Die ehemalige US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat am 10. April 2026 eine mögliche Präsidentschaftskandidatur für das Jahr 2028 in Aussicht gestellt. Bei einem Auftritt in New York signalisierte sie gegenüber dem Bürgerrechtler Al Sharpton deutliches Interesse an einer erneuten Bewerbung. Harris nutzte die Bühne zudem für deutliche Kritik an der Außenpolitik der Regierung unter Donald Trump.

Mögliche Kandidatur 2028

Kamala Harris prüft öffentlich eine erneute Bewerbung um das US-Präsidentenamt und erhielt dafür in New York breite Unterstützung.

Kritik an Trump-Außenpolitik

Harris wirft der amtierenden Trump-Regierung vor, durch den Umgang mit dem Iran-Krieg den globalen Einfluss der USA geschwächt zu haben.

Stellung innerhalb der Partei

Trotz ihrer Niederlage 2024 führt Harris Umfragen unter potenziellen demokratischen Vorwahlkandidaten an und verfügt über eine reaktivierte politische Infrastruktur.

Die ehemalige Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten, Kamala Harris, erklärte am 10. April 2026, dass sie eine Präsidentschaftskandidatur für das Jahr 2028 in Erwägung zieht. Gegenüber dem Bürgerrechtler Al Sharpton äußerte sie auf einem Kongress des National Action Network in New York, dass sie in das Rennen einsteigen könnte. Harris, die die Präsidentschaftswahl 2024 gegen Donald Trump verloren hatte, äußerte sich während eines direkten Austauschs mit Sharpton auf der Bühne vor einem Publikum, das mit Applaus und „Run again“-Rufen reagierte. Die Aussage kam zwar noch keiner formellen Erklärung gleich, markierte jedoch ihr bisher deutlichstes öffentliches Signal bezüglich ihrer politischen Zukunft. Harris nutzte den Auftritt zudem, um den Umgang der Trump-Administration mit dem Krieg gegen den Iran zu kritisieren; sie argumentierte, dass die Vereinigten Staaten unter dem amtierenden Präsidenten an globalem Einfluss verloren hätten. Berichten zufolge erhielt sie als einzige unter allen potenziellen Kandidaten für 2028, die auf dem Kongress erschienen, stehende Ovationen.

Harris betont ihre Erfahrung und kündigt weiteren Austausch an Harris legte im Gespräch mit Sharpton detailliert ihre Qualifikationen dar und verwies auf ihre vierjährige Amtszeit als 49. Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten. „Ich habe vier Jahre lang nur einen Schritt vom Amt der Präsidentin der Vereinigten Staaten entfernt gedient. Ich habe unzählige Stunden in meinem Büro im West Wing verbracht, nur wenige Schritte vom Oval Office entfernt. Ich war unzählige Stunden im Oval Office und im Lagezentrum (Situation Room). Ich weiß, was das Amt mit sich bringt und was dafür erforderlich ist.” — Kamala Harris via Notícias ao Minuto Ihre Überlegungen knüpfte sie an die Frage, wie und wo sie dem amerikanischen Volk am besten dienen könne. „Ich denke darüber im Kontext der Frage nach, wer, wo und wie man die beste Arbeit für das amerikanische Volk leisten kann. So denke ich darüber nach. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.” — Kamala Harris via Notícias ao Minuto Harris thematisierte auch die Innenpolitik und argumentierte, dass der politische Status quo für viele Amerikaner versagt habe und die Öffentlichkeit Fortschritt statt bürokratischer Verfahren wünsche. Sharpton merkte auf der Bühne an, dass Harris bei ihrer Wahlniederlage 2024 mehr Stimmen erhalten habe als die ehemaligen demokratischen Präsidenten Barack Obama und Bill Clinton. „Was auch immer sie entscheidet: Sie hat ihre Spuren in der Geschichte hinterlassen.” — Al Sharpton via Diario de Noticias

Großes Feld potenzieller demokratischer Bewerber in New York Der NAN-Kongress zog über sein viertägiges Programm ein breites Spektrum potenzieller demokratischer Bewerber für 2028 an, von denen fast alle Interesse an einer Kandidatur bekundeten oder diese zumindest nicht ausschlossen. Der ehemalige Verkehrsminister Pete Buttigieg, der Gouverneur von Pennsylvania, Josh Shapiro, Marylands Gouverneur Wes Moore, Illinois' Gouverneur JB Pritzker, Kentuckys Gouverneur Andy Beshear, der Senator aus Arizona, Mark Kelly, und der kalifornische Abgeordnete Ro Khanna traten bei der Veranstaltung auf. Auch der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom, der aus seinen Ambitionen kein Geheimnis macht, wurde neben der New Yorker Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez und dem Senator aus Arizona, Ruben Gallego, als führender potenzieller Kandidat genannt. Mehrere in Berichten zitierte Umfragen sehen Harris unter den potenziellen Kandidaten der demokratischen Vorwahlen vorne, insbesondere vor Newsom. Berichten vom Kongress zufolge sprachen nahezu alle anwesenden potenziellen Kandidaten in ihren Gesprächen mit Sharpton den laufenden, von den USA geführten Krieg gegen den Iran an. Zum jetzigen Zeitpunkt wurde noch keine Kandidatur formell erklärt; die ersten Vorwahlen der Demokraten werden für 2027 erwartet.

Buchtour und neues PAC signalisieren politische Präsenz Harris ist seit ihrer Niederlage im Jahr 2024 öffentlich präsent geblieben und wirbt für ihr Buch „107 Days“, das die 107 (Tage) — Dauer ihres Präsidentschaftswahlkampfs 2024 seit dem Rückzug von Präsident Joe Biden am 21. Juli 2024 dokumentiert. Das im September 2025 erschienene Buch enthält Harris’ Schilderung ihrer Beziehung zu Biden und seinem engsten Kreis; sie beschreibt dort, dass die Demokraten durch die späte Entscheidung über eine erneute Kandidatur in eine schwierige Lage geraten seien. Kürzlich gründete Harris ein Political Action Committee und unternahm Reisen durch das Land, um demokratische Kandidaten zu unterstützen, mit einem Schwerpunkt auf den Südstaaten. Im Februar 2026 reaktivierte sie ein Social-Media-Konto auf X, das sie bereits im Wahlkampf 2024 genutzt hatte, mit dem Ziel, junge Amerikaner zu informieren und gewählte Amtsträger sowie Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft hervorzuheben. Als Harris bereits Monate zuvor ankündigte, ihre Promotion-Tour bis ins Jahr 2026 fortzusetzen, werteten dies Kommentatoren als Signal für eine Rückkehr in die Bundespolitik. Ihr aktueller Zeitplan, die PAC-Gründung und ihre Äußerungen auf dem NAN-Kongress stützen diese Interpretation im Vorfeld der voraussichtlich hart umkämpften Vorwahlen.

Mentioned People

  • Kamala Harris — Amerykańska polityk i prawniczka, 49. wiceprezydent Stanów Zjednoczonych w latach 2021–2025
  • Al Sharpton — Amerykański aktywista na rzecz praw obywatelskich, założyciel National Action Network
  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
  • Gavin Newsom — 40. gubernator Kalifornii sprawujący urząd od 2019 roku
  • Pete Buttigieg — Amerykański polityk, 19. sekretarz transportu USA w latach 2021–2025
  • JB Pritzker — 43. gubernator Illinois sprawujący urząd od 2019 roku
  • Wes Moore — 63. gubernator Maryland urzędujący od 2023 roku
  • Josh Shapiro — 48. gubernator Pensylwanii sprawujący urząd od 2023 roku
  • Mark Kelly — Senator USA z Arizony i emerytowany astronauta

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