Ein israelischer Soldat wurde dabei gefilmt, wie er im südlibanesischen Dorf Debel eine Jesus-Statue mit einem Vorschlaghammer beschädigte. Nach der Bestätigung der Echtheit des Videos durch die israelischen Streitkräfte verurteilten Premierminister Benjamin Netanyahu und Außenminister Gideon Sa'ar den Vorfall am Montag sowie die Zerstörung des religiösen Symbols.
Bestätigung durch die IDF
Die israelische Armee hat die Echtheit eines Videos bestätigt, das einen Soldaten bei der Beschädigung einer Jesus-Statue im Libanon zeigt.
Politische Reaktion
Premierminister Netanyahu kündigte eine strafrechtliche Untersuchung an, während Außenminister Sa'ar sich förmlich bei Christen entschuldigte.
Kritik der Kirche
Katholische Würdenträger in Jerusalem verurteilen den Vorfall als schwerwiegende Beleidigung des Glaubens und Teil eines besorgniserregenden Musters.
Lage in Debel
Trotz der Waffenruhe vom 17. April 2026 berichten Einwohner des christlichen Dorfes von einer weiterhin bestehenden Isolation durch das Militär.
Ein israelischer Soldat, der dabei gefilmt wurde, wie er im christlichen Dorf Debel im Südlibanon mit einem Vorschlaghammer auf eine Jesus-Statue einschlug, hat am Montag die Missbilligung von Premierminister Benjamin Netanyahu und Außenminister Gideon Sa'ar hervorgerufen. Die IDF bestätigten zuvor die Echtheit der Aufnahmen. Das Bildmaterial, das am Wochenende in den sozialen Medien kursierte, zeigt einen Soldaten, der mit der stumpfen Seite einer Axt auf das Haupt einer am Boden liegenden Kruzifix-Skulptur einschlägt. Die IDF erklärten, sie betrachteten den Vorfall mit „großer Strenge“. Das Verhalten des Soldaten sei „völlig unvereinbar mit den Werten, die von den Truppen erwartet werden“. Das Nordkommando der Armee hat eine Untersuchung eingeleitet und mitgeteilt, dass die Angelegenheit über die Befehlskette bearbeitet werde. Zudem bemühen sich die IDF nach eigenen Angaben gemeinsam mit der Gemeinde um die Wiederherstellung der Statue.
Netanyahu kündigt strafrechtliche Ermittlungen und Sanktionen an Netanyahu äußerte sich „bestürzt“ über die Beschädigung des katholischen Symbols und versprach, dass die Militärbehörden strenge Disziplinarmaßnahmen gegen den Täter ergreifen würden. „Ich verurteile diese Tat aufs Schärfste. Die Militärbehörden führen eine strafrechtliche Untersuchung durch und werden strenge Disziplinarmaßnahmen gegen den Täter ergreifen.” — Benjamin Netanyahu via 20minutes Außenminister Gideon Sa'ar bezeichnete die Tat als „beschämend“ und entschuldigte sich bei der christlichen Gemeinschaft. „Wir entschuldigen uns für diesen Vorfall und bei jedem Christen, dessen Gefühle verletzt wurden.” — Gideon Sa'ar via Reuters Sa'ar lobte zudem die IDF für die Verurteilung des Vorfalls und die Einleitung einer Untersuchung. Er betonte, dass die Handlung „unseren Werten völlig widerspreche“. Die israelische Armee versicherte gesondert, dass sie „nicht die Absicht habe, zivile Infrastruktur, einschließlich religiöser Gebäude oder Symbole, zu beschädigen“.
Kardinal Pizzaballa und Schlüsselverwalter der Grabeskirche äußern Empörung Die Versammlung der katholischen Ordinarien des Heiligen Landes drückte in einer von Kardinal Pierbattista Pizzaballa, dem lateinischen Patriarchen von Jerusalem, unterzeichneten Erklärung „tiefe Empörung“ aus. Sie verurteilte den Vorfall als „schwerwiegende Beleidigung des christlichen Glaubens“. Pizzaballa ordnete die Tat in eine Reihe „weiterer gemeldeter Schändungen christlicher Symbole“ ein und kritisierte ein „besorgniserregendes Versagen in der moralischen und menschlichen Bildung“. Adib Joudeh al-Husseini, der Schlüsselverwalter der Grabeskirche in Jerusalem, bezeichnete den Vorfall als „keine Belanglosigkeit“, sondern als „direkte Verletzung des Heiligen“. Er forderte eine „klare und unmissverständliche Positionierung, um Schändungen heiliger Stätten zu beenden“. Fadi Falfel, ein Priester in Debel, erklärte gegenüber Reuters, dass das Kreuz Teil eines kleinen Schreins im Garten einer Familie am Dorfrand war. „Einer der israelischen Soldaten zerbrach das Kreuz und beging diese Tat, diese Schändung unserer heiligen Symbole.” — Fadi Falfel via Reuters
Einwohner von Debel trotz Waffenruhe weiterhin isoliert Debel gilt laut Reuters als eines der wenigen Dörfer im Südlibanon, in dem die Bewohner während des am 2. März 2026 begonnenen israelischen Militäreinsatzes gegen die Hisbollah verblieben waren. Israel und der Libanon einigten sich am Donnerstag, den 16. April 2026, auf eine von den USA vermittelte Waffenruhe, die am Freitag in Kraft trat. Trotz des Waffenstillstands berichtete Falfel, dass die Bewohner weiterhin umzingelt seien und sich nicht frei bewegen könnten. Die IDF haben die Bevölkerung im Südlibanon gewarnt, sich nicht südlich einer bestimmten Linie oder in die Nähe des Litani-Flusses zu begeben, und verwiesen auf anhaltende Aktivitäten der Hisbollah. Die israelische Regierung plant, die Region in drei „konsolidierte Sicherheitszonen“ zu unterteilen. Dem Bericht zufolge haben israelische Angriffe im Libanon mehr als 2.300 Menschen das Leben gekostet und eine Million Menschen vertrieben. „Wir haben jede Art von Krise. Wir dachten, der Waffenstillstand würde Erleichterung bringen, aber wir sind immer noch isoliert.” — Fadi Falfel via Reuters
Israel begann seinen Militäreinsatz im Südlibanon am 2. März 2026, nachdem die Hisbollah zur Unterstützung des Iran Raketen auf Israel gefeuert hatte. Im Zuge dessen brachten israelische Truppen mehrere Dörfer im Süden unter ihre Kontrolle, darunter die christliche Gemeinde Debel. Eine von den USA vermittelte Waffenruhe trat am 17. April 2026 in Kraft. Vertreter der katholischen Kirche sehen in dem Vorfall von Debel Teil eines Musters von Schändungen christlicher Symbole in der Region.
Wichtige Ereignisse im Zusammenhang mit dem Vorfall in Debel: — ; — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Benjamin Netanyahu — Premier Izraela sprawujący urząd od 2022 roku
- Pierbattista Pizzaballa — Łaciński Patriarcha Jerozolimy od 6 listopada 2020 roku
- Gideon Sa'ar — Izraelski polityk pełniący obecnie funkcję ministra spraw zagranicznych
- Adib Joudeh al-Husseini — Strażnik kluczy do Bazyliki Grobu Świętego
Sources: 79 articles
- Израиль извинился за акт вандализма в отношении статуи Иисуса в Ливане - BBC News Русская служба (BBC)
- " Honteux et dégradant " : Israël condamne la profanation d'un crucifix par un de ses soldats dans le sud du Liban (Ouest France)
- Il soldato israeliano e la statua di Gesù: la foto è autentica, ma il video della distruzione è fuorviante (Open)
- Israeli Soldier in Lebanon Sledgehammered a Statue of Jesus (The New York Times)
- La indignación que desataron las imágenes de un soldado israelí destruyendo una talla de Jesucristo en Líbano - BBC News Mundo (BBC)
- Israel warnt Bewohner vor Rückkehr in den Südlibanon (Spiegel Online)
- Pizzaballa, profonda indignazione per la profanazione della statua di Gesù - Ultima ora - Ansa.it (ANSA.it)
- Netanyahou promet des " mesures sévères " contre le soldat qui a frappé une statue de Jésus (20minutes)
- Israel compromete-se a restaurar a estátua de Jesus Cristo destruída 'à martelada' no Líbano (SIC Notícias)
- Saighdiúir as Iosrael taideadta ag scriosadh dealbh de Chríost (RTE.ie)