US-Präsident Donald Trump hat am 18. März 2026 bei einer Gedenkzeremonie an im Nahen Osten getötete amerikanische Soldaten erinnert. Zugleich gerät der Kurs Washingtons im Krieg gegen Iran in eine neue, unübersichtliche Phase: Israel weitet seine Angriffe aus, Verbündete drängen auf Klarheit, und aus dem Pentagon kommt laut Reuters ein Finanzbedarf von mehr als 200 Milliarden Dollar.
US-Präsident Donald Trump hat am 18. März 2026 an einer stillen Zeremonie zum Gedenken an im Nahen Osten getötete amerikanische Soldaten teilgenommen. Die Veranstaltung machte die menschlichen Kosten von Operation Epic Fury deutlich, die inzwischen in ihre dritte Woche eingetreten ist. Trump hatte am 17. März 2026 erklärt, die Vereinigten Staaten würden die Militäroperation in Iran „in sehr naher Zukunft“ verlassen. Diese Äußerung sorgte in verbündeten Hauptstädten für erhebliche Unruhe und warf neue Fragen nach dem politischen und militärischen Ziel der Kampagne auf. Zugleich berichtete die Washington Post laut Reuters, das Pentagon habe das Weiße Haus gebeten, einen Antrag an den Kongress über mehr als 200 Milliarden Dollar zur Finanzierung des Krieges zu billigen. Unterdessen griff Israel das iranische Erdgasfeld South Pars an. Die Vereinigten Staaten seien darüber vorab informiert worden, hätten sich nach Berichten, die in Websuchergebnissen zitiert wurden, aber nicht an dem Angriff beteiligt.
Angriffe auf Kharg Island und die Kriegsrechnung von 200 Milliarden Dollar US-Streitkräfte griffen militärische Ziele auf Kharg Island an, einem zentralen Knotenpunkt des iranischen Ölsektors. Damit stieg die Zahl der Infrastrukturziele, die seit Beginn der Kampagne attackiert worden sind, weiter an. Die Angriffe auf Kharg Island waren ein unmittelbarer amerikanischer Schlag gegen eine wirtschaftliche Lebensader Irans. Sie unterschieden sich damit vom israelischen Angriff auf das Gasfeld South Pars, den Washington zwar bestätigte, an dem es sich aber nicht beteiligte. Der laut Reuters gemeldete Finanzierungsbedarf des Pentagons von mehr als 200 Milliarden Dollar im Kongress verdeutlichte, in welchem Umfang das militärische Establishment Mittel für die Fortsetzung des Einsatzes für erforderlich hielt. Trumps öffentliche Aussage, man werde „in sehr naher Zukunft“ gehen, stand dazu erkennbar in einem Spannungsverhältnis. Für Verbündete und Analysten blieb damit offen, welchem strategischen Zeitplan die Regierung tatsächlich folgte. Die unterschiedlichen Zielentscheidungen Israels und der Vereinigten Staaten — Israel griff South Pars eigenständig an — deuteten zudem auf eine Koalition hin, in der beide Partner nicht in jedem Schritt gleichgerichtet vorgingen.
Japans pazifistische Verfassung gerät durch die Hormus-Koalition unter Druck Trump bat nach Reuters etwa sieben Länder, sich an einer Koalition zur Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen. Besonders stark setzte dieses Ansinnen Japan unter Druck, dessen pazifistische Verfassungsgrenzen durch den amerikanischen Wunsch nach Beteiligung auf die Probe gestellt würden. Japans Nachkriegsverfassung setzt dem Einsatz militärischer Gewalt im Ausland enge Grenzen. Jede Teilnahme an einer Mission zur Sicherung der Straße von Hormus würde in Tokio deshalb eine sorgfältige rechtliche und politische Abwägung erfordern. In einer Reuters-Einordnung hieß es, der Druck aus Washington zwinge japanische Entscheidungsträger dazu, Bündnisverpflichtungen gegen Verfassungsprinzipien abzuwägen, die die Sicherheitspolitik des Landes seit Jahrzehnten prägten. Gleichzeitig verschob Trump eine geplante Reise nach Peking. Als Grund für die Verzögerung des zuvor als mögliches „China-Reset“ beschriebenen Vorhabens wurde laut Reuters der andauernde Krieg gegen Iran genannt. Die Verschiebung deutete darauf hin, dass der Konflikt nicht nur die unmittelbare militärische Lage verändert, sondern auch die breitere Struktur außenpolitischer Prioritäten der Vereinigten Staaten. Eine diplomatische Öffnung gegenüber Peking rückte damit auf der Agenda weiter nach hinten.
Europäische Diplomaten suchen nach einem Ausweg aus der festgefahrenen Lage Europäische Diplomaten suchten aktiv nach Wegen zur Beilegung des Konflikts. Die italienische Zeitung Corriere della Sera sprach von einem „pantano“, also einem Sumpf oder einer festgefahrenen Lage. Darin spiegelte sich die Einschätzung mehrerer europäischer Hauptstädte, dass die Militärkampagne in eine Phase ohne erkennbare Ausstiegsstrategie eingetreten sei. Das Blatt berichtete über europäische diplomatische Bemühungen, einen Weg aus der Blockade zu finden. Bis zum 18. März 2026 war jedoch kein konkreter Rahmen und kein öffentlicher Vorschlag bekannt geworden. Adnkronos beschrieb das, was das Medium als Paradox von Trumps Krieg bezeichnete: Das iranische Regime scheine sich trotz des Verlusts bedeutender Führungspersonen und trotz schwerer Schäden an der Infrastruktur in mancher Hinsicht innenpolitisch eher zu festigen. Damit werde die Annahme komplizierter, militärischer Druck allein werde zu einer politischen Lösung führen. Die Ernennung von Mojtaba Khamenei zum Obersten Führer am 9. März 2026 nach dem Tod seines Vaters Ali Khamenei in den ersten amerikanisch-israelischen Angriffen vom 28. Februar hatte der iranischen Führung ein Maß an Kontinuität verschafft, mit dem Beobachter außerhalb des Landes nicht in jedem Fall gerechnet hatten. Von der Süddeutschen Zeitung zitierte Experten befassten sich zudem mit der Frage nach Irans Uranvorräten. Sie skizzierten Optionen, mit denen die Vereinigten Staaten das Material sichern oder unschädlich machen könnten. Damit erhielt der Konflikt zusätzlich zu seinem bereits komplexen Verlauf auf mehreren Schauplätzen noch eine nukleare Nichtverbreitungsdimension.
Die Militärkampagne der USA und Israels gegen Iran unter der Bezeichnung Operation Epic Fury begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen, bei denen der Oberste Führer Ali Khamenei getötet wurde. Irans Atomprogramm und sein regionales Netzwerk aus Stellvertretern waren bereits über Jahre vor Ausbruch der Kampfhandlungen zentrale Konfliktpunkte mit westlichen Staaten. Die Straße von Hormus war historisch ein Schwerpunkt amerikanischer Marinestrategie im Persischen Golf; frühere Regierungen entsandten in Phasen erhöhter Spannungen mit Teheran wiederholt Flugzeugträgerverbände in die Region. Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 zum neuen Obersten Führer ernannt. Er folgte auf seinen Vater und signalisierte den Versuch der iranischen Führung, unter militärischem Druck institutionelle Kontinuität zu wahren.