Die italienische Nationalmannschaft wird nicht an der Weltmeisterschaft 2026 teilnehmen. Nach einem 1:1 nach Verlängerung unterlagen die Azzurri am 31. März 2026 im Playoff-Finale in Zenica gegen Bosnien-Herzegowina mit 1:4 im Elfmeterschießen.

Drittes WM-Aus in Folge

Italien verpasst nach der Niederlage gegen Bosnien-Herzegowina zum dritten Mal hintereinander eine Weltmeisterschaftsendrunde.

Gattuso unter Druck

Nationaltrainer Gennaro Gattuso entschuldigte sich beim Publikum, ließ seine Zukunft nach dem Ausscheiden jedoch offen.

Strukturelle Kritik

Der italienische Fußballverband FIGC und Präsident Gravina stehen aufgrund systemischer Mängel in der Nachwuchsarbeit in der Kritik.

Italien ist zum dritten Mal in Folge an der Qualifikation für eine FIFA-Weltmeisterschaft gescheitert. Im Playoff-Finale in Zenica verloren die Azzurri am 31. März 2026 nach einem 1:1-Unentschieden im Elfmeterschießen gegen Bosnien-Herzegowina. Moise Kean brachte Italien in der 15. Minute in Führung, doch nach einer Roten Karte für Alessandro Bastoni in der 41. Minute mussten die Gäste in Unterzahl agieren. Haris Tabakovic erzielte in der 79. Minute den Ausgleich für Bosnien-Herzegowina und rettete sein Team in die Verlängerung. Das anschließende Elfmeterschießen endete 4:1 für die Gastgeber, nachdem Pio Esposito und Bryan Cristante für Italien vergaben; lediglich Sandro Tonali verwandelte seinen Strafstoß. Damit steht fest, dass Italien der prominenteste Abwesenheitskandidat der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko sein wird. Gattuso unter Tränen: „Dieses Ergebnis ist ungerecht“Commissario tecnico Gennaro Gattuso trat nach dem Spiel sichtlich erschüttert und den Tränen nahe vor die Mikrofone des Senders Rai. Er entschuldigte sich direkt beim italienischen Publikum, nahm seine Spieler jedoch gegen Kritik in Schutz. „Ich bitte um Entschuldigung, ich habe es nicht geschafft. Ich denke, die Jungs haben diesen Rückschlag angesichts ihres Einsatzes heute nicht verdient. Wir waren nur noch zu zehnt und haben alles gegeben; es ist schade, so ist der Fußball.” — Gennaro Gattuso via Rai Gattuso vermied eine direkte Kritik am Schiedsrichter, bezeichnete den Ausgang der Partie jedoch als unverdient. „Ich möchte nicht über den Unparteiischen oder einzelne Szenen sprechen, aber ich halte das heutige Urteil für ungerecht. Fußball ist manchmal so – ich habe oft gejubelt, aber auch Rückschläge hinnehmen müssen. Dieser hier ist schwer zu verkraften.” — Gennaro Gattuso via Rai Fragen zu seiner persönlichen Zukunft als Nationaltrainer wich er aus und betonte, dass die WM-Qualifikation die einzige Priorität gewesen sei. Dennoch gilt seine Position nach dem Ausscheiden als äußerst gefährdet. Spinazzola sieht letzte WM-Chance verstrichenLeonardo Spinazzola, Verteidiger des Klubs Napoli, äußerte sich fassungslos über das Ergebnis. Er verwies auf die verpassten Gelegenheiten, das Spiel vor dem Platzverweis vorzeitig zu entscheiden. „Ich kann es nicht glauben, wir sind auf eine unglaubliche Weise ausgeschieden. Wir hätten das Spiel früher entscheiden können. Es ist eine große Trauer für alle Italiener, besonders für die Kinder, die erneut eine Weltmeisterschaft ohne Italien erleben müssen.” — Leonardo Spinazzola via Rai Der am 25. März 1993 geborene Spinazzola deutete an, dass seine Zeit in der Nationalmannschaft auslaufe. „Für mich war es die letzte Chance, bei einer Weltmeisterschaft zu spielen. Es tut mir leid für alle.” — Leonardo Spinazzola via Rai Seine Worte unterstreichen die persönliche Tragweite des Scheiterns, während Analysten bereits mit der Aufarbeitung taktischer und struktureller Mängel begannen. Gravina und der Verband vor struktureller AbrechnungDas Fernbleiben der italienischen Nationalmannschaft von Weltmeisterschaften entwickelt sich zum dauerhaften Zustand. Das Land verpasste bereits die Endrunde 2018 in Russland sowie das Turnier 2022 in Katar, obwohl die Azzurri 2021 Europameister wurden. Mit dem Ausscheiden für 2026 scheitert der viermalige Weltmeister zum dritten Mal hintereinander in der Qualifikation.FIGC-Präsident Gabriele Gravina geriet unmittelbar nach Abpfiff in die Kritik. Die italienische Presse sieht in ihm den Hauptverantwortlichen für die politische Ausrichtung des Verbandes während der letzten Jahre. Die Zeitung „Il Messaggero“ bezeichnete das Scheitern als strukturell und argumentierte, drei verpasste Weltmeisterschaften in Folge seien kein Zufall, sondern das Ergebnis eines orientierungslosen Systems. Neben Gravina wurden auch Delegationsleiter Gianluigi Buffon sowie die Trainerwahl Gattuso kritisiert. Zudem wurde der Niedergang der Talentförderung thematisiert. Italienische Klubs verpflichteten zunehmend ausländische Spieler, wodurch die Nationalmannschaft aus einem geschwächten Pool schöpfen müsse. Ob Gravina zum Rücktritt gedrängt wird oder Gattuso im Amt bleibt, ist zum jetzigen Zeitpunkt ungewiss.Italiens WM-Abwesenheit: — ; — ; —

Mentioned People

  • Gabriele Gravina — Prezes Włoskiej Federacji Piłkarskiej (FIGC) od 2018 roku
  • Gennaro Gattuso — Selekcjoner reprezentacji Włoch
  • Leonardo Spinazzola — Obrońca reprezentacji Włoch i zawodnik Napoli
  • Moise Kean — Włoski napastnik, strzelec bramki otwierającej wynik
  • Alessandro Bastoni — Włoski obrońca, który otrzymał czerwoną kartkę w meczu
  • Haris Tabakovic — Bośniacki napastnik, zdobywca wyrównującej bramki
  • Pio Esposito — Włoski piłkarz, który nie trafił karnego w serii jedenastek
  • Bryan Cristante — Włoski pomocnik, który zmarnował rzut karny
  • Gianluigi Buffon — Były bramkarz i obecny szef delegacji reprezentacji narodowej

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