Ein ganztägiger Warnstreik der Gewerkschaft Verdi hat den Flugbetrieb am Flughafen Berlin Brandenburg am Mittwoch, 18. März 2026, vollständig zum Erliegen gebracht. Rund 57.000 Passagiere waren betroffen, etwa 445 Starts und Landungen fielen aus. Auch in Düsseldorf weitete sich der Arbeitskampf im Nahverkehr auf weitere Tage aus.
BER den ganzen Tag ohne Flugbetrieb
Am 18. März 2026 wurden am Flughafen Berlin Brandenburg rund 445 Starts und Landungen gestrichen. Etwa 57.000 Passagiere waren betroffen.
Rund 2.000 Beschäftigte beteiligen sich
Nach den vorliegenden Angaben nahmen rund 2.000 Flughafenmitarbeiter am Ausstand teil, darunter Feuerwehrleute und Fluglotsen.
Zusätzlicher freier Tag als zentrale Forderung
Nach einem Bericht von Interia.pl gehört ein weiterer freier Tag pro Jahr zu den wichtigsten Forderungen der Beschäftigten.
Auch Düsseldorf vom Arbeitskampf betroffen
Laut RP Online werden die Streiks im Düsseldorfer Nahverkehr nicht nur am Mittwoch, sondern auch am Freitag und Montag fortgesetzt.
Fragen zu Entschädigungen rücken in den Fokus
Ob Passagiere Anspruch auf Ausgleich haben, hängt nach den EU-Fluggastrechten davon ab, wie der Streik rechtlich eingestuft wird.
Ein ganztägiger Streik der Verdi hat den gesamten Flugbetrieb am Flughafen Berlin Brandenburg am Mittwoch, 18. März 2026, vollständig zum Stillstand gebracht. Nach Angaben zum Ausmaß des Ausstands waren rund 57.000 Passagiere ohne Verbindung. Etwa 445 Flüge, darunter Abflüge und Ankünfte, wurden für den gesamten Tag gestrichen. Rund 2.000 Flughafenbeschäftigte beteiligten sich an dem Ausstand, darunter Feuerwehrleute und Fluglotsen. Betroffen waren nicht nur innerdeutsche Verbindungen, sondern auch internationale Strecken, darunter Flüge von und nach Portugal.
Beschäftigte verlangen einen zusätzlichen freien Tag pro Jahr Zu den zentralen Forderungen, die den Streik ausgelöst haben, gehört nach einem Bericht von Interia.pl ein zusätzlicher freier Tag pro Jahr für die Beschäftigten des Flughafens. Die Gewerkschaft Verdi organisierte den Ausstand am Flughafen Berlin Brandenburg, der als einziger großer Verkehrsflughafen der deutschen Hauptstadt dient. Der Streik begann am frühen Mittwochmorgen und legte den Betrieb von den ersten Tagesstunden an lahm. Passagiere, die für den 18. März Reisen über den BER gebucht hatten, mussten kurzfristig nach Alternativen suchen, weil den ganzen Tag kein Flugverkehr stattfand. Das Ausmaß der Störung, von der binnen eines einzigen Tages Zehntausende Reisende betroffen waren, verdeutlicht die Bedeutung von Beschäftigtengruppen wie Feuerwehrleuten und Fluglotsen für den Betrieb eines Flughafens. Deutschland erlebt im Jahr 2026 eine Reihe von Tarifkonflikten und Arbeitskämpfen, die den Luftverkehr, die Bahn und den öffentlichen Nahverkehr betreffen. Bereits früher im Jahr wurden bei gesonderten Streiks Hunderte Lufthansa-Flüge gestrichen. Die Gewerkschaft Verdi steht im Zentrum mehrerer dieser Auseinandersetzungen und vertritt Beschäftigte in Dienstleistungs- und Verkehrsbranchen. Der Flughafen Berlin Brandenburg wurde 2020 nach jahrelangen Bauverzögerungen eröffnet und ist seither der einzige große Verkehrsflughafen der deutschen Hauptstadt.
Ausstände im Düsseldorfer Nahverkehr dauern auch Freitag und Montag an Die Arbeitskämpfe in Deutschland beschränkten sich am Mittwoch nicht auf Berlin. Auch in Düsseldorf wurden die Streiks im öffentlichen Nahverkehr auf weitere Tage ausgedehnt. Nach Angaben von RP Online soll der Ausstand in Düsseldorf, der sowohl Busse als auch Bahnen betrifft, nun auch am Freitag und erneut am Montag fortgesetzt werden. Die Ausweitung der Maßnahmen in Düsseldorf deutet darauf hin, dass der Druck durch Warnstreiks im deutschen Verkehrssektor nicht auf eine einzelne Stadt oder einen einzelnen Arbeitgeber beschränkt ist. Auch die Süddeutsche Zeitung berichtete am selben Tag über groß angelegte Warnstreiks und teilweise Einschränkungen im lokalen öffentlichen Nahverkehr. Die parallelen Aktionen in mehreren deutschen Städten sprechen für eine breitere Welle von Tarifkonflikten im Verkehrs- und Dienstleistungssektor zu Beginn des Jahres 2026.
Gestrandete Passagiere fragen nach ihren Ansprüchen Angesichts der Zehntausenden betroffenen Reisenden rückten am Mittwoch Fragen zu Fluggastrechten und möglichen Entschädigungen in den Vordergrund. Das Portal Stern.de befasste sich mit der rechtlichen Lage für am BER gestrandete Passagiere und ging der Frage nach, welche Ansprüche bei streikbedingten Flugausfällen bestehen. Nach den EU-Fluggastrechten ist entscheidend, wie ein Streik rechtlich eingeordnet wird: als außergewöhnlicher Umstand oder als betriebliche Störung. Davon kann abhängen, ob Fluggesellschaften Entschädigungen zahlen müssen. Den von den Berliner Ausfällen betroffenen Passagieren wurde geraten, sich bei ihren Fluggesellschaften nach Umbuchungsmöglichkeiten und möglichen Erstattungen zu erkundigen. Die Störungen lenkten zugleich den Blick auf die Anfälligkeit großer Verkehrsdrehkreuze, wenn sicherheitsrelevantes und für den Betrieb unverzichtbares Personal an Arbeitskampfmaßnahmen teilnimmt.
Mentioned People
- Johann Wadephul — federalny minister spraw zagranicznych w rządzie kanclerza Friedricha Merza od 2025 r.
- Friedrich Merz — kanclerz Niemiec od maja 2025 r.