Das US-Verteidigungsministerium verstärkt diskret die Vorbereitungen für ein potenzielles militärisches Eingreifen auf Kuba. Berichten zufolge wurden bereits operative Szenarien für den Fall einer entsprechenden Anweisung durch US-Präsident Donald Trump angefordert. Während ranghohe Militärs eine aktive Planung dementieren, verschärft Washington den wirtschaftlichen Druck auf den Inselstaat durch Ölblockaden und Sanktionen.

Beschleunigte US-Einsatzplanung

Das Pentagon und SOUTHCOM erstellen diskret operative Szenarien für eine mögliche Intervention auf Kuba.

Wirtschaftliche Destabilisierung

Die US-Regierung verstärkt die Ölblockade gegen Kuba, was zu schweren Energieengpässen und einer Wirtschaftskrise auf der Insel führt.

Internationale Reaktionen

Während Kuba mit Widerstand droht und Russland volle Unterstützung zusagt, distanziert sich Großbritannien von der US-Militärstrategie.

Das Pentagon beschleunigt laut einem Bericht der USA Today vom Mittwoch unter Berufung auf zwei anonyme Quellen die Notfallplanung für eine potenzielle militärische Intervention auf Kuba. Die Informanten bestätigten, dass das US-Verteidigungsministerium und das U.S. Southern Command Anweisungen erhielten, operative Szenarien für den Fall vorzubereiten, dass Präsident Donald Trump eine Intervention auf der Insel anordnet. In einer Stellungnahme gegenüber USA Today bestätigte das Pentagon lediglich, dass man „bereit bleibe, die Befehle des Präsidenten wie angewiesen auszuführen“ und Pläne für verschiedene Unwägbarkeiten erstelle. Ein Sprecher des Southern Command erklärte gegenüber der Zeitung The Independent jedoch, er wisse nichts von Plänen bezüglich Kuba. Er verwies stattdessen auf eine Zeugenaussage von General Francis Donovan, dem Leiter des Southern Command, vor dem Kongress im März, in der dieser bestritt, dass die Vereinigten Staaten aktiv eine Machtübernahme proben oder planen würden. Die Planung, die als diskret und vertraulich beschrieben wird, stellt eine deutliche Abkehr von Trumps Vorgehen vor der Iran-Offensive dar, bei der Truppen- und Schiffsbewegungen öffentlich angekündigt worden waren.

Trumps Rhetorik verschärft sich während Ölblockade Havanna unter Druck setzt Trump hat bisher keine formelle Ankündigung für eine Operation abgegeben, jedoch wiederholt und offen angedeutet, dass Kuba ein militärisches Ziel sein könnte. Im März sagte er vor Journalisten, er glaube, er werde „die Ehre haben, Kuba einzunehmen“, und fügte hinzu, er könne „damit machen, was ich will“. Am Montag, dem 14. April, erklärte er gegenüber Reportern: „Wir schauen vielleicht mal bei Kuba vorbei, wenn wir hiermit fertig sind“, womit er sich auf den laufenden Iran-Konflikt bezog. Die Trump-Administration schränkte im Januar 2026 die Öllieferungen nach Kuba ein, als Teil einer umfassenderen Kampagne, um politische Veränderungen auf der Insel zu erzwingen. Dies löste Berichten von ČT24 und The Independent zufolge Treibstoffmangel, großflächige Stromausfälle und eine Wirtschaftskrise aus. Die Regierung hat zudem hohe Zölle gegen Kuba verhängt und mehrere Öltanker beschlagnahmt, die für das Land bestimmt waren, was die Energiekrise weiter verschärfte. Gleichzeitig erlaubten die US-Behörden laut wnp.pl kürzlich Lieferungen von russischem Rohöl durch russische Tanker. Separat berichtete USA Today, dass die Trump-Regierung auch ein potenzielles Wirtschaftsabkommen mit Kuba vorbereitet, das bald angekündigt werden könnte. Die Diskussionen umfassen Berichten zufolge Themen wie den Machtverzicht von Präsident Miguel Díaz-Canel, den Verbleib der Familie Castro auf der Insel sowie Vereinbarungen über Häfen, Energie und Tourismus.

„Ob ich es befreie oder übernehme – ich denke, ich kann damit machen, was immer ich will.” — Donald Trump via USA Today

Die Beziehungen zwischen den USA und Kuba sind seit der Revolution von 1959 belastet, als Fidel Castro die Macht übernahm und das Land am Sowjetblock ausrichtete. Der einzige direkte Versuch der USA, die kubanische Regierung zu stürzen, war die Invasion in der Schweinebucht im April 1961, bei der eine von der CIA unterstützte Exilgruppe namens Brigade 2506 eine Landung versuchte, aber innerhalb von drei Tagen besiegt wurde. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Washington und Havanna blieben über Jahrzehnte eingefroren, mit einer teilweisen Annäherung unter der Obama-Regierung, bevor die Spannungen unter Trumps erster Amtszeit und den folgenden Regierungen wieder eskalierten.

Díaz-Canel schwört Widerstand, während Russland volle Unterstützung zusagt Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel reagierte auf den eskalierenden Druck mit wiederholten Kampfansagen. In einem Interview mit Newsweek erklärte er, Kuba werde kämpfen und sich gegen jede Aggression verteidigen. Während seines ersten Interviews im US-Fernsehen bei NBC News sagte Díaz-Canel dem Sender, Trumps Aggression gegenüber Kuba sei ungerechtfertigt und ein Konflikt würde einen hohen Preis fordern.

„Wenn das passiert, wird gekämpft werden, es wird einen Kampf geben, und wir werden uns verteidigen. Und wenn wir sterben müssen, werden wir sterben.” — Miguel Díaz-Canel via NBC News

Im Januar schrieb Díaz-Canel auf X, dass „Kuba eine freie, unabhängige und souveräne Nation“ sei und seine Regierung „bereit sei, das Vaterland bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen“. Russland hat angesichts der Druckkampagne seine Verbindungen zu Havanna verstärkt. Der russische Vize-Außenminister Sergej RjabkowStarmer schließt britische Beteiligung aus, während Iran-Gespräche andauern Die Kuba-Planungen finden vor dem Hintergrund weiträumiger US-Militäreinsätze an mehreren Fronten statt. Der britische Premierminister Keir Starmer lehnte am Mittwoch eine Beteiligung des Vereinigten Königreichs am Krieg der USA und Israels gegen den Iran explizit ab. Er erklärte, dieser Konflikt sei „nicht unser Krieg“ und ein Beitritt liege „nicht im nationalen Interesse“. Starmer räumte ein, dass „enormer Druck“ auf ihn ausgeübt worden sei, einen anderen Kurs einzuschlagen, er werde seine Meinung jedoch nicht ändern. An der Iran-Front selbst einigten sich Vertreter der USA und des Iran auf eine weitere Verhandlungsrunde zur Beendigung des Krieges, wobei bis Mittwoch laut Wall Street Journal (zitiert nach FAKT24.pl) weder Datum noch Ort feststanden. Die Unterhändler versuchen den Konflikt beizulegen, bevor die Frist für einen zweiwöchigen Waffenstillstand abläuft. Trump hat während seiner zweiten Amtszeit Militäroperationen in mehreren Ländern angeordnet, darunter Iran, Venezuela, Ecuador, Nigeria und Somalia, berichtet The Independent. Eine Anfang des Monats veröffentlichte CNN-Umfrage ergab, dass 64 (Prozent) — der US-Amerikaner Trumps außenpolitischen Kurs ablehnen, während nur 36 Prozent ihn befürworten.

Mentioned People

  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
  • Miguel Díaz-Canel — 8. Pierwszy Sekretarz Komunistycznej Partii Kuby i 17. prezydent Kuby
  • Siergiej Riabkow — wiceminister spraw zagranicznych Federacji Rosyjskiej
  • Keir Starmer — premier Wielkiej Brytanii
  • Francis Donovan — generał i szef Dowództwa Południowego USA (SOUTHCOM)

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