Nigel Farage, Parteichef von Reform UK, hat den wohnungspolitischen Sprecher Simon Dudley am 2. April 2026 von seinen Aufgaben entbunden. Hintergrund sind umstrittene Aussagen Dudleys zum Brand des Grenfell Tower im Jahr 2017, die parteiübergreifend auf scharfe Kritik stießen. Premierminister Keir Starmer hatte zuvor öffentlich die Entlassung des Experten gefordert.

Entlassung nach Grenfell-Aussagen

Nigel Farage entlässt Simon Dudley nach dessen kontroversen Äußerungen über die Opfer des Grenfell-Brands.

Politischer Druck

Premierminister Keir Starmer und Wohnungsbauminister Steve Reed hatten die Entlassung öffentlich eingefordert.

Inhalt der Vorwürfe

Dudley hatte den Tod der 72 Opfer relativiert und Sicherheitsauflagen als zu streng kritisiert.

Der wohnungspolitische Sprecher von Reform UK, Simon Dudley, wurde am 2. April 2026 von Parteichef Nigel Farage entlassen, nachdem seine Äußerungen über die Brandkatastrophe im Grenfell Tower von 2017 breite Empörung ausgelöst hatten. Dudley hatte dem Magazin „Inside Housing“ gesagt, das Feuer sei eine „Tragödie“ und ein „Versagen“ gewesen, fügte jedoch hinzu: „Leider sterben am Ende alle Menschen. Es kommt nur darauf an, wie man geht, oder?“ Zudem vertrat er die Ansicht, dass die infolge der Katastrophe eingeführten Sicherheitsvorschriften das „Pendel“ zu weit hätten ausschlagen lassen, und verglich die Situation mit Verkehrstoten, um zu hinterfragen, warum der Wohnungsbau durch Regulierung gebremst werde. Farage bestätigte die Entlassung am Donnerstag auf einer Pressekonferenz und erklärte, die Angelegenheit sei „erledigt“, nachdem Premierminister Keir Starmer Dudleys Rückzug gefordert hatte. Die Pressekonferenz war ursprünglich einberufen worden, um die Position von Reform UK zur Rentenanpassung darzulegen, wurde jedoch von der Kontroverse überschattet. Starmer und Reed erhöhten Druck auf FaragePremierminister Keir Starmer gehörte zu den ersten Spitzenpolitikern, die Konsequenzen forderten. Auf der Plattform X bezeichnete er die Äußerungen als „beschämend“ und forderte Farage auf, Dudley zu entlassen. Wohnungsbauminister Steve Reed erklärte, Farage müsse seinen Fachsprecher sofort abberufen, sofern er über „ein Quäntchen Anstand“ verfüge. Reed bezeichnete die Bemerkungen als „inakzeptabel“ und Dudley in seiner Position als nicht mehr tragbar. Siân Berry, Abgeordnete der Green Party, sprach von einem „neuen Tiefpunkt“ für Reform UK und einer „Respektlosigkeit gegenüber den Opfern von Grenfell“. Londons Bürgermeister Sadiq Khan nannte die Aussagen „erschütternd unsensibel“ und betonte, Dudley habe keinerlei Mitgefühl für die 72 Todesopfer gezeigt. Dies sei kein Versehen, sondern zeige den wahren Charakter der Partei. Farage bezeichnete die Aussagen bei der Bestätigung der Entlassung als „zutiefst unangemessen“ und gab an, sein Stellvertreter Richard Tice habe die Angelegenheit geregelt.„„Wenn Nigel Farage auch nur ein Quäntchen Anstand besitzt, wird er seinen wohnungspolitischen Sprecher sofort entlassen. Diese beschämenden Kommentare über die Verstorbenen des Grenfell-Tower-Brandes sind inakzeptabel; es ist völlig unhaltbar, dass Simon Dudley in seinem Amt verbleibt.“” — Steve Reed via The Independent Hinterbliebene fordern EntschuldigungDie Grenfell Next of Kin group wies Dudleys Darstellung entschieden zurück. Der Verlust von Eltern, Partnern und Kindern unter solch grausamen Umständen sei „grob fahrlässige Tötung“ und kein Schicksal gewesen. Die Gruppe forderte eine Entschuldigung von Dudley und Reform UK. Ein Parteisprecher versuchte später, die Aussagen einzuordnen: Übermäßige Sicherheitsauflagen könnten den Wohnungsbau lähmen. Die Partei betonte, Häuser müssten sicher gebaut werden, es gelte jedoch, ein Gleichgewicht zur Bürokratie zu finden.„„Der Tod unserer Eltern, Partner, Kinder, Geschwister, Großeltern und Enkelkinder unter den schrecklichsten Umständen war grobe fahrlässige Tötung, KEIN Schicksal.“” — Grenfell Next of Kin group via The GuardianDas Feuer im Grenfell Tower brach am 14. Juni 2017 in einem 24-stöckigen Sozialbau in North Kensington, West-London, aus. Dabei kamen 72 Menschen ums Leben. Eine Untersuchung ergab später, dass das Gebäude mit brennbaren Fassadenplatten verkleidet war. Die Ermittler sprachen von „systematischer Unehrlichkeit“ der beteiligten Firmen. Die Katastrophe führte zu weitreichenden Änderungen der Sicherheitsvorschriften in England. Dudley war erst kurz zuvor zur Partei gestoßenDudley, ehemaliger Leiter von Homes England, war erst im Februar 2026 zu Reform UK gestoßen. Farage hatte ihn als Experten präsentiert, um das politische Profil der Partei zu schärfen. Dudley war zuvor Anhänger der Konservativen und im internationalen Bankwesen tätig. Die Entlassung nach nur zwei Monaten markiert einen Rückschlag für die Ambitionen der Partei. Dudley hatte die fragwürdigen Äußerungen in zwei Interviews mit Fachmagazinen gemacht.72 (Tote) — Menschen starben 2017 beim Brand des Grenfell TowerSimon Dudley und Reform UK — Wichtige Ereignisse: — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Simon Dudley — Były szef polityki mieszkaniowej Reform UK i były dyrektor Homes England
  • Nigel Farage — Lider Reform UK od 2024 roku i poseł do Parlamentu z okręgu Clacton
  • Keir Starmer — Premier Wielkiej Brytanii od 2024 roku i lider Partii Pracy
  • Steve Reed — Minister ds. mieszkalnictwa, społeczności i samorządu lokalnego od września 2025 roku
  • Richard Tice — Wiceprzewodniczący partii Reform UK

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