In einer beispiellosen Ansprache im Weißen Haus hat First Lady Melania Trump am 9. April 2026 jede engere Verbindung zu Jeffrey Epstein zurückgewiesen. Sie forderte den Kongress auf, öffentliche Anhörungen für die Opfer des verstorbenen Sexualstraftäters abzuhalten, worauf der Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses bereits reagierte.
Bestreiten jeglicher Nähe
Melania Trump weist eine freundschaftliche Beziehung zu Jeffrey Epstein oder Ghislaine Maxwell entschieden zurück.
Forderung nach Anhörungen
Die First Lady fordert den Kongress auf, Opfer unter Eid aussagen zu lassen, worauf der Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses bereits einging.
Kritik der Opferverbände
Überlebende kritisieren den Auftritt als Ablenkungsmanöver von den Versäumnissen der Regierung bei der Aktenfreigabe.
First Lady Melania Trump hielt am Donnerstag, den 9. April 2026, eine überraschende Ansprache im Weißen Haus, in der sie jegliche enge Beziehung zu Jeffrey Epstein oder dessen Partnerin Ghislaine Maxwell bestritt. Analysten bezeichneten den Auftritt als gänzlich beispiellos für eine amtierende First Lady. Unter dem präsidentiellen Siegel im Foyer des Weißen Hauses erklärte Melania Trump, sie habe Donald Trump 1998 auf einer Party in New York kennengelernt und sei Epstein erst im Jahr 2000 bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit ihrem Ehemann erstmals begegnet. Sie widersprach Darstellungen, wonach Epstein sie Donald Trump vorgestellt habe, bestritt, ein Opfer seines Missbrauchs gewesen zu sein, und gab an, zum damaligen Zeitpunkt keine Kenntnisse über seine kriminellen Aktivitäten gehabt zu haben. Die Ansprache dauerte laut New York Times weniger als sechs Minuten, hinterließ die im Weißen Haus versammelten Journalisten jedoch in einem Zustand, den die Zeitung als fassungslos beschrieb. „„Die Lügen, die mich mit dem ehrlosen Jeffrey Epstein in Verbindung bringen, müssen heute aufhören. Ich war nie mit Epstein befreundet. Ich hatte keine Beziehung zu Epstein oder seiner Komplizin Maxwell.“” — Melania Trump via Stirile ProTV Ihr leitender Berater Marc Beckman erklärte gegenüber Reuters, sie habe sich geäußert, weil es nun genug sei und die Lügen ein Ende haben müssten. Kongress kündigt Anhörungen nach Appell der First Lady anMelania Trump nutzte die Ansprache, um den Kongress zur Durchführung öffentlicher Anhörungen aufzufordern, die sich speziell auf die Überlebenden von Epsteins Missbrauch konzentrieren sollen. Sie drängte darauf, den Opfern die Möglichkeit zu geben, unter Eid auszusagen. „„Ich appelliere an den Kongress, den Opfern von Epstein eine öffentliche Anhörung anzubieten, die sich speziell auf die Überlebenden konzentriert. Geben Sie diesen Opfern die Gelegenheit, unter Eid vor dem Kongress auszusagen. Nur dann werden wir die Wahrheit erfahren.“” — Melania Trump via Stirile ProTV Der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses des Repräsentantenhauses, James Comer, gab am 10. April 2026 bekannt, dass das Gremium als direkte Reaktion auf den Appell der First Lady Anhörungen mit Epsteins Opfern durchführen werde. Die Ankündigung erfolgte am selben Tag, an dem das Justizministerium bestätigte, dass Justizministerin Pam Bondi einer Vorladung vor den Ausschuss für Aufsicht und Reform nicht nachkommen werde. Dort hätte sie Fragen zur Handhabung der Epstein-Ermittlungen und zur Freigabe zugehöriger Akten beantworten sollen. Das Zusammentreffen dieser Ereignisse lenkte erhebliche Aufmerksamkeit auf den allgemeinen Umgang der Regierung mit dem Fall Epstein. Überlebende werfen First Lady Ablenkungsmanöver vorEine Gruppe von 13 Überlebenden und Angehörigen der verstorbenen Virginia Giuffre – einer der bekanntesten Anklägerinnen Epsteins – veröffentlichte eine Erklärung, in der Melania Trumps Ansprache kritisiert wurde. Sie werteten den Auftritt eher als Ablenkung von der eigenen Verantwortung denn als Streben nach Gerechtigkeit. „„Die Überlebenden von Jeffrey Epstein haben bereits außergewöhnlichen Mut bewiesen, indem sie an die Öffentlichkeit getreten sind, Klagen eingereicht und Zeugenaussagen gemacht haben. Ihnen jetzt noch mehr abzuverlangen, ist eine Abwälzung der Verantwortung, keine Gerechtigkeit.“” — Gruppe von 13 Überlebenden und Angehörigen via Digi24 Die Gruppe warf der First Lady zudem vor, den Fokus von den Machthabern wegzulenken. Sie verwiesen dabei insbesondere auf das Versäumnis der Trump-Administration, das Gesetz zur Transparenz der Epstein-Unterlagen vollständig umzusetzen, und forderten Pam Bondi auf, sich für zurückgehaltene Dokumente und die Offenlegung von Identitäten der Überlebenden zu verantworten. Nach Ansicht der Überlebenden gefährden diese Versäumnisse weiterhin Leben, während jene geschützt würden, die den Missbrauch ermöglichten. Beobachter merkten an, dass Melania Trumps Name in keinem offiziellen Dokument im Zusammenhang mit dem Fall Epstein auftaucht, wenngleich sich entsprechende Gerüchte seit Jahren hartnäckig halten. Die Erklärung der Überlebenden unterstrich die Spannung zwischen der Forderung der First Lady nach Transparenz und dem gleichzeitigen Widerstand der Regierung gegen die parlamentarische Kontrolle der Epstein-Akten. Ehemalige Stabschefin sieht strategisches KalkülStephanie Grisham, die während Donald Trumps erster Amtszeit als Stabschefin und Pressesprecherin für Melania Trump tätig war, gab eine pointierte Einschätzung der Rede ab. „„Melania Trump wägt alles, was sie tut, sehr lange ab; sie agiert strategisch und wusste genau, dass ihr Auftritt in der Residenz des Weißen Hauses hinter diesem Pult hohe Wellen schlagen würde.“” — Stephanie Grisham via Stirile ProTV Die Analystin Kate Andersen Brower erklärte gegenüber Reuters, die Ansprache unter dem präsidentiellen Siegel breche drastisch mit der modernen Tradition für First Ladies und sei vollkommen beispiellos. Kommentare der laSexta-Korrespondentin María Estévez ordneten die Rede in ein breiteres Muster ein und sprachen von einer „Melania 2.0“, die in dieser Amtszeit selbstbewusster auftrete und sich aktiv von Donald Trump distanziere. Der Abgeordnete Suhas Subramanyam aus Virginia hinterfragte öffentlich den Zeitpunkt und warf die Möglichkeit auf, dass der Auftritt von laufenden Verhandlungen mit dem Iran ablenken oder die Vermarktung des Buches der First Lady unterstützen sollte. Eine weitere Analyse, über die The Daily Beast berichtete, legte nahe, dass das Weiße Haus den erneuten Fokus auf den Epstein-Skandal als weniger schädlich eingestuft haben könnte als die anhaltende Prüfung der internationalen Positionierung der Regierung. Der Zeitpunkt, der Umfang und der Rahmen der Rede warfen zudem Fragen auf, ob ein solcher Auftritt ohne Abstimmung mit der präsidialen Administration hätte stattfinden können.Jeffrey Epstein starb am 10. August 2019 in Bundeshaft, während er auf seinen Prozess wegen Bundesanklagen zum Sexualhandel wartete. Seine Komplizin Ghislaine Maxwell wurde in der Folge wegen Menschenhandels und damit verbundener Delikte verurteilt. Der Fall sorgt aufgrund der Verwicklung zahlreicher prominenter Persönlichkeiten und anhaltender Streitigkeiten über die Veröffentlichung zugehöriger Dokumente weiterhin für politische Kontroversen. Melania Trump war Gegenstand hartnäckiger Online-Spekulationen über ihre Verbindungen zu Epstein, obwohl ihr Name laut Berichterstattung in keinem offiziellen Rechtsdokument des Falls erscheint.Wichtige Ereignisse zu Melania Trumps Epstein-Erklärung: — ; — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Melania Trump — Pierwsza Dama Stanów Zjednoczonych od 2025 roku
- Jeffrey Epstein — Amerykański finansista i sprawca przestępstw seksualnych na tle dziecięcym, zmarły w 2019 roku
- Ghislaine Maxwell — Brytyjska celebrytka skazana za handel ludźmi w celach seksualnych
- James Comer — Reprezentant USA z Kentucky i przewodniczący Komisji Nadzoru Izby Reprezentantów
- Virginia Giuffre — Amerykańsko-australijska działaczka na rzecz ofiar handlu ludźmi
- Stephanie Grisham — Była urzędniczka Białego Domu i 32. sekretarz prasowa Białego Domu
- Kate Andersen Brower — Autorka i dziennikarka specjalizująca się w historii Białego Domu
- Marc Beckman — Starszy doradca Melanii Trump
- María Estévez — Korespondentka w Los Angeles dla hiszpańskiej sieci telewizyjnej laSexta
Sources: 59 articles
- Epstein? Melania "tinha o direito de falar, não me incomoda", diz Trump (Notícias ao Minuto)
- Former Melania Trump aide calls 'BS' on Trump not knowing about Epstein speech (The Independent)
- Melania Trump's speech propels Epstein crisis back to forefront (BBC)
- Trump Says First Lady 'Had a Right' to Talk About Epstein (The New York Times)
- María Estévez, tras las inusuales palabras de Melania sobre Epstein: "Lo que quiere es distanciarse de Donald Trump" (LaSexta)
- Affaire Epstein : Melania Trump nie tout lien avec Jeffrey Epstein (France 24)
- Melania Trump's Epstein speech 'entirely unprecedented', author says (Reuters)
- Melania Trump quebra o silêncio sobre ligação a Jeffrey Epstein: "Cuidado com aquilo em que acreditam" (SAPO)
- Supraviețuitorii abuzurilor lui Epstein o acuză pe Melania Trump că "transferă responsabilitatea" asupra victimelor (Digi24)
- Melania Trump zabrała głos. "Wszyscy są zdziwieni, dlaczego akurat teraz" (TVN24)