Die italienische Regierung hat am 18. März 2026 ein Dekret verabschiedet, das die Kraftstoffpreise mit einer befristeten Senkung der Verbrauchsteuern dämpfen soll. Das Paket gilt für rund 20 Tage und umfasst zudem Maßnahmen gegen überhöhte Preise sowie Hilfen für das Transport- und Fischereigewerbe. Hintergrund sind steigende Energiekosten im Zusammenhang mit den Folgen des anhaltenden Konflikts mit Bezug zum Iran.
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Italiens Kabinett hat am 18. März 2026 ein Dekret beschlossen, das die Kraftstoffpreise durch eine auf 20 Tage befristete Senkung der Verbrauchsteuern verringern soll. Die Regierung reagiert damit auf steigende Kosten, die mit den Folgen des andauernden Konflikts mit Bezug zum Iran in Verbindung gebracht werden. Die Kabinettssitzung, auf Italienisch Consiglio dei Ministri, billigte das Paket am Abend des 18. März. Zu den Maßnahmen gehören eine vorübergehende Senkung der Kraftstoffverbrauchsteuern, ein schärferes Vorgehen gegen überhöhte Preise und Unterstützung für den Lastwagensektor. Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini, der zugleich Infrastruktur- und Verkehrsminister ist, hatte den Schritt bereits früher am Tag angedeutet. Ziel sei es, den Dieselpreis unter 1,90 Euro je Liter zu drücken. Nach Berichten, die vor der Kabinettssitzung veröffentlicht wurden, stellte die Regierung für das befristete Paket Mittel von unter einer Milliarde Euro bereit. Das Dekret enthält außerdem Bestimmungen, die während der breiteren Störungen am Energiemarkt gezielt gegen Preisüberhöhungen vorgehen sollen.
Fischereisektor erhält 20 Prozent Steuergutschrift auf Kraftstoffkosten Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida kündigte innerhalb des Dekrets eine weitere Maßnahme an, die dem 20 (%) — Fischereisektor eine Steuergutschrift auf Kraftstoffe gewährt. Die Regelung ist Teil des umfassenderen Entlastungspakets. Lollobrigida, ein führendes Mitglied der nationalkonservativen Partei Fratelli d’Italia und enger Verbündeter von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, stellte die Gutschrift als gezielte Hilfe für eine Branche dar, die den Schwankungen der Kraftstoffpreise in besonderem Maß ausgesetzt ist. Der Fischereisektor ist in hohem Umfang auf Diesel angewiesen und geriet unter erheblichen Druck, als die Energiekosten im Zuge des Iran-Konflikts stiegen. Das breitere Dekret sieht auch Hilfen für den Straßengüterverkehr vor. Daran zeigt sich die Sorge der Regierung über die Folgewirkungen hoher Kraftstoffkosten auf Fracht und Logistik. Regierungsvertreter bestätigten, dass die niedrigeren Verbrauchsteuern für etwa 20 Tage gelten sollen. Anschließend könne die Regierung nach einem Treffen des Europäischen Rates weitere Maßnahmen prüfen. Der befristete Charakter des Pakets entspricht der Darstellung der Regierung, wonach es sich um einen akuten, kurzfristigen Schock und nicht um eine strukturelle Reform der Kraftstoffbesteuerung handele.
Verbraucherschützer halten Senkung um mindestens 20 Cent für erforderlich Codacons, eine italienische Verbraucherschutzorganisation, hält die vom Kabinett beschlossene Senkung der Verbrauchsteuer für unzureichend. Der Verband erklärte, jede Reduzierung müsse mindestens 20 Cent je Liter betragen, um an der Zapfsäule spürbare Wirkung zu entfalten. Codacons hat bei Kraftstoffpreisen seit Langem eine konfrontative Linie vertreten und die italienischen Behörden wiederholt zum Eingreifen aufgefordert, wenn die Preise an den Tankstellen deutlich stiegen. Daraus könnte ein öffentlicher Konflikt mit der Regierung Meloni entstehen über die Frage, ob die auf 20 Tage befristete Maßnahme Autofahrern tatsächlich Entlastung bringt. Die Regierung hat auf die Forderung von Codacons bislang nicht öffentlich reagiert. Auch lag in den ausgewerteten Quellen keine bestätigte Angabe zur genauen Höhe der Steuersenkung vor. Der weitere politische Kontext ist von dem Druck auf die Regierung geprägt, sichtbar und schnell zu handeln, da Kraftstoffkosten für italienische Haushalte und Unternehmen ein sensibles Thema sind.
Slowenien beginnt mit Rationierung an Tankstellen Als Hinweis auf breitere Belastungen in der Region begannen einige Kraftstoffhändler in Slowenien mit Rationierungen an Tankstellen. Das geht aus einem am 18. März 2026 veröffentlichten Bericht der Nachrichtenagentur ANSA hervor. Die Rationierung deutet darauf hin, dass angebotsseitige Spannungen infolge des Iran-Konflikts nicht nur Italien, sondern den breiteren europäischen Energiemarkt und weitere Länder erfassen. Nähere Angaben zum Umfang oder zur Dauer der Rationierung in Slowenien lagen in den ausgewerteten Quellen nicht vor. Die italienische Regierung signalisierte, sie werde die Lage beobachten und könne nach dem bevorstehenden Treffen des Europäischen Rates weitere Maßnahmen ankündigen. Das legt nahe, dass Rom das jetzige Dekret als erste Reaktion und nicht als abschließende Lösung betrachtet. Italien hat wiederholt auf befristete Senkungen der Kraftstoffverbrauchsteuern zurückgegriffen, um starke Preissteigerungen an den Tankstellen zu dämpfen. Diese Praxis trat besonders während des Energiepreisschubs in den Vordergrund, der 2022 auf den russischen Angriff auf die Ukraine folgte. Der aktuelle Konflikt mit Bezug zum Iran hat die Erwartungen an das weltweite Ölangebot erneut gestört und den Preisdruck auf den europäischen Märkten erhöht. Die italienische Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die seit Oktober 2022 im Amt ist, steht immer wieder unter Druck, Verbraucher und wichtige Branchen vor stark schwankenden Energiekosten zu schützen. Die breitere europäische Dimension der Kraftstoffpreiskrise legt nahe, dass eine tragfähige Lösung eher abgestimmtes Handeln auf EU-Ebene als allein nationale Schritte erfordern könnte.
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Arsenio Dominguez — sekretarz generalny Międzynarodowej Organizacji Morskiej (IMO)