Beim EU-Gipfel in Brüssel ist am 19. März 2026 keine Einigung auf einen 90 Milliarden Euro schweren Kredit für die Ukraine zustande gekommen. Nach Angaben von Diplomaten, auf die sich ANSA beruft, hielt Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán an seinem Nein fest. Präsident Wolodymyr Selenskyj warb vor Ort für das Paket und verwies zugleich auf anhaltende Unsicherheit über dessen Billigung.

Ungarn blockiert Kreditpaket

Beim EU-Gipfel in Brüssel kam am 19. März 2026 keine Einigung auf den 90 Milliarden Euro schweren Kredit für die Ukraine zustande, weil Ungarn bei seiner Ablehnung blieb.

Selenskyj drängt auf schnelle Entscheidungen

Der ukrainische Präsident bezeichnete das Paket als grundlegend und warnte zugleich davor, den EU-Beitrittsprozess der Ukraine ähnlich zu verzögern.

Weitere Spannungen unter EU-Partnern

Ein dementierter Bericht über Giorgia Meloni sowie Äußerungen des slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico machten zusätzliche Differenzen innerhalb der EU sichtbar.

Ein EU-Gipfel in Brüssel am 19. März 2026 hat keine Zustimmung Ungarns zu einem Kredit über 90 Milliarden Euro für die Ukraine gebracht. Nach Angaben von Diplomaten, die von ANSA zitiert wurden, blieb Ministerpräsident Viktor Orbán bei seiner ablehnenden Haltung gegen den übrigen Mitgliedstaatenblock. Der EU summit machte damit eine seit Längerem bestehende Bruchlinie innerhalb der Union beim Thema weiterer Finanzhilfen für Kiew sichtbar, während der Krieg mit Russland in sein fünftes Jahr geht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm an dem Treffen teil und wandte sich direkt an die EU-Spitzen. Er bezeichnete den Fonds über 90 Milliarden Euro als grundlegend für die Fähigkeit der Ukraine, sich selbst zu tragen. Zugleich räumte Selenskyj ein, dass die Billigung des Pakets weiter unsicher sei. Die EU hatte gehofft, die erste Tranche des Kredits bis Anfang April 2026 an Kiew auszuzahlen. Wegen des anhaltenden Widerstands Ungarns ist dieser Zeitplan nun fraglich.

Orbán bleibt trotz Drucks aus der EU bei seiner Linie Viktor Orbán, der seit 2010 Ministerpräsident Ungarns ist, blieb unter den EU-Staats- und Regierungschefs zwar isoliert, zeigte nach der ANSA-Berichterstattung vom Gipfel aber keine Anzeichen für einen Kurswechsel. Sein Widerstand ist inzwischen wiederholt zu einem Hindernis für die Bemühungen der EU geworden, umfangreiche Finanzhilfen für die Ukraine abzustimmen. Das Gipfelformat, das bei großen finanzpolitischen Entscheidungen in der Regel Einvernehmen unter den Mitgliedstaaten verlangt, verschafft Ungarn faktisch ein Vetorecht bei diesem Kreditmechanismus. Anwesende Diplomaten verwiesen auf Orbáns Isolation. Zugleich verdeutlichte seine Bereitschaft, an dieser Position festzuhalten, die strukturelle Schwierigkeit der EU, das Paket voranzubringen. Bis zum Ende der Gipfelsitzung am 19. März wurde kein Durchbruch gemeldet. 90 (billion euros) — vorgeschlagenes EU-Kreditpaket für die Ukraine Ungarn unter Viktor Orbán ist wiederholt mit den EU-Institutionen aneinandergeraten, unter anderem bei Fragen der Rechtsstaatlichkeit sowie in der Außenpolitik gegenüber Russland und der Ukraine. Die Europäische Union hat Budapest in der Vergangenheit mit verschiedenen finanziellen und rechtlichen Instrumenten dazu zu bewegen versucht, gemeinsame Entscheidungen der Union mitzutragen, darunter das Zurückhalten von Kohäsionsmitteln. Der aktuelle Streit über den Ukraine-Kredit steht für ein breiteres Muster ungarischer Abweichungen von der Linie der EU-Mehrheit in Fragen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

Selenskyj warnt vor Verzögerungen auch beim EU-Beitritt Selenskyj nutzte seinen Auftritt beim Gipfel, um die EU-Spitzen gleichzeitig auf zwei Feldern unter Druck zu setzen: beim kurzfristig geplanten Finanzpaket und beim langfristigen Weg der Ukraine in die Europäische Union. Er warnte, dass der EU accession process der Ukraine nicht denselben Verzögerungen ausgesetzt sein dürfe wie der Kredit über 90 Milliarden Euro. Diese Parallele war eine deutliche Botschaft an die EU-Spitzen: Ein Hinauszögern auf einem der beiden Wege könne das Vertrauen Kiews in die Union als verlässlichen Partner beeinträchtigen. Selenskyjs Äußerungen spiegelten eine weiter verbreitete Sorge in der Ukraine wider, dass diplomischer Zuspruch aus europäischen Hauptstädten nicht immer in rechtzeitiges Handeln münde. „Es gibt weiterhin Unsicherheit wegen der 90 Milliarden, aber sie sind grundlegend” — Volodymyr Zelenskyy via ANSA Mit seinem doppelten Appell rückte Selenskyj in derselben Sitzung sowohl die finanzielle als auch die politische Dimension der Beziehungen zwischen der EU und der Ukraine in den Mittelpunkt.

Meloni dementiert Bericht, Fico setzt eigenen Akzent Der Gipfel brachte zudem eine eigene diplomatische Episode um Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hervor. Auslöser war ein Bericht des Mediums Politico, wonach sie anderen Staats- und Regierungschefs gesagt haben soll, sie könne Orbáns Position zur Ukraine nachvollziehen. Das Büro der italienischen Regierungschefin, der Palazzo Chigi, wies diese Darstellung nach Angaben von ANSA zurück. Der Vorgang zeigte, wie sensibel jede Wahrnehmung ist, wonach größere EU-Mitgliedstaaten ihre Unterstützung für die Ukraine abschwächen könnten. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico, der seit 2023 Regierungschef der Slowakei ist, fügte eine weitere Reibungsnote hinzu. Er sagte, die Beziehungen zur Ukraine seien keine Einbahnstraße. Die Bemerkung war zwar keine direkte Unterstützung für Orbáns Veto-Haltung, deutete aber darauf hin, dass zumindest einige EU-Regierungschefs Vorbehalte gegenüber den Bedingungen und der Dynamik der Beziehungen zu Kiew haben. Das Zusammenspiel aus der offenen Ablehnung Ungarns, den zugespitzten Äußerungen aus der Slowakei und der Episode um Meloni zeigte die Spannungen, die unter der Oberfläche dessen liegen, was nach außen als breite EU-Solidarität mit der Ukraine dargestellt wird.

Mentioned People

  • Volodymyr Zelenskyy — Ukraiński polityk i były artysta estradowy, który od 2019 r. jest szóstym prezydentem Ukrainy
  • Viktor Orbán — Węgierski prawnik i polityk, który od 2010 r. jest 56. premierem Węgier
  • Giorgia Meloni — Włoska polityczka, która od października 2022 r. pełni funkcję premiera Włoch
  • Robert Fico — Słowacki polityk i prawnik, który od 2023 r. jest premierem Słowacji