Ein 23-jähriger Russe ist in London zu vier Jahren Haft verurteilt worden, weil er eine Frau angegriffen und später versucht haben soll, die Ermittlungen zu beeinflussen. Der Fall sorgte auch deshalb für Aufmerksamkeit, weil Barron Trump die Tat während eines FaceTime-Anrufs live mitverfolgte und von den USA aus die Polizei informierte.

Vier Jahre Haft in London

Matvei Rumiantsev wurde am Snaresbrook Crown Court wegen Körperverletzung und Vereitelung des Justizverfahrens verurteilt.

Barron Trump als Live-Zeuge

Barron Trump verfolgte den Angriff per FaceTime und rief anschließend aus den USA die Polizei an.

Richter sieht keine Reue

Joel Bennathan warf dem Angeklagten vor, die Frau über Stunden angegriffen und weiter belastet zu haben.

Opfer schildert Langzeitfolgen

Die Frau berichtete von Angst, Scham und anhaltender Unsicherheit über die mögliche Entlassung des Angeklagten.

Matvei Rumiantsev, ein 23-jähriger Russe mit Wohnsitz in London, ist am Freitag, dem 27. März 2026, am Snaresbrook Crown Court zu vier Jahren Haft verurteilt worden, weil er eine Frau angegriffen hatte, während Barron Trump, der jüngste Sohn von US-Präsident Donald Trump, die Tat in einem FaceTime-Videoanruf live mitverfolgte. Richter Joel Bennathan verurteilte Rumiantsev wegen assault occasioning actual bodily harm und wegen Vereitelung des Justizverfahrens. Die Tat ereignete sich am 18. Januar 2025 im Haus des Opfers in London und dauerte etwa eine Stunde. Rumiantsev, der vor Gericht als „trainierter Kämpfer“ beschrieben wurde und in Canary Wharf im Osten Londons lebte, griff die Frau aus Eifersucht an, weil sie mit Barron Trump befreundet war, den sie über soziale Medien kennengelernt hatte. Das Opfer erlitt Blutergüsse am Kinn, am Arm und am Handgelenk, verlor eine Haarbüschel und glaubte, sie „könnte sterben“.

Barron Trump rief die britische Polizei aus den USA an Barron Trump, der am 20. März 2026 20 Jahre alt wurde, war mit dem Opfer per FaceTime verbunden, als sich der Angriff vor seinen Augen abspielte. Rumiantsev nahm den Anruf auf dem Telefon der Frau entgegen und richtete die Kamera so auf sie, dass sie weinend auf dem Boden zu sehen war, was Richter Bennathan als „eine wütende Geste, die sie demütigen sollte“ bezeichnete. Trump kontaktierte umgehend die City of London Police aus den USA. In einer von der Crown Prosecution Service veröffentlichten Abschrift des Notrufs sagte Trump dem Mitarbeiter: „Ich rufe aus den USA an, äh, ich habe gerade einen Anruf von einem Mädchen bekommen, wissen Sie, sie wird gerade verprügelt.” — Barron Trump via The Guardian Auch das Opfer selbst schaffte es während des Angriffs, den Notruf zu wählen, und sagte der Leitstelle: „Bitte helfen Sie mir, ich werde umgebracht.” — victim (unnamed) via The Irish Times Trump sagte später als wichtiger Zeuge in dem Verfahren aus und schickte der Polizei eine E-Mail, in der er schilderte, was er während des Anrufs gesehen hatte.

Richter rügt fehlende Reue des Angeklagten bei der Urteilsverkündung Richter Joel Bennathan kritisierte Rumiantsev bei der Urteilsverkündung scharf. Er sagte dem Angeklagten, die Beweise zeigten, dass er die Frau im Verlauf einer Stunde wiederholt geschlagen und sie an den Haaren durch den Raum gezogen habe, als sie Hilfe habe suchen wollen. „Sie sind ein von Eifersucht geprägter Mann, und Sie haben ein Temperament.” — Joel Bennathan via The Guardian Der Richter bezeichnete Rumiantsev als „völlig uneinsichtig“ und erklärte, sein Mangel an Einsicht und Empathie sei während des gesamten Prozesses deutlich geworden. Bennathan merkte zudem an, dass Rumiantsev weiterhin das Opfer für alles verantwortlich gemacht habe, was geschehen sei. Er verwies auf einen Brief, den Rumiantsev geschrieben hatte, und sagte ihm, die Beschreibung seines Verhaltens als „unangemessen“ sei „sehr weit davon entfernt, dass Sie sich der einfachen Wahrheit dessen stellen, was in jener Nacht geschehen ist“. Nach seiner Festnahme habe Rumiantsev wiederholt versucht, die Frau dazu zu bewegen, ihre Vorwürfe zurückzunehmen, unter anderem mit einem Anruf von der Polizeistation und mit einem Brief an eine Freundin, den er aus dem Gefängnis heraus geschickt habe. Die Verurteilung wegen Vereitelung des Justizverfahrens bezog sich ausdrücklich auf diesen Brief.

Opfer beschreibt anhaltende seelische Folgen; Vergewaltigungsvorwürfe führten nicht zu einer Verurteilung In einer von der Frau verlesenen Opfererklärung sagte sie, sie habe sich nach dem Angriff „vollständig aus der Welt zurückgezogen“ und sich „gedemütigt, ängstlich und beschämt“ gefühlt. Sie erklärte dem Gericht, sie lebe mit „ständigem Entsetzen und Ungewissheit über die Entlassung des Angeklagten“. Die Geschworenen sprachen Rumiantsev von zwei Vergewaltigungsvorwürfen und einem Vorwurf der vorsätzlichen Strangulation frei, ebenso von einem separaten Angriffsvorwurf, der sich auf November 2024 bezogen haben soll. Die Freisprüche in den schwereren Punkten erfolgten am Ende des Prozesses im Januar 2026. Rumiantsev war vor der Tat mehrere Monate lang immer wieder mit der Frau zusammen. Der Fall erregte wegen der direkten Rolle von Barron Trump als Zeuge internationales Aufsehen. Barron Trump ist das fünfte und jüngste Kind von Donald Trump und seiner Ehefrau Melania Trump. Der Angriff ereignete sich am 18. Januar 2025, kurz nachdem Donald Trump zu seiner zweiten Amtszeit ins Weiße Haus zurückgekehrt war. Die vierjährige Haftstrafe setzte sich nach Angaben von HotNews.ro unter Berufung auf Reuters aus zwei aufeinanderfolgenden Zweijahresstrafen für die beiden Verurteilungen zusammen.

Mentioned People

  • Matvei Rumiantsev — 23-letni obywatel Rosji i wyszkolony fighter skazany za napaść
  • Barron Trump — Pięcioro i najmłodsze dziecko Donalda Trumpa, 45. i 47. prezydenta Stanów Zjednoczonych
  • Joel Bennathan — Sędzia Snaresbrook Crown Court, który przewodniczył rozprawie skazującej
  • Donald Trump — 45. i 47. prezydent Stanów Zjednoczonych

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