der Iran wiederum nutzte die Kontrolle über die Straße von Hormus als strategisches Druckmittel. Fachleute betonten, dass bereits eine teilweise Störung des Schiffsverkehrs ausreiche, um die globalen Energiemärkte zu destabilisieren. Die Notfallfreigabe der IEA-Reserven verschaffte zwar kurzfristig Entlastung, doch die Märkte blieben volatil. Das zweiwöchige Zeitfenster bietet nun eine diplomatische Chance für Verhandlungen, bevor die Bedingungen des Ultimatums erneut in Kraft treten könnten. US-Iran-Krise: Wichtige Ereignisse: — ; — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Abbas Araghchi — Minister Spraw Zagranicznych Iranu
- Shehbaz Sharif — Premier Pakistanu
Sources: 31 articles
- Guerre au Moyen-Orient : États-Unis et Iran s'accordent pour un cessez-le-feu de deux semaines (Ouest France)
- Guerre au Moyen-Orient: Donald Trump repousse sa menace d'attaquer l'Iran de deux semaines, les Iraniens annoncent rouvrir le détroit d'Ormuz durant cette période (BFMTV)
- Guerre au Moyen-Orient: les négociations entre Washington et Téhéran auront lieu à Islamabad au Pakistan (BFMTV)
- Que se passera-t-il une fois l'ultimatum de Trump expiré? (Blick.ch)
- Iran: Trump accepte de repousser de deux semaines sa menace (Blick.ch)
- Guerre au Moyen-Orient : l'Iran accepte de négocier avec les Etats-Unis pendant deux semaines à Islamabad (Franceinfo)
- Guerre en Iran : Donald Trump annonce un cessez-le-feu de quinze jours, accepté par Téhéran (Le Figaro.fr)
- Au dernier moment, Trump repousse de deux semaines son ultimatum à l'Iran (20minutes)
- Trump dit suspendre les bombardements contre l'Iran si Téhéran rouvre le détroit d'Ormuz (Mediapart)
- Donald Trump accepte de suspendre pendant deux semaines les bombardements contre l'Iran | RTS (rts.ch)