FIFA-Präsident Gianni Infantino hat am Dienstag bestätigt, dass der Iran seine Gruppenspiele bei der Weltmeisterschaft 2026 wie geplant in den USA austragen wird. Damit wies er Forderungen des iranischen Fußballverbandes zurück, die Begegnungen aufgrund des anhaltenden bewaffneten Konflikts nach Mexiko zu verlegen. Infantino gab die Entscheidung während eines Testspiels der iranischen Nationalmannschaft im türkischen Antalya bekannt.
FIFA bestätigt US-Austragungsorte
Gianni Infantino lehnt eine Verlegung der iranischen Gruppenspiele nach Mexiko ab und besteht auf dem ursprünglichen Plan in den USA.
Politischer Druck durch Trump
US-Präsident Trump hatte die Teilnahme des Irans aus Sicherheitserwägungen hinterfragt, während die FIFA auf die vereinbarte Austragung pocht.
Sportlicher Erfolg in Antalya
Parallel zur Bestätigung besiegte der Iran Costa Rica in einem Testspiel mit 5:0, wobei auch Legionär Ali Gholizadeh traf.
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat am Dienstag bestätigt, dass der Iran seine Gruppenspiele bei der Weltmeisterschaft 2026 wie ursprünglich geplant in den Vereinigten Staaten austragen wird. Er wies damit ein offizielles Ersuchen des iranischen Fußballverbandes zurück, die Partien nach Mexiko zu verlegen. Infantino gab diese Entscheidung in der Halbzeitpause eines Freundschaftsspiels bekannt, in dem der Iran Costa Rica in Antalya mit 5:0 besiegte. Die Ankündigung beendet wochenlange Spekulationen darüber, ob das Team auf amerikanischem Boden antreten würde, während sich das Land in einem bewaffneten Konflikt mit den USA und Israel befindet. Infantino schloss alternative Austragungsorte kategorisch aus.
„Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt nur Plan A.” — Gianni Infantino via The Independent
Er fügte hinzu, dass die Nationalmannschaft ihr Volk repräsentiere – sowohl die im Iran lebenden Menschen als auch jene im Ausland.
Infantino nimmt unangekündigt auf der Tribüne Platz
Die Anwesenheit Infantinos beim Spiel in Antalya war nicht im Voraus angekündigt worden. Laut einem Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP nahm der FIFA-Präsident kurz vor dem Anpfiff auf der Tribüne Platz. Er traf sich mit dem iranischen Nationaltrainer Amir Ghalenoei, dem Vizepräsidenten des Verbandes, Mehdi Mohammad Nabi, sowie dem Leiter der internationalen Beziehungen, Omid Jamali. Bereits zur Halbzeit führte der Iran, auch dank zweier Elfmeter, mit 4:0 und baute den Vorsprung nach dem Seitenwechsel zum Endstand aus. Zu den Torschützen gehörte Ali Gholizadeh, der beim polnischen Verein Lech Posen unter Vertrag steht. Das Ergebnis folgte vier Tage nach einer 1:2-Niederlage gegen Nigeria. In einem sozialen Netzwerk schrieb Infantino nach der Begegnung:
„Fußball bringt Einheit und Hoffnung, selbst unter den schwierigsten Umständen, und die FIFA wird den Iran weiterhin unterstützen, um die bestmöglichen Bedingungen für die WM-Vorbereitung zu gewährleisten.” — Gianni Infantino via ANSA
Trump nannte Teilnahme „unangemessen“; Schulangriff belastet Team
Die Frage nach der WM-Teilnahme des Irans ist seit Beginn des bewaffneten Konflikts am 28. Februar 2026, als die USA und Israel Luftangriffe auf den Iran flogen, politisch hochsensibel. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor einen Rückzug des Irans angeregt und erklärt, er halte eine Teilnahme „um ihres eigenen Lebens und ihrer Sicherheit willen“ für nicht angemessen. Infantino hatte Trump zwar zuvor versichert, dass der Iran willkommen sei, doch die öffentlichen Äußerungen des US-Präsidenten sorgten für Verunsicherung. Die iranischen Spieler zeigten ihre Betroffenheit über das Geschehen in der Heimat: Vor dem Nigeria-Spiel am Freitag hielten sie auf dem Spielfeld kleine Rucksäcke in den Händen, um der Opfer eines Raketenangriffs auf eine Grundschule im Südiran am 28. Februar zu gedenken. Laut einem Bericht von „The Independent“ wurde dieser Angriff vermutlich von den USA ausgeführt. Der iranische Fußballverband hatte sich um eine Verlegung der Vorrunde nach Mexiko bemüht, woraufhin die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum die Bereitschaft ihres Landes zur Ausrichtung erklärt hatte. Diese Option ist durch Infantinos Äußerungen nun hinfällig.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird gemeinsam von den USA, Mexiko und Kanada ausgerichtet und findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli statt. Der bewaffnete Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran begann am 28. Februar 2026 mit Luftangriffen, bei denen laut AFP-Berichten auch der damalige Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei und weitere hochrangige Regierungsmitglieder getötet wurden. Der Iran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region. Der Iran qualifizierte sich für die Endrunde und wurde bei der Auslosung im Dezember der Gruppe G zugelost.
Spielplan der Gruppe G: Los Angeles und Seattle im Juni
Bei der Auslosung im vergangenen Dezember wurde der Iran gemeinsam mit Neuseeland, Belgien und Ägypten in die Gruppe G gelost. Das Team trifft am 15. Juni auf Neuseeland und am 21. Juni auf Belgien; beide Partien werden in Inglewood bei Los Angeles ausgetragen. Das dritte Gruppenspiel gegen Ägypten ist für den 26. Juni in Seattle angesetzt. Sollten sowohl der Iran als auch die USA als Tabellenzweite aus ihren jeweiligen Gruppen hervorgehen, könnten sie im Sechzehntelfinale am 3. Juli in Dallas aufeinandertreffen. Das Trainingsquartier der iranischen Mannschaft soll Berichten zufolge in Tucson im US-Bundesstaat Arizona liegen. Infantino bezeichnete die Auswahl als „sehr, sehr starke Mannschaft“ und zeigte sich nach seinem Besuch in Antalya sichtlich zufrieden.
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Mentioned People
- Gianni Infantino — działacz piłkarski i prezydent FIFA od 2016 roku
- Donald Trump — Prezydent Stanów Zjednoczonych
- Amir Ghalenoei — irański trener piłkarski, obecnie selekcjoner reprezentacji Iranu
- Mehdi Mohammad Nabi — pierwszy wiceprezes Federacji Piłkarskiej Islamskiej Republiki Iranu
- Ali Gholizadeh — irański piłkarz występujący w polskim klubie Lech Poznań
Sources: 29 articles
- Naționala Iranului a intrat pe teren cu fotografii ale copiilor uciși. Infantino a dat asigurări că selecționata țării islamice va fi la Mondiale (adevarul.ro)
- Infantino promises FIFA backing for Iran to play at World Cup (Reuters)
- Coupe du monde 2026 : Gianni Infantino assure que l'équipe d'Iran sera présente et jouera ses matchs aux Etats-Unis, malgré les revendications de Téhéran (Le Monde.fr)
- Calcio: Infantino incontra i giocatori iraniani, 'la Fifa vi aiuterà' - Calcio - Ansa.it (ANSA.it)
- 'We want Iran to play, and Iran will play at the World Cup' - Fifa president Gianni Infantino (Irish Independent)
- "Mecze będą tam, gdzie miały być". Szef FIFA o udziale Iranu w mundialu (TVN24.pl)
- Infantino: "L'Iran sera à la Coupe du monde et jouera aux États-Unis (7sur7)
- Infantino insists Iran 'will be at the World Cup' despite US war (The Independent)
- Infantino confirma que Irán jugará el Mundial de fútbol (Deutsche Welle)
- Prezes FIFA: Iran rozegra mecze na terenie USA (rmf24.pl)