Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat seine volle Unterstützung für den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán bekundet. Zwei Tage vor der Wahl am 12. April 2026 bezeichnete er Orbán als „starken und effektiven Anführer“. Aktuelle Umfragen sehen die Regierungspartei Fidesz jedoch erstmals seit 16 Jahren deutlich hinter der Opposition unter Péter Magyar.
Trump unterstützt Orbán offiziell
Donald Trump empfiehlt den ungarischen Wählern die Wiederwahl Viktor Orbáns und lobt dessen Führungsstil.
Opposition unter Péter Magyar in Umfragen vorn
Die Tisza-Partei liegt laut aktuellen Erhebungen teils deutlich vor Orbáns Fidesz, wobei die Zahl der Unentschlossenen bei 25 Prozent liegt.
US-Diplomatie in Budapest
Vor Trumps Post reisten bereits Vizepräsident J.D. Vance und Außenminister Marco Rubio nach Ungarn, um Unterstützung zu signalisieren.
Orbán warnt vor ausländischer Einmischung
Der Ministerpräsident bezeichnet die Wahl als existenzielle Entscheidung und wirft Gegnern die Zusammenarbeit mit Geheimdiensten vor.
US-Präsident Donald Trump hat am Freitag, den 10. April 2026, eine direkte Wahlempfehlung für den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán ausgesprochen und die ungarischen Wähler aufgerufen, bei der Parlamentswahl am Sonntag für ihn zu stimmen. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social beschrieb Trump Orbán als einen „starken und effektiven Anführer“ sowie als „wahren Freund, Krieger und GEWINNER“. Er fügte hinzu, dass Orbán für seine Wiederwahl als Ministerpräsident seine „vollständige und uneingeschränkte Unterstützung“ genieße. Trump argumentierte, dass die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Ungarn während seiner Amtszeit ein „neues Niveau der Zusammenarbeit und spektakuläre Erfolge“ erreicht hätten, was er Orbán zuschrieb. Orbán reagierte umgehend auf X, indem er Trumps Nachricht mit den Worten „Danke, Herr Präsident!“ teilte. Die Unterstützung erfolgte zwei Tage vor den ungarischen Parlamentswahlen, die für Sonntag, den 12. April 2026, angesetzt sind.
Vance und Rubio reisten bereits vor Trumps Beitrag nach Budapest Trumps Empfehlung in den sozialen Medien bildete den Höhepunkt einer anhaltenden diplomatischen Initiative der USA in Budapest. US-Außenminister Marco Rubio war bereits im Februar 2026 nach Budapest gereist, um seine Unterstützung für Orbáns Wahlkampf auszudrücken. US-Vizepräsident J.D. Vance folgte am 7. und 8. April mit einem Besuch, bei dem er gemeinsam mit Orbán auf einer Wahlkampfveranstaltung auftrat, zu der Trump per Telefon zugeschaltet war. Bei dieser Kundgebung warf Vance der Europäischen Union vor, eine Niederlage Orbáns herbeiführen zu wollen. Brüssel habe „versucht, die Wirtschaft Ungarns zu zerstören“ und die „Energieunabhängigkeit Ungarns zu schwächen“. Vance wandte sich zudem direkt an die ungarischen Wähler und forderte sie auf, zur Verteidigung der Souveränität und der westlichen Zivilisation „hinter Viktor Orbán zu stehen“. Der stellvertretende deutsche Regierungssprecher Sebastian Hille wies diese Behauptungen zurück und erklärte, man weise diese Anschuldigungen des US-Vizepräsidenten von sich. Die Intervention erregte in den europäischen Hauptstädten großes Aufsehen; die Deutsche Welle bezeichnete die Abstimmung in Ungarn als die „entscheidendste Wahl in Europa in diesem Jahr“.
„„Die Bürokraten in Brüssel haben versucht, die Wirtschaft Ungarns zu zerstören. Sie haben versucht, die Energieunabhängigkeit Ungarns zu verringern. Sie haben versucht, die Kosten für die ungarischen Verbraucher in die Höhe zu treiben. Und all das taten sie, weil sie diesen Mann hassen.“” — J.D. Vance via Rzeczpospolita
Umfragen sehen Magyar vorn – ein Viertel der Wähler noch unentschlossen Trotz der prominenten Unterstützung aus den USA sehen unabhängige Umfragen Orbáns Fidesz-Partei beständig hinter der Opposition. Eine Erhebung des Publicus-Instituts, die zwischen dem 7. und 9. April durchgeführt und von der ungarischen Zeitung Nepszava veröffentlicht wurde, sah die Tisza-Partei von Péter Magyar bei 38 Prozent unter allen Wählern, verglichen mit 29 Prozent für Orbáns Fidesz. Bei den bereits entschlossenen Wählern lag Magyar mit 52 Prozent zu 39 Prozent vorn. Das Forschungszentrum Medián, zitiert von Rzeczpospolita, veröffentlichte eine Simulation auf Basis von fünf vorangegangenen Umfragen, wonach Tisza eine verfassungsgebende Zweidrittelmehrheit im Parlament erreichen könnte – dieselbe Supermehrheit, die derzeit Fidesz innehat. Eine weitere von Libertatea zitierte Umfrage sah Tisza bei 48 Prozent, Fidesz bei 30 Prozent und die Mi-Hazánk-Bewegung bei 4 Prozent. Ein wesentlicher Faktor bleibt die Zahl der Unentschlossenen: Laut der Publicus-Umfrage hatte jeder vierte Wahlberechtigte – 25 Prozent – noch keine Entscheidung getroffen. In einem Interview mit der Associated Press bezeichnete Magyar die Wahl als „Referendum“ über den Platz Ungarns in der Welt.
„„Die Ungarn sind nach wie vor der Meinung, dass der Frieden und die Entwicklung Ungarns durch die Mitgliedschaft in der Europäischen Union und der NATO garantiert werden. Ich glaube, dies wird in der Tat ein Referendum über den Platz unseres Landes in der Welt sein.“” — Péter Magyar via Libertatea
Magyar (Tisza) — alle Wähler: 38, Orbán (Fidesz) — alle Wähler: 29, Magyar (Tisza) — entschlossene Wähler: 52, Orbán (Fidesz) — entschlossene Wähler: 39
Orbán warnt vor ausländischen Verschwörungen und betont Bedeutung der Wahl In einem am Freitag veröffentlichten Facebook-Video stellte Orbán die Wahl in existenziellen Begriffen dar. Er listete die Errungenschaften seiner 16-jährigen Regierungszeit auf und warnte zugleich, dass alles Erreichte verloren gehen könnte. Er warf der Opposition vor, mit „ausländischen Geheimdiensten zu konspirieren“ und einen „organisierten Versuch zu unternehmen, Chaos, Druck und internationale Dämonisierung einzusetzen“, um den Willen der ungarischen Wähler zu brechen. Zudem verurteilte er angebliche Drohungen gegen seine Unterstützer, konstruierte Vorwürfe des Wahlbetrugs und vorab organisierte Demonstrationen, die bereits vor der Stimmauszählung geplant seien. Auf X schrieb Orbán am 9. April separat, dass Einmischungen von außen in die Wahl „inakzeptabel“ seien. Eine patriotische Regierung in Budapest würde niemals Geld an die Ukraine senden oder deren EU-Beitritt unterstützen. Trump merkte in seinem Unterstützungsschreiben an, dass er Orbán bereits bei den Parlamentswahlen 2022 unterstützt habe: „Ich habe Viktor bei den Wahlen 2022 mit Stolz unterstützt und fühle mich geehrt, dies erneut zu tun.“ Die Wahl am Sonntag ist laut Rzeczpospolita die erste seit 16 Jahren, bei der ein Machtwechsel als realistisches Szenario gilt.
Viktor Orbán führt Ungarn seit 2010 ununterbrochen an, nachdem die Fidesz-Partei damals eine überwältigende Mehrheit im Parlament gewonnen hatte. Seine Regierung wird von EU-Institutionen regelmäßig wegen Unstimmigkeiten bei der Rechtsstaatlichkeit, Einschränkungen der Pressefreiheit und demokratischer Rückschritte kritisiert. Das Verhältnis zwischen Budapest und Brüssel ist zudem durch Orbáns Ablehnung der EU-Sanktionspolitik gegen Russland und seinen Widerstand gegen den EU-Beitrittsprozess der Ukraine belastet. Laut Quellberichten unterstützte Trump Orbán bereits bei der ungarischen Parlamentswahl 2022, was ein Muster der politischen Annäherung beider Akteure verdeutlicht.
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Viktor Orbán — Premier Węgier
- Péter Magyar — Węgierski polityk, poseł do Parlamentu Europejskiego i lider partii Tisza
- Marco Rubio — 72. sekretarz stanu USA i pełniący obowiązki doradcy ds. bezpieczeństwa narodowego
- J. D. Vance — 50. wiceprezydent Stanów Zjednoczonych
Sources: 18 articles
- Lui Trump îi place să aleagă câștigători în alegeri străine. Orbán, cel mai mare test de până acum (Mediafax.ro)
- Trump promite să ajute Ungaria dacă Orban câștigă alegerile în timp ce acuză UE de ingerință "rușinoasă" în scrutinul maghiar - Știrile ProTV (Stirile ProTV)
- Promisiunea lui Trump pentru Ungaria: ajutor economic dacă Orban câștigă alegerile. "Administraţia mea își va folosi întreaga putere" (Digi24)
- Ο Τραμπ θα βοηθήσει την Ουγγαρία... εάν εκλεγεί ο Ορμπαν | in.gr (in.gr)
- Donald Trump promete ajuda económica à Hungria se Orbán for reeleito (Observador)
- Trump promete "fortalecer economia da Hungria" se Orbán for reeleito (Notícias ao Minuto)
- USA: Trump obiecał wsparcie gospodarki Węgier jeśli w wyborach wygra Viktor Orban (wnp.pl)
- Trump promet d'aider l'économie hongroise si Orban gagne les élections (La Libre.be)
- Mită electorală promisă ungurilor de Donald Trump dacă-l realeg pe Viktor Orban. "Suntem încântați să investim" (Ziare.com)
- Le Pen doceniła antywojenną politykę Orbana. "Jedyne rozwiązanie" (Do Rzeczy)