Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in London Russland und Iran als „Brüder im Hass“ bezeichnet und vor den Folgen einer raschen Verbreitung von Drohnentechnologie gewarnt. Zugleich wurde aus der südrussischen Region Krasnodar ein ukrainischer Drohnenangriff mit einem Todesopfer und Gebäudeschäden gemeldet. Selenskyj drang zudem auf engere westliche Abstimmung und ein Treffen zwischen Keir Starmer und Donald Trump.
Selenskyj warnt vor globaler Drohnenbedrohung
Der ukrainische Präsident sagte in London, Drohnentechnologie werde zunehmend verfügbar und reiche als Sicherheitsrisiko weit über den Krieg in der Ukraine hinaus.
Russland und Iran als Sicherheitsrisiko für Europa
Selenskyj bezeichnete beide Staaten als „Brüder im Hass“ und stellte ihre Zusammenarbeit bei Drohnen und Satellitenbildern als direkte Gefahr für Europa und westliche Partner dar.
200 ukrainische Spezialisten im Nahen Osten
Nach einem Bericht des Guardian hat Kyjiw 200 Fachleute zur Drohnenabwehr in den Nahen Osten entsandt, um bei der Bekämpfung iranischer Systeme zu helfen.
Treffen von Starmer und Trump gefordert
Selenskyj sprach sich für ein Gespräch zwischen dem britischen Premierminister und dem US-Präsidenten aus, um Sicherheitsfragen und die Unterstützung für die Ukraine enger abzustimmen.
Angriff auf Krasnodar mit Todesopfer
Nach Berichten von SKAI und in.gr kam bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Krasnodar ein Mensch ums Leben, zudem wurden Gebäude beschädigt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einem Auftritt in London Russland und Iran als „Brüder im Hass“ bezeichnet und gewarnt, dass von Drohnentechnologie inzwischen eine Gefahr ausgehe, die weit über den gegenwärtigen Krieg in der Ukraine hinausreiche. Seine Rede fiel in eine Phase, in der ein ukrainischer Drohnenangriff auf die Region Krasnodar im Süden Russlands nach Berichten des griechischen Senders SKAI und des griechischen Nachrichtenportals in.gr einen Menschen tötete und Schäden an Gebäuden verursachte. Selenskyj nutzte den Auftritt in London, um für eine engere westliche Koordinierung bei der Abwehr von Drohnengefahren zu werben. Das militärische Bündnis zwischen Russland und Iran stellte er als unmittelbare Gefahr für Europa und seine Partner dar. Zugleich sprach sich der ukrainische Präsident für ein Treffen des britischen Premierministers Keir Starmer mit US-Präsident Donald Trump aus, um in Sicherheitsfragen eine gemeinsame Linie zu finden. Die beiden Entwicklungen – ein neuer Angriff auf russischem Staatsgebiet und eine diplomatisch bedeutende Rede – verdeutlichten, dass der Konflikt mehr als vier Jahre nach dem großangelegten russischen Angriff auf die Ukraine weiter mit hoher Intensität geführt wird.
Selenskyj warnt: Drohnengefahr reicht über Putin hinaus In seiner Rede in London sagte Selenskyj, die Verbreitung von Drohnentechnologie stelle eine Bedrohung dar, die nicht auf einen einzelnen Akteur oder einen einzelnen Konflikt begrenzt sei. „Nicht nur ein reicher Wahnsinniger wie Putin kann sich das noch leisten” — Volodymyr Zelenskyy via HotNews.ro Die Bemerkung zielte auf die wachsende Verfügbarkeit fortgeschrittener Drohnensysteme. Selenskyj deutete an, dass diese schon bald für einen deutlich größeren Kreis staatlicher und nichtstaatlicher Akteure erreichbar sein könnten. Iran und Russland seien durch gemeinsame Feindseligkeit miteinander verbunden, sagte er, und warnte davor, dass ihre Zusammenarbeit bei Drohnentechnologie und Satellitenbildern Risiken für Europa und westliche Partner mit sich bringe. „Wir wollen nicht, dass ein solches Regime Europa oder unsere Partner bedroht” — Volodymyr Zelenskyy via Ziare.com Nach Angaben von SAPO hat Russland die militärische Zusammenarbeit mit Iran ausgeweitet, darunter den Austausch von Satellitenbildern und fortgeschrittener Drohnentechnologie. Selenskyjs Äußerungen fügen sich in die breitere ukrainische Linie ein, die Achse Russland-Iran nicht als bloß bilaterale militärische Verbindung, sondern als systemische Bedrohung darzustellen.
Ukraine entsendet 200 Fachleute zur Drohnenabwehr in den Nahen Osten Kyjiw hat laut dem Ukraine-Kriegsbriefing des Guardian 200 (experts) — 200 ukrainische Fachleute zur Drohnenabwehr in den Nahen Osten entsandt, um dort bei der Abwehr iranischer Drohnensysteme zu helfen. Die Entsendung signalisiert, dass sich die Ukraine als praktischer Partner bei der Bekämpfung iranischer Drohnentechnologie positionieren will und sich dabei auf Erfahrungen stützt, die sie über Jahre der Verteidigung gegen solche Systeme gesammelt hat. Selenskyj ließ nach einem Reuters-Bericht vom 5. März 2026 erkennen, dass die Ukraine bereit sei, die Vereinigten Staaten bei der Abwehr iranischer Drohnen zu unterstützen. Der Schritt hat auch eine diplomatische Dimension. Kyjiw versucht damit, die Beziehungen zu Washington und zu Partnern in der Region in einer Phase zu vertiefen, in der das Engagement der USA im Nahen Osten zugenommen hat. Russland setzte 2022 erstmals iranische Shahed-Drohnen gegen ukrainische Ziele ein, und die Ukraine hat seither erhebliche Fähigkeiten bei ihrer Erkennung und Abwehr entwickelt. Die militärische Beziehung zwischen Russland und Iran hat sich im Verlauf des Krieges vertieft; Iran liefert sowohl Drohnenhardware als auch technisches Know-how. Die Ukraine hat westliche Partner wiederholt aufgefordert, die militärische Achse Russland-Iran nicht als regionales Problem, sondern als gemeinsame Sicherheitsfrage zu behandeln. Die Entsendung ukrainischer Spezialisten ins Ausland markiert eine bemerkenswerte Ausweitung der Rolle Kyjiws: vom Empfänger militärischer Hilfe hin zu einem aktiven Akteur bei der Abwehr von Bedrohungen iranischen Ursprungs.
Selenskyj dringt auf Treffen von Starmer und Trump zur Abstimmung westlicher Strategie Selenskyj hat Starmer und Trump nach Angaben der BBC zu einem Treffen aufgerufen, um in zentralen Fragen eine gemeinsame Grundlage zu finden. Ein solches Treffen sei wesentlich, um die westliche Politik zur Ukraine und zu weitergehenden Sicherheitsfragen zu koordinieren. Der Appell erfolgte während Selenskyjs Besuchs in London, wo er im Rahmen fortgesetzter diplomatischer Bemühungen zur Sicherung internationaler Unterstützung für die Ukraine Gespräche mit britischen Vertretern führte. Starmer ist seit 2024 Premierminister des Vereinigten Königreichs, Trump kehrte im Januar 2025 ins Amt des US-Präsidenten zurück. Der Vorstoß für ein bilaterales Treffen der beiden Regierungschefs spiegelte Selenskyjs Sorge wider, dass Unterschiede zwischen Washington und europäischen Hauptstädten eine geschlossene Unterstützung für Kyjiw erschweren könnten. Zugleich zeigte der Drohnenangriff auf die Region Krasnodar, dass die ukrainischen Fähigkeiten zu weitreichenden Schlägen weiterhin vorhanden sind; mehrere Quellen bestätigten einen Todesfall und bauliche Schäden an Gebäuden. Der anhaltende Konflikt zeigte keine Anzeichen einer Abschwächung. Militärische Operationen und diplomatische Bemühungen laufen weiterhin parallel auf mehreren Ebenen.
Mentioned People
- Volodymyr Zelenskyy — Ukraiński polityk i były artysta estradowy, który od 2019 roku pełni urząd szóstego prezydenta Ukrainy
- Donald Trump — Amerykański polityk, osobowość medialna i przedsiębiorca, który jest 47. prezydentem Stanów Zjednoczonych
- Keir Starmer — Brytyjski polityk i prawnik, który od 2024 roku pełni urząd premiera Zjednoczonego Królestwa
- Vladimir Putin — Prezydent Rosji