Iran-nahen Hackern der Handala Hack Team zufolge ist das persönliche E-Mail-Konto von FBI-Direktor Kash Patel gehackt worden. Am Freitag, dem 27. März 2026, veröffentlichten sie Bilder und Dokumente aus dem Postfach im Internet. Ein Beamter des U.S. Department of Justice bestätigte Reuters den Vorfall und sagte, das online veröffentlichte Material wirke authentisch.

Handala reklamiert Zugriff auf Patels Privatkonto

Die Gruppe veröffentlichte nach eigenen Angaben Fotos und Dokumente aus dem E-Mail-Postfach des FBI-Direktors.

DOJ-Beamter hält das Material für echt

Ein Beamter des U.S. Department of Justice sagte Reuters, die online gestellten Inhalte wirkten authentisch.

Iranischer Staat im Hintergrund vermutet

Westliche Forscher ordnen Handala als mögliche Tarnidentität iranischer Cyber-Einheiten ein.

E-Mails aus den Jahren 2010 bis 2019 betroffen

Nach Reuters deutet das geleakte Material auf eine längere private und dienstliche Korrespondenz hin.

Iran-linked hackers from the Handala Hack Team claimed on Friday, March 27, 2026, to have breached the personal email account of FBI Director Kash Patel, publishing photographs and documents from his inbox online. A U.S. Department of Justice official confirmed the breach to Reuters, stating that the material published online appeared to be authentic. The FBI did not immediately respond to requests for comment, and neither Patel nor the hacking group responded to Reuters' questions. The Handala group announced the breach on its website and Telegram channel, declaring that Patel "will now find his name on the list of victims of successfully breached accounts."

Persönliche Fotos und E-Mails aus zehn Jahren veröffentlicht Die Hacker veröffentlichten eine Reihe persönlicher Fotos von Patel, darunter Aufnahmen, auf denen er Zigarren raucht, einen Oldtimer-Cabrio fährt und ein Spiegel-Selfie mit einer großen Rumflasche macht. Zusammen mit den Bildern stellte die Gruppe nach eigenen Angaben Patels alten Lebenslauf und ein Beispiel seiner Korrespondenz online. Nach Reuters-Angaben scheint das geleakte Material eine Mischung aus privaten und beruflichen E-Mails aus den Jahren 2010 bis 2019 zu enthalten. Auf der Website der Handala-Gruppe hieß es, „alle persönlichen und vertraulichen Informationen von Kash Patel, darunter E-Mails, Gespräche, Dokumente und sogar als geheim eingestufte Informationen, können nun von der Öffentlichkeit heruntergeladen werden“; die Echtheit möglicher geheimer Inhalte ließ sich jedoch nicht unabhängig bestätigen. Reuters berichtete, es sei nicht möglich gewesen, die E-Mails selbst unabhängig zu verifizieren, wies aber darauf hin, dass die von Handala genannte private Gmail-Adresse mit der Adresse übereinstimme, die Patel in früheren Datenlecks zugeordnet worden sei, die das Dark-Web-Analyseunternehmen District 4 Labs erfasst habe.

Gruppe gilt als Deckmantel iranischer Cyberoperationen Handala beschreibt sich selbst als pro-palästinensische Hackergruppe, die als eine Art Selbstjustiz auftritt. Westliche Geheimdienstforscher sehen darin jedoch eine von mehreren Identitäten, die von iranischen staatlichen Cyber-Intelligence-Einheiten genutzt werden. Der Zugriff auf Patels privates Postfach erfolgt Wochen nach Beginn der US-israelischen Militäroperation gegen Iran, die am 28. Februar 2026 begann, und verleiht dem größeren Konflikt eine Cyber-Komponente. In den vergangenen Wochen fiel die Gruppe mehrfach mit öffentlichkeitswirksamen Zielen auf. Am 11. März 2026 erklärte Handala die Verantwortung für einen Cyberangriff auf Stryker, ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Michigan, und behauptete, dabei eine große Menge an Firmendaten gelöscht zu haben. Diese Darstellung ließ sich bislang nicht unabhängig überprüfen. Dass das private Konto eines amtierenden FBI-Direktors ins Visier gerät, markiert eine deutliche Ausweitung der öffentlich beanspruchten Aktivitäten der Gruppe.

Der Iran verfügt seit mehr als einem Jahrzehnt über eine beständige Fähigkeit für Cyberoperationen und setzt dabei häufig Hackergruppen ein, die unter ziviler oder ideologischer Tarnung handeln, aber staatlichen nachrichtendienstlichen Zielen dienen. Der Einsatz mehrerer Personas mit jeweils eigener öffentlicher Identität ermöglicht iranischen Cyber-Einheiten Operationen mit einem gewissen Maß an glaubhafter Abstreitbarkeit. Kash Patel wurde 2025 FBI-Direktor und war zuvor von Februar bis April 2025 kommissarischer Leiter des Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives. Das FBI ist als wichtigste bundesweite Strafverfolgungsbehörde und Mitglied der US-Nachrichtengemeinschaft ein vorrangiges Ziel ausländischer Spionage- und Cyberoperationen.

Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit privater Konten von Amtsträgern auf Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf die Verwundbarkeit ranghoher US-Beamter, die private E-Mail-Konten für Korrespondenz nutzen, die sich mit dienstlichen Themen überschneiden kann. Die von Handala veröffentlichte Korrespondenz stammt aus den Jahren 2010 bis 2019, also aus einer Zeit, in der Patel verschiedene Funktionen innehatte, bevor er in Spitzenämter aufstieg. Damit könnten über Jahre hinweg E-Mails aus der Zeit vor seiner Tätigkeit als FBI-Direktor offengelegt worden sein. Die Bestätigung des DOJ-Beamten, dass das Material authentisch wirke, unterstreicht die Bedeutung des Vorfalls, auch wenn das volle Ausmaß des Zugriffs weiter unklar bleibt. 2010-2019 (Jahre) — Zeitraum der mutmaßlich durch den Vorfall offengelegten Korrespondenz Das Schweigen des FBI, das bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine offizielle Stellungnahme abgegeben hatte, lässt offen, ob eine formelle Untersuchung des Vorfalls eingeleitet wurde. Der Vorgang reiht sich in ein breiteres Muster ein, bei dem mit ausländischen Staaten verbundene Akteure US-Beamte über private statt über staatlich geschützte Kommunikationskanäle ins Visier nehmen.

Mentioned People

  • Kash Patel — Amerykański prawnik, który od 2025 roku kieruje Federalnym Biurem Śledczym

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