Das italienische Modehaus Dolce & Gabbana hat am 10. April den Rücktritt von Stefano Gabbana als Vorsitzender von drei Konzerngesellschaften zum 1. Januar 2026 bestätigt. Während Gabbana seine Rolle als Co-Kreativdirektor behält, übernimmt Alfonso Dolce, der Bruder des Mitbegründers Domenico Dolce, das Amt des Präsidenten. Der Führungswechsel erfolgt inmitten laufender Verhandlungen über eine Umschuldung in Höhe von 450 Millionen Euro.

Rückzug Stefano Gabbanas

Stefano Gabbana gibt den Vorsitz in drei Konzerngesellschaften zum Januar 2026 ab, bleibt aber Co-Kreativdirektor.

Alfonso Dolce wird Präsident

Der Bruder von Domenico Dolce übernimmt die Leitung des Verwaltungsrats im Zuge einer Neuordnung der Governance.

Umschuldungsverhandlungen

Das Unternehmen verhandelt über Schulden in Höhe von 450 Millionen Euro und sucht bis zu 150 Millionen Euro an neuen Mitteln.

Mögliche Anteilsveräußerung

Berichten zufolge evaluiert Stefano Gabbana die Zukunft seiner 40-prozentigen Beteiligung am Unternehmen.

Stefano Gabbana ist mit Wirkung zum 1. Januar 2026 als Vorsitzender von Dolce & Gabbana zurückgetreten, wie das italienische Modehaus am 10. April bestätigte. Er zieht sich damit aus den administrativen Rollen bei drei Konzerneinheiten zurück, behält jedoch seine Position als Co-Kreativdirektor an der Seite von Domenico Dolce bei. Die Gruppe bestätigte das Ausscheiden in einer Erklärung nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, der auf italienischen Firmenbucheinträgen basierte. Das Unternehmen bezeichnete den Schritt als Teil eines „natürlichen Weges der organisatorischen Entwicklung und Unternehmensführung“. Alfonso Dolce, der Bruder von Mitbegründer Domenico Dolce und CEO der Gruppe, hat das Präsidentenamt übernommen. Gabbana (63) und Domenico Dolce (67) halten jeweils Anteile von rund 40 Prozent am Unternehmen, während die restlichen Anteile separat von Domenico Dolce, Alfonso und deren Schwester Dorotea gehalten werden, wie newsORF.at berichtet. Die Bekanntgabe löste in den sozialen Medien zahlreiche Kommentare aus, wobei die Wendung „Dolce ohne Gabbana“ nach der Nachricht weite Verbreitung fand. Schuldenverhandlungen mit Banken erhöhen Druck auf FührungswechselDer Managementwechsel fällt in eine kritische finanzielle Phase für das Modehaus, das derzeit über eine Umstrukturierung von Bankkrediten in Höhe von rund 450 Millionen Euro verhandelt. Laut Bloomberg wird die Gruppe dabei von Rothschild & Co. beraten und strebt zudem im Rahmen der Refinanzierung neue Mittel von bis zu 150 Millionen Euro an. Zu den geprüften Optionen gehören der Verkauf von Immobilienwerten sowie die Erneuerung von Lizenzen zur Stärkung der Liquidität. Das Unternehmen erklärte am 10. April, man habe „derzeit nichts beizutragen, da die Verhandlungen mit den Banken noch andauern“. Der finanzielle Druck resultiert unter anderem aus einer anhaltenden Flaute im globalen Luxussektor, die verschiedene Quellen auf geopolitische Spannungen zurückführen, darunter die Unsicherheit im Zusammenhang mit den Konflikten im Iran. Die Gruppe verzeichnete im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 1.9 (Milliarden Euro) — Dolce & Gabbana Umsatz 2024-2025, doch die Schuldenlast stieg nach einer Refinanzierung im Vorjahr, die neue Kredite über 150 Millionen Euro für Investitionen in die Bereiche Kosmetik und Immobilien umfasste. Bei diesem früheren Anlass hatte das Unternehmen laut ANSA eine Ausnahmegenehmigung für bestimmte Kreditbedingungen erhalten.Schuldenrestrukturierung bei Dolce & Gabbana: Bestehende Bankverbindlichkeiten (before: 450 Millionen Euro (vor Restrukturierung), after: In Verhandlung mit Banken (Stand April 2026)); Beantragte Neumittel (before: 150 Millionen Euro (vorherige Refinanzierung, investiert in Beauty und Immobilien), after: Bis zu 150 Millionen Euro in aktueller Runde angestrebt) Gabbana prüft Zukunft seines 40-prozentigen AnteilsNeben dem Wechsel an der Spitze soll Stefano Gabbana Berichten zufolge die Zukunft seines Anteils von etwa 40 Prozent am Unternehmen prüfen. Bloomberg beschrieb dies als Beginn einer entscheidenden Phase für das Maison. Sollte Gabbana Anteile an dem von ihm 1985 mitbegründeten Unternehmen veräußern, stünde die Marke, die bisher unter der exklusiven Kontrolle der beiden Gründer stand, vor einem bedeutenden strukturellen Wandel. Zur Stärkung des Managements kursiert laut ANSA der Name von Stefano Cantino, dem ehemaligen Chef von Gucci, als potenzieller Neuzugang für eine leitende Position. Die Gruppe hat Cantinos Engagement nicht bestätigt; eine konkrete Rolle wurde bisher nicht angekündigt. In einem Interview mit dem Magazin Vogue im Jahr 2019 gaben Dolce und Gabbana bereits Hinweise darauf, dass die Familie von Dolce das Modehaus fortführen solle. Die aktuellen Änderungen in der Unternehmensführung scheinen diese Vision voranzutreiben, da Alfonso Dolce und weitere Familienmitglieder bereits aktiv im Unternehmen tätig sind. Gründer etablierten Marke mit sizilianischen Wurzeln und Prominenten-StatusDolce & Gabbana wurde 1985 in Legnano von Domenico Dolce und Stefano Gabbana gegründet, die sich fünf Jahre zuvor in einem Mailänder Modestudio kennengelernt hatten. Die Marke erlangte internationale Bekanntheit durch eine mediterrane Ästhetik, die stark von Dolces sizilianischen Wurzeln geprägt ist und sich durch mutige Drucke und Handwerkskunst von der schlichteren italienischen Mode jener Zeit abhob. Weltweite Anerkennung folgte, als Popstar Madonna die Entwürfe während ihrer Welttourneen trug. Sie blieb der Marke eng verbunden, saß bei der jüngsten Modenschau in der ersten Reihe und ist das Gesicht einer Kampagne für das Parfüm „The One“. Trotz des Endes ihrer privaten Beziehung Anfang der 2000er Jahre blieben Dolce und Gabbana Geschäftspartner und kontrollieren gemeinsam eine Holding, die 80 Prozent der Gruppe hält. Über die Jahrzehnte expandierte die Marke in die Bereiche Haute Couture, Wohnaccessoires, Kosmetik und Uhren.Dolce & Gabbana debütierte 1985 offiziell auf dem Laufsteg der Mailänder Modewoche. In den 1990er Jahren stieg die Marke durch die Zusammenarbeit mit Madonna zu Weltruhm auf. 2018 musste das Unternehmen eine geplante Modenschau in Shanghai absagen, nachdem eine Social-Media-Kampagne als stereotyp kritisiert worden war, was dem Ruf auf dem chinesischen Markt erheblich schadete. In einem Vogue-Interview 2019 äußerten die Gründer die Absicht, dass Dolces Familie das Modehaus weiterführen solle. Im jüngsten Geschäftsjahr erwirtschaftete die Gruppe laut ANSA und newsORF.at einen Umsatz von rund 1,9 Milliarden Euro.

Mentioned People

  • Stefano Gabbana — Włoski projektant mody i przedsiębiorca, współzałożyciel domu mody Dolce & Gabbana
  • Domenico Dolce — Włoski projektant mody i przedsiębiorca, współzałożyciel domu mody Dolce & Gabbana
  • Alfonso Dolce — Dyrektor generalny i nowo powołany prezes Dolce & Gabbana
  • Stefano Cantino — Były dyrektor generalny Gucci, typowany na wysokie stanowisko menedżerskie w Dolce & Gabbana
  • Madonna — Światowa gwiazda pop i wieloletnia muza marki
  • Monica Bellucci — Włoska aktorka i muza marki

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