Iran hat in der Nacht zum 18. März 2026 Raketen- und Drohnenangriffe auf Israel sowie mehrere Golfstaaten geflogen. In einem Vorort von Tel Aviv kamen dabei nach übereinstimmenden Medienberichten zwei Menschen ums Leben. Die Angriffe erhöhten den Druck auf Washington, den militärischen Kurs gegen Teheran zu verschärfen, und führten erneut zu Einschränkungen im Luftverkehr.
Iran hat am 17. und 18. März 2026 Raketen- und Drohnenangriffe auf Israel, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait gestartet. In einem Vorort von Tel Aviv wurden dabei zwei Menschen getötet. Das berichteten mehrere europäische Medien, darunter das Handelsblatt und der Tagesspiegel sowie der tschechische öffentlich-rechtliche Sender ČT24. Die Angriffe führten zu Flugaussetzungen und erhöhten den diplomatischen Druck auf Washington, seine Militärkampagne gegen Teheran zu intensivieren. Sie stellen eine deutliche Eskalation in dem Konflikt dar, der begann, als die Vereinigten Staaten und Israel am 28. Februar 2026 Operation Epic Fury gegen Iran einleiteten. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait meldeten ebenfalls Drohnen- und Raketenangriffe. Damit erreichte das iranische Vergeltungsfeuer seit Kriegsbeginn eine der breitesten geografischen Ausdehnungen.
Australischer Luftwaffenstützpunkt in den Emiraten nahe des Geländes getroffen Der australische Premierminister Anthony Albanese bestätigte nach einem Bericht des Guardian, dass iranische Angriffe in der Nähe eines australischen Luftwaffenstützpunkts in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingeschlagen seien. Bei dem Stützpunkt handelt es sich um den Al Minhad Air Base, der etwa 24 Kilometer südlich von Dubai liegt. Mit Albaneses Bestätigung äußerte sich erstmals ein westlicher Regierungschef öffentlich dazu, dass verbündete militärische Infrastruktur am Golf durch iranischen Beschuss unmittelbar bedroht worden sei. Die Angriffe auf die Golfstaaten erfolgten parallel zur Attacke auf Israel. Das deutet auf ein koordiniertes iranisches Vorgehen hin, mehrere Fronten gleichzeitig unter Druck zu setzen. Nach Angaben von Reuters lief der Luftverkehr in den Vereinigten Arabischen Emiraten am 17. März 2026 wieder normal. Das spricht dafür, dass die Beeinträchtigungen für die zivile Luftfahrt in den Emiraten trotz der Nähe der Angriffe zu Dubai vergleichsweise kurz waren. Der Vorfall machte zugleich deutlich, wie verwundbar ausländische Militärstandorte in der Region gegenüber iranischen Raketen- und Drohnenfähigkeiten sind.
ITA Airways setzt Flüge nach Tel Aviv und Dubai bis in den April aus ITA Airways hat ihre Aussetzung der Flüge nach Tel Aviv nach Angaben der Nachrichtenagentur ANSA bis zum 9. April 2026 verlängert. Die Verbindungen nach Dubai bleiben demnach bis zum 28. März 2026 ausgesetzt. Die Entscheidung der italienischen Fluggesellschaft spiegelt die laufende Risikobewertung europäischer Airlines wider, die nach den iranischen Angriffen Strecken in den Nahen Osten bedienen. Die unterschiedlichen Fristen – 9. April für Tel Aviv und 28. März für Dubai – legen nahe, dass die Gesellschaft die Sicherheitslage in Israel als länger anhaltend einschätzt als in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort hatte sich der Luftverkehr bereits am 17. März wieder normalisiert. Solche Flugaussetzungen sind seit Beginn von Operation Epic Fury ein wiederkehrendes Merkmal des Konflikts. Fluggesellschaften in Europa haben Verbindungen in die Region seither immer wieder gestrichen, ausgesetzt oder umgeleitet.
ITA Airways flight suspension deadlines: Tel Aviv flights suspended until (before: Previous deadline, after: April 9, 2026); Dubai flights suspended until (before: Previous deadline, after: March 28, 2026)
Golfstaaten drängen Washington vor einer Waffenruhe zu härterem Vorgehen gegen Iran Die Golfstaaten drängen die Vereinigten Staaten nach einem Bericht des Wall Street Journal dazu, das iranische Regime entscheidend zu schwächen, bevor der laufende Krieg beendet wird. Der Druck aus den Regierungen in Riad, Abu Dhabi und Kuwait-Stadt zeigt die Sorge, dass ein zu früher Stopp der Kampfhandlungen Iran genügend militärische Fähigkeiten belassen könnte, um seine regionalen Destabilisierungsversuche fortzusetzen. Damit positionieren sich die Golfstaaten in der Washingtoner Debatte auf der härteren Seite. Sie bevorzugen eine weitreichende Schwächung iranischer Macht gegenüber einer ausgehandelten Pause. Irans neuer Oberster Führer Mojtaba Khamenei, der das Amt am 9. März 2026 nach dem Tod seines Vaters Ali Khamenei in den Eröffnungsangriffen von Operation Epic Fury übernommen hatte, hat öffentlich bislang kein Zeichen erkennen lassen, dass er die Vergeltungsoperationen beenden will. Die Angriffe in der Nacht vom 17. auf den 18. März auf vier Staaten deuten darauf hin, dass Teheran trotz wochenlanger anhaltender US-israelischer Bombardierungen weiterhin über nennenswerte Angriffskapazitäten verfügt. Ob Washington den Forderungen der Golfstaaten nach einer umfassenderen Kampagne vor einem diplomatischen Ausweg folgen wird, ist nach Darstellung des Wall Street Journal weiterhin offen und steht im Zentrum der Beratungen unter den Verbündeten.