Das ungarische Veto gegen ein EU-Kreditpaket für die Ukraine hat die Verhandlungen in der EU in eine Sackgasse geführt. Nach Angaben europäischer Quellen, auf die sich ANSA beruft, macht Ministerpräsident Viktor Orbán seine Zustimmung von Garantien für die Druzhba-Pipeline abhängig. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, wegen des Stillstands könne er die Gehälter der Soldaten nicht bezahlen.

Orbán koppelt Zustimmung an Pipeline-Garantien

Nach Angaben europäischer Quellen macht Viktor Orbán seine Zustimmung zum EU-Kredit über 90 Milliarden Euro von Garantien für die Druzhba-Pipeline abhängig.

Selenskyj warnt vor Problemen bei Soldzahlungen

Der ukrainische Präsident erklärte laut ANSA, wegen des festgefahrenen EU-Kredits könne er die Gehälter der Soldaten nicht auszahlen.

Portugal spricht von falschem Signal

Die portugiesische Regierung warnte, ein Scheitern des Kredits würde für die Europäische Union ein „absolut falsches Signal“ senden.

EU ringt zugleich über Iran und Ukraine

Beim Treffen der EU-Außenminister wurden neben der Ukraine-Hilfe auch Irans Rolle in regionalen Konflikten und die außenpolitische Geschlossenheit der Union thematisiert.

Keine Lösung bis zum 18. März 2026

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung war in dem Streit über das Kreditpaket noch keine Einigung erzielt worden.

Das ungarische Veto gegen ein 90 (billion euros) — EU-Kreditpaket für die Ukraine hat nach Angaben europäischer Quellen, die von ANSA zitiert werden, einen kritischen Punkt erreicht. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán knüpft seine Zustimmung demnach an Garantien für die Druzhba-Pipeline. Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyy warnte, die Blockade hindere ihn daran, die Gehälter der Soldaten auszuzahlen. Europäische Vertreter bezeichneten Orbáns Weigerung als Wendepunkt, während Portugal warnte, ein Scheitern des Kredits würde ein „absolut falsches Signal“ senden. Der Konflikt spielte sich zu dem Zeitpunkt ab, als die EU-Außenminister zu Beratungen über eine breitere geopolitische Agenda zusammenkamen, darunter auch die Reaktion der Union auf Irans Rolle in regionalen Konflikten.

Streit um die Pipeline steht im Zentrum des ungarischen Vetos Ungarn und die Slowakei verlangen nach Angaben europäischer Quellen, über die ANSA berichtete, Garantien im Zusammenhang mit der Druzhba-Pipeline als Bedingung dafür, ihren Widerstand gegen den Kredit aufzugeben. Die Pipeline ist zu einem Konfliktthema geworden, nachdem Viktor Orbán von einer „Ölblockade“ gesprochen hatte, die die Ukraine verhängt habe, nachdem Kiew die Schließung eines wichtigen Abschnitts der Route angekündigt hatte, wie aus Webrecherchen hervorgeht. Vertreter der Europäischen Union boten der Ukraine anschließend sowohl finanzielle Unterstützung als auch technische Hilfe an, um die Ölflüsse durch die beschädigte Pipeline wiederherzustellen. Die Ukraine nahm dieses Angebot den gleichen Quellen zufolge an. Die Druzhba-Pipeline transportiert seit 1964 Öl aus Russland über Belarus und die Ukraine nach Mittel- und Osteuropa. Für die Binnenstaaten Ungarn und Slowakei ist sie damit eine strategisch wichtige Energieverbindung. Der Streit um die Pipeline ist damit zum unmittelbaren Auslöser eines Vetos geworden, das europäische Quellen, auf die sich ANSA beruft, als Wendepunkt für die Fähigkeit der EU einordnen, Kiew weiter zu unterstützen.

Zelenskyy warnt vor ausbleibenden Soldzahlungen, Verbündete widersprechen Volodymyr Zelenskyy erklärte nach Angaben von ANSA unmittelbar, dass die Pattsituation beim EU-Kredit bedeute, dass er seine Soldaten nicht bezahlen könne. Die portugiesische Regierung warnte, das Ausbleiben des Kredits durch die Europäische Union wäre ein „absolut falsches Signal“, wie sowohl Correio da Manhã als auch Notícias ao Minuto berichteten. Die Warnung aus Portugal spiegelte eine breitere Sorge unter den EU-Mitgliedstaaten wider, dass die Glaubwürdigkeit der Union als Unterstützerin der Ukraine durch die interne Blockade Schaden nehme. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte unterdessen laut RMF24 an, dass die Ukraine ein zentrales Thema bleiben werde. Die Gegensätze zwischen den Mitgliedstaaten — mit Ungarn und der Slowakei auf der einen sowie Portugal, Spanien und anderen Ländern auf der anderen Seite — verdeutlichen, wie tief der Bruch innerhalb der Union in der Frage weiterer Finanzhilfen für Kiew ist. Einer von Ziare.com zitierten Umfrage zufolge betrachtet inzwischen die Hälfte der Ukrainer Ungarn als feindlichen Staat. Das zeigt, wie sich der anhaltende Streit auf die öffentliche Wahrnehmung Budapests in der Ukraine ausgewirkt hat.

EU-Außenminister ringen über Ukraine und befassen sich zugleich mit Iran Die Außenminister der Europäischen Union kamen laut eldiario.es vor dem Hintergrund mehrerer gleichzeitiger geopolitischer Belastungen zusammen, darunter die Reaktion der Union auf Irans Beteiligung an anhaltenden Konflikten. Das Treffen machte den Widerspruch zwischen dem Anspruch der EU sichtbar, international Geschlossenheit zu zeigen, und ihren internen Differenzen über die Hilfe für die Ukraine. Europäische Quellen, die von ANSA zitiert werden, beschrieben Orbáns Veto nicht nur als prozedurales Hindernis, sondern als strukturelle Herausforderung für die Entscheidungsfähigkeit der Union in Sicherheitsfragen. Der EU-Kreditmechanismus, um den es geht, umfasst 90 Milliarden Euro. Kiew hat wiederholt erklärt, diese Summe sei notwendig, um sowohl die militärischen Operationen als auch grundlegende Staatsfunktionen während des andauernden Krieges mit Russland aufrechtzuerhalten. Die von Fidesz geführte ungarische Regierung hat ihre Vetomacht in den EU-Strukturen wiederholt genutzt, um Zugeständnisse zu erreichen. Europäische Vertreter sind offenbar unsicher, ob die Garantien für die Druzhba-Pipeline für Budapest tatsächlich eine rote Linie darstellen oder Teil einer Verhandlungsposition sind. Bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung am 18. März 2026 war keine Lösung bekanntgegeben worden.

Ungarn unter Viktor Orbán pflegt engere Beziehungen zu Russland als die meisten anderen EU-Mitgliedstaaten und hat EU-Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, darunter Sanktionspakete und Tranchen der Finanzhilfe, wiederholt blockiert oder verzögert. Die seit 1964 in Betrieb befindliche Druzhba-Pipeline war historisch immer wieder ein Druckmittel für Transitländer, da sie einen erheblichen Teil der Ölversorgung mitteleuropäischer Raffinerien sichert. Der im Februar 2022 begonnene Krieg Russlands gegen die Ukraine setzt die Geschlossenheit der EU dauerhaft unter Druck; die Mitgliedstaaten sind über Tempo und Umfang militärischer und finanzieller Unterstützung für Kiew uneins. Auch die Slowakei hat unter Ministerpräsident Robert Fico im Vergleich zum Kurs der EU-Mehrheit eine gegenüber Moskau entgegenkommendere Haltung eingenommen.

Wichtige Ereignisse im Streit um den EU-Kredit: — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Volodymyr Zelenskyy — Ukraiński polityk i były aktor estradowy, który od 2019 roku pełni urząd szóstego prezydenta Ukrainy
  • Viktor Orbán — Węgierski prawnik i polityk, który od 2010 roku jest 56. premierem Węgier
  • Pedro Sánchez — Premier Hiszpanii