Die italienische Nationalmannschaft hat die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 durch eine Niederlage im Play-off-Finale gegen Bosnien-Herzegowina verpasst. Nach einer Roten Karte gegen Alessandro Bastoni unterlag der viermalige Weltmeister in Zenica mit 1:4 im Elfmeterschießen. Für die Squadra Azzurra ist es das dritte Mal in Folge, dass sie beim wichtigsten Fußballturnier der Welt fehlt.

WM-Aus im Elfmeterschießen

Italien verliert das Play-off-Finale gegen Bosnien-Herzegowina mit 1:4 im Elfmeterschießen nach einem 1:1 nach Verlängerung.

Vermeidbare Rote Karte

Alessandro Bastoni wurde in der 41. Minute des Feldes verwiesen, was Italien zu einer über 80-minütigen Unterzahl zwang.

Historischer Negativrekord

Der viermalige Weltmeister verpasst zum dritten Mal in Folge eine Weltmeisterschaftsendrunde (2018, 2022, 2026).

Erfolg für Bosnien

Die Gastgeber aus Bosnien-Herzegowina qualifizieren sich zum zweiten Mal in ihrer Geschichte für eine Fußball-WM.

Italien hat die Qualifikation für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 verpasst. Die Mannschaft unterlag am Dienstag im europäischen Play-off-Finale in Zenica gegen Bosnien-Herzegowina im Elfmeterschießen mit 1:4. Damit fehlt der viermalige Weltmeister zum dritten Mal in Folge bei einer Endrunde. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Moise Kean brachte Italien in der 15. Minute zunächst in Führung. Die Begegnung nahm jedoch eine entscheidende Wende, als Verteidiger Alessandro Bastoni in der 41. Minute die Rote Karte erhielt. Die Auswahl von Gennaro Gattuso musste die gesamte zweite Halbzeit sowie die Verlängerung in Unterzahl bestreiten. Haris Tabaković erzielte in der 79. Minute den Ausgleich für Bosnien-Herzegowina. Trotz der Unterzahl hielt Italien das Unentschieden bis zum Ende der Verlängerung, scheiterte dann jedoch im Elfmeterschießen: Pio Esposito und Bryan Cristante vergaben ihre Versuche, während die bosnischen Schützen vier Treffer erzielten und damit die Qualifikation sicherten.

Das Fehlen Italiens bei Weltmeisterschaften hat sich für die erfolgreiche Fußballnation zu einer dauerhaften Krise entwickelt. Die Nazionale war zuletzt 2014 in Brasilien bei einer WM vertreten, schied damals jedoch bereits in der Gruppenphase aus. Die Qualifikation für das Turnier 2018 in Russland scheiterte in den Play-offs gegen Schweden, und die WM 2022 in Katar wurde nach einer Niederlage gegen Nordmazedonien durch ein Gegentor in der Nachspielzeit verpasst. Italien hat bislang vier WM-Titel gewonnen, zuletzt im Jahr 2006.

Italiens Scheitern in den WM-Qualifikationen: — ; — ; —

Bastonis Platzverweis als Wendepunkt in Zenica Der Platzverweis von Alessandro Bastoni in der 41. Minute veränderte die Statik des Spiels grundlegend und erhöhte den Defensivdruck auf die italienische Elf. Bastoni, der als Innenverteidiger für Inter Mailand spielt und als einer der weltweit besten Akteure auf dieser Position gilt, sah die Rote Karte nach einem Foulspiel, das Beobachter als vermeidbar einstuften. Zwar konnte Italien die Führung bis tief in die zweite Halbzeit verteidigen, kassierte elf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit jedoch den Ausgleich durch Tabaković. In der Verlängerung kämpfte die Elf von Gattuso leidenschaftlich, doch die körperliche und mentale Belastung durch die lange Unterzahl machte sich im abschließenden Elfmeterschießen bemerkbar. Das 1:4 in der Entscheidung vom Punkt verdeutlichte den Einbruch der Konzentration im kritischsten Moment der Qualifikation.

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Bosnien qualifiziert sich zum zweiten Mal für eine Weltmeisterschaft Bosnien-Herzegowina sicherte sich damit einen Platz bei der Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird. Es ist erst die zweite WM-Teilnahme in der Geschichte des Landes nach dem Debüt 2014 in Brasilien – demselben Jahr, in dem Italien letztmalig bei einer Endrunde dabei war. Für den bosnischen Fußball ist dieser Erfolg nach einem dramatischen Spiel in Zenica ein historischer Moment. Italien hingegen steht vor einer langwierigen Aufarbeitung. Zum dritten Mal in Folge scheiterte der Verband im Qualifikationsprozess, womit die Nation, die 1934, 1938, 1982 und 2006 Weltmeister wurde, insgesamt zwölf Jahre ohne WM-Teilnahme bleibt. Gattuso, der die Mannschaft als Commissario tecnico anführt, steht nun angesichts der sportlichen Krise im Fokus der Kritik.

Schweden, Tschechien und die Türkei ebenfalls qualifiziert Neben der Entscheidung um Italien sicherten sich am selben Abend drei weitere europäische Nationen ihr WM-Ticket. Schweden, Tschechien und die Türkei gewannen ihre jeweiligen Play-off-Finals und komplettieren damit das europäische Teilnehmerfeld der Play-off-Runde. Während die zeitgleichen Spiele auf dem gesamten Kontinent für Hochspannung sorgten, stand das Ausscheiden Italiens aufgrund der historischen Bedeutung im Mittelpunkt des Interesses. 3 (WM-Turniere in Folge verpasst) — Italien fehlt bei den Weltmeisterschaften 2018, 2022 und 2026 Ein Scheitern in diesem Ausmaße ist für eine Fußballnation dieses Ranges ohne modernes Vorbild. Das Ergebnis von Zenica wird zweifellos eine breite Debatte über den Zustand und die strukturelle Ausrichtung des italienischen Fußballs auslösen.

Mentioned People

  • Gennaro Gattuso — selekcjoner reprezentacji Włoch
  • Alessandro Bastoni — włoski piłkarz, środkowy obrońca Interu Mediolan i reprezentacji
  • Moise Kean — włoski napastnik, strzelec bramki w 15. minucie
  • Nicolò Barella — włoski pomocnik, asystujący przy bramce otwierającej wynik
  • Haris Tabaković — bośniacki napastnik, zdobywca wyrównującej bramki w 79. minucie
  • Pio Esposito — włoski zawodnik, który nie trafił rzutu karnego
  • Bryan Cristante — włoski pomocnik, który nie wykorzystał rzutu karnego

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