Auf dem Gelände des Weißen Hauses steht seit Ende März 2026 eine Statue von Christopher Columbus. Die Trump-Regierung ließ die Nachbildung einer 2020 in Baltimore gestürzten Figur im Rahmen der Feiern zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit aufstellen. Das Leihobjekt soll bis zum Ende der laufenden Amtszeit von Präsident Donald Trump dort bleiben.

Nachbildung auf dem Gelände des Weißen Hauses

Die Trump-Regierung ließ am 23. März 2026 eine Columbus-Statue am Eisenhower Executive Office Building aufstellen. Die Maßnahme ist Teil der Feiern zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit.

Original wurde 2020 in Baltimore gestürzt

Die Vorlage stand in Baltimores Little Italy, bis Demonstranten die Statue nach der Tötung von George Floyd in den Inner Harbor warfen.

Leihgabe bis zum Ende von Trumps Amtszeit

Nach Angaben aus dem Umfeld von John Pica ist die Statue dem Weißen Haus nur vorübergehend überlassen worden und soll bis Januar 2029 bleiben.

Privat finanziert und von Tauchern geborgen

John Pica erklärte, seine Organisation habe Teile des Originals aus dem Hafen bergen lassen und die Nachbildung mit privaten Spenden und Fördergeldern finanziert.

Teil eines größeren kulturpolitischen Streits

Die Aufstellung steht im Zusammenhang mit den anhaltenden Auseinandersetzungen über Columbus, den Columbus Day und die amerikanische Erinnerungskultur.

Die Trump-Regierung hat am 23. März 2026 auf dem Gelände des Eisenhower Executive Office Building auf dem Areal des Weißen Hauses eine Statue von Christopher Columbus aufstellen lassen. Die Maßnahme ist Teil des Gedenkprogramms der Regierung zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit. Bei der Statue handelt es sich um eine Nachbildung eines Marmororiginals, das bis 2020 im Viertel Little Italy in Baltimore stand. Damals stürzten Demonstranten die Figur nach der Tötung von George Floyd und warfen sie in den Inner Harbor der Stadt. Der Sprecher des Weißen Hauses, Davis Ingle, bezeichnete Columbus in einer Erklärung zur Aufstellung als „Helden“. Die Nachbildung wurde dem Weißen Haus als Leihgabe überlassen und soll dort bis zum Ende der laufenden Amtszeit von Präsident Donald Trump verbleiben. Der Schritt ist der jüngste in einer Reihe von Maßnahmen der Regierung, die öffentliche Würdigung von Columbus wieder zu stärken. Die historische Figur ist in den Vereinigten Staaten zu einem zentralen Bezugspunkt in Debatten über das Geschichtsverständnis des Landes geworden.

Italienisch-amerikanische Gruppe barg Statue vom Hafenboden Die Geschichte der Nachbildung beginnt unmittelbar nach dem Sturz der Statue im Jahr 2020. John Pica, ein Lobbyist aus Maryland, Präsident von Italian American Organizations United und früherer Senator des Bundesstaats Maryland, mobilisierte nach eigenen Angaben seine Organisation, um das Original zu bergen. Pica sagte, seine Organisation habe Taucher beauftragt, Teile der Statue aus dem Inner Harbor zu holen. Anschließend seien über Fördergelder und private Spenden Mittel gesammelt worden, um einen Bildhauer aus Maryland mit dem Wiederaufbau zu beauftragen. Die Nachbildung sei bereits seit mehreren Jahren fertig gewesen und habe eingelagert gelegen, bis Pica in der vergangenen Woche einen Anruf erhalten habe, dass das Weiße Haus sie haben wolle. Nach Angaben Picas wurde die Statue am Sonntag, 22. März 2026, gegen 2.00 Uhr morgens aufgestellt. Pica bezeichnete das Gelände des Weißen Hauses als einen Ort, an dem die Statue „friedlich wirken und geschützt sein“ könne.

„Für italienische Amerikaner ist das ein Grund zu Stolz. Christopher Columbus ist, ungeachtet der Kontroversen um seine Person, für italienische Amerikaner ein Symbol des Stolzes und des Abenteuers.” — John Pica via NPR

Pica räumte zugleich ein, dass das Vermächtnis von Columbus komplex sei. Italienische Amerikaner seien gewissermaßen mit Columbus als Symbol „festgelegt“, sagte er. Die Feiern zum Columbus Day in der Gemeinschaft seien genauer betrachtet eher Feiern des italienischen Erbes als des Entdeckers selbst.

Originalstatue 1984 von Reagan gewidmet Die ursprüngliche Marmorstatue in Baltimore wurde im Oktober 1984 vom früheren Bürgermeister von Baltimore, William Donald Schaefer, und Präsident Ronald Reagan eingeweiht. Christopher Columbus, ein italienischer Entdecker und Navigator aus der Republik Genua, absolvierte im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert vier von Spanien finanzierte Reisen über den Atlantik und ebnete damit den Weg für die umfassende europäische Erkundung des amerikanischen Kontinents. In den vergangenen Jahrzehnten ist Columbus in den Vereinigten Staaten zu einer umstrittenen historischen Figur geworden. Kritiker verweisen auf die Folgen der europäischen Kolonisierung für indigene Bevölkerungen, Unterstützer heben seine Rolle bei der Verbindung der Alten und der Neuen Welt hervor. Die Welle von Denkmalentfernungen im Jahr 2020 nach der Tötung von George Floyd betraf Columbus-Monumente in mehreren amerikanischen Städten. Die Aufstellung am Weißen Haus ist nicht die erste öffentliche Geste der Regierung zugunsten von Columbus. Bereits im vergangenen Jahr veröffentlichte die Trump-Regierung eine Proklamation zum Columbus Day, in der sie jene direkt kritisierte, die das Vermächtnis des Entdeckers infrage gestellt haben. In der Proklamation wurde Columbus als Ziel einer aus Sicht der Regierung „boshaften und erbarmungslosen Kampagne“ beschrieben, die darauf abziele, „unsere Geschichte auszulöschen, unsere Helden zu verleumden und unser Erbe anzugreifen“. Die Statue steht nun an der Nordseite des Eisenhower Executive Office Building mit Blick auf die Pennsylvania Avenue. In der Erklärung von Davis Ingle wurde die Aufstellung ausdrücklich in die breitere Gedenkagenda der Regierung zum „250. Jahrestag der Unabhängigkeit“ eingeordnet.

„Während wir den 250. Jahrestag der Unabhängigkeit unserer Nation begehen, ist das Weiße Haus stolz darauf, das legendäre Leben und Vermächtnis von Christopher Columbus mit einer aus seiner Sicht angemessenen Statue auf dem Gelände des Weißen Hauses zu würdigen. In diesem Weißen Haus ist Christopher Columbus ein Held, und Präsident Trump wird dafür sorgen, dass er auch für kommende Generationen in dieser Weise geehrt wird.” — Davis Ingle via NPR

Statue ist Leihgabe und privat finanziert Die Nachbildung wurde vollständig durch private Spenden und Fördergelder finanziert. Öffentliche Mittel werden in der von Pica geschilderten Darstellung nicht genannt. Die Statue ist dem Weißen Haus formell als Leihgabe überlassen worden und keine dauerhafte Installation. Ihre Standzeit ist an die laufende Amtszeit Trumps gebunden, die bis Januar 2029 dauert. Auch der Feiertag Columbus Day ist seit Jahren ein wiederkehrender Konfliktpunkt in der amerikanischen Kulturpolitik. Eine wachsende Zahl von Bundesstaaten und Kommunen hat ihn durch den Indigenous Peoples' Day ersetzt. Die Trump-Regierung hat sich dieser Entwicklung wiederholt entgegengestellt und mit bundesweiten Proklamationen sowie nun auch mit einem physischen Monument auf dem Platz von Columbus in der nationalen Erzählung bestanden. Pica wiederum zog eine Unterscheidung zwischen der Ehrung von Columbus als Symbol italienisch-amerikanischer Identität und einer Feier der Taten des Entdeckers. Seine Gemeinschaft erhebe an dem Feiertag keinen Trinkspruch auf Columbus, sondern begehe ihr eigenes kulturelles Erbe.

Perspektywy mediów: Kritiker sehen in der Aufstellung eine politisch motivierte Provokation, die indigene Perspektiven und die nachvollziehbaren Gründe hinter den Denkmalentfernungen von 2020 missachte. Unterstützer betrachten die Statue als Wiederherstellung amerikanischen Erbes und als Zurückweisung dessen, was sie als ideologisch motivierte Auslöschung historischer Figuren bezeichnen.

Mentioned People

  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
  • Christopher Columbus — włoski odkrywca i żeglarz z Republiki Genui, który odbył cztery finansowane przez Hiszpanię wyprawy przez Atlantyk
  • Davis Ingle — rzecznik Białego Domu
  • John Pica — lobbysta z Maryland, były senator stanowy i prezes Italian American Organizations United

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