Die niederländische Straßenverkehrsbehörde RDW hat am 10. April 2026 die vorläufige Genehmigung für Teslas „Full Self-Driving Supervised“-System erteilt. Damit sind die Niederlande der erste Mitgliedstaat der Europäischen Union, der diese Technologie auf öffentlichen Straßen zulässt. Die Entscheidung basiere auf mehr als eineinhalb Jahren intensiver Prüfung und betrifft eine speziell angepasste Softwareversion.

Erste EU-Zulassung in den Niederlanden

Die RDW hat Tesla eine vorläufige Genehmigung für das System „Full Self-Driving Supervised“ nach 1,5 Jahren Testzeit erteilt.

Einstufung als Level-2-System

Trotz der Unterstützung bei komplexen Szenarien bleibt der Fahrer rechtlich voll verantwortlich und muss die Straße permanent beobachten.

Unterschiede zur US-Version

Die in Europa zugelassene Software weist spezifische Anpassungen auf, die sie von der in den Vereinigten Staaten genutzten Version unterscheiden.

Die niederländische Kraftfahrzeugbehörde hat am 10. April 2026 die vorläufige Genehmigung für Teslas Fahrassistenzsystem „Full Self-Driving Supervised“ (FSD) erteilt. Nach Angaben der RDW erfolgte die Entscheidung am Freitagabend nach über 18 Monaten umfassender Forschung und Tests. Die Genehmigung ist vorläufig und bezieht sich spezifisch auf die in den Niederlanden eingesetzte Softwareversion, die sich laut RDW von der in den USA verfügbaren Variante unterscheidet. Die Behörde betonte, dass das System bei korrekter Anwendung „positiv zur Verkehrssicherheit beiträgt“, hob jedoch hervor, dass damit ausgestattete Tesla-Fahrzeuge nicht autonom agieren.

„Dieses Fahrerassistenzsystem von Tesla unterstützt den Fahrer stärker als andere Systeme, da es bei Aktivierung mehrere Fahraufgaben übernimmt. Die korrekte Nutzung von Assistenzsystemen trägt positiv zur Verkehrssicherheit bei, da der Fahrer in seinen Aufgaben unterstützt wird; es dient als Ergänzung zum Fahrer.” — RDW via NRC

Hände weg vom Lenkrad, aber Augen auf die Straße Obwohl das System es ermöglicht, die Hände vom Lenkrad zu nehmen, wird es als Level-2-System eingestuft. Dies bedeutet, dass der Fahrer weiterhin die rechtliche Verantwortung trägt und jederzeit aufmerksam sein muss. Registriert das System eine mangelnde Aufmerksamkeit, erfolgt zunächst eine Warnung; bleibt eine Reaktion aus, kann sich das System vollständig deaktivieren. Die RDW differenzierte deutlich zwischen dieser Zulassung und vollautonomem Fahren.

„Ein mit FSD Supervised ausgestattetes Fahrzeug ist nicht autonom. Es handelt sich um ein Assistenzsystem: Der Fahrer bleibt verantwortlich und muss stets die Kontrolle behalten.” — RDW via RTBF

Die niederländische Behörde wies darauf hin, dass bereits andere Hersteller vergleichbare Genehmigungen für freihändiges Fahren in Europa erhalten haben – etwa auf Autobahnen. BMW verfügt über eine Zulassung für freihändiges Fahren in Kombination mit automatisierten Spurwechseln, und auch Fords BlueCruise-System erlaubt Ähnliches. Die RDW betonte jedoch, dass Teslas System ein breiteres Spektrum an Szenarien abdeckt, darunter den Stadtverkehr, was es von bisherigen Zulassungen unterscheidet. Tesla hatte vor der Zertifizierung interne Tests in ganz Europa durchgeführt.

EU-weite Einführung erfordert Mehrheitsbeschluss der Mitgliedstaaten Die Niederlande könnten als Wegbereiter für eine breitere europäische Zulassung fungieren, doch die EU-weite Anerkennung erfordert weitere regulatorische Schritte. Die RDW kündigte an, einen formellen Antrag bei der Europäischen Kommission einzureichen. Dieser muss anschließend von einer Mehrheit im zuständigen Ausschuss der EU-Mitgliedstaaten bestätigt werden. Ein Zeitplan für diese Abstimmung steht laut RDW noch nicht fest. Tesla teilte separat mit, dass Zulassungen bei weiteren europäischen Behörden angestrebt werden. Investoren reagierten laut Le Figaro positiv auf die Nachricht und werteten den niederländischen Schritt als Fortschritt in einem Markt, der durch strengere Sicherheitsstandards als in den USA und starken lokalen Wettbewerb geprägt ist.

Tesla bietet seine FSD-Software in den USA bereits seit mehreren Jahren an. In der Anfangsphase gab es Berichte über Systemfehler, zudem lösten Berichte über Verkehrsverstöße und Unfälle Kontroversen aus. Elon Musk, CEO von Tesla, hat über Jahre hinweg erklärt, dass das System künftig vollständig unabhängig agieren werde. Die RDW merkte an, dass sich die für die Niederlande genehmigte Softwareversion unter anderem durch spezifische Spezifikationen von der US-Version unterscheidet.

Elon Musk hatte zuvor das Ziel geäußert, FSD bis Ende 2024 oder Anfang 2025 weltweit einzusetzen. Die niederländische Genehmigung ist zwar geografisch begrenzt und an Bedingungen geknüpft, stellt jedoch die erste konkrete behördliche Zulassung innerhalb der EU dar. Tesla beschreibt das System als fähig, anspruchsvolle Alltagssituationen inklusive Stadtverkehr zu bewältigen und die Sicherheit durch Stressreduktion für den Fahrer zu erhöhen. Das Unternehmen bestätigte, die Software europaweit intern getestet zu haben.

Tesla FSD Supervised – Weg zur europäischen Zulassung: — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Elon Musk — Biznesmen i przedsiębiorca znany z kierowania firmami Tesla, SpaceX, X oraz xAI; najbogatszy człowiek świata według danych z 2025 roku.

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