Der Krieg zwischen Iran sowie den USA und Israel weitet sich über iranisches Staatsgebiet hinaus aus. Am 18. März 2026 griff Teheran Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien mit Raketensalven an. Zugleich wurde ein Tanker vor Fujairah getroffen, und nahe des iranischen Kernkraftwerks Bushehr schlug ein weiteres Geschoss ein.

Iran hat am 18. März 2026 Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien mit einer Serie von Raketenangriffen attackiert. In mehreren Staaten am Golf gingen Geschosse in der Nähe von Militärstützpunkten nieder. Damit weitete sich der Konflikt, der am 28. Februar 2026 begonnen hatte, weiter über die iranischen Grenzen hinaus aus. Am selben Tag schlug ein weiteres Geschoss nahe Irans Kernkraftwerk Bushehr ein. Reuters berichtete, es habe weder Schäden noch Verletzte gegeben. Die australischen Behörden bestätigten, dass ein iranisches Geschoss einen Luftwaffenstützpunkt in den Vereinigten Arabischen Emiraten getroffen habe. Das gesamte Personal sei jedoch in Sicherheit. Irans Außenminister Abbas Araghchi warnte, die Auswirkungen des Krieges „werden die ganze Welt betreffen“. Die jüngste Zuspitzung bedeutet eine deutliche Ausweitung eines Konflikts, in den seit Ende Februar bereits die Vereinigten Staaten und Israel auf der einen und Iran auf der anderen Seite verwickelt sind.

Tanker vor Fujairah getroffen, wichtige Schifffahrtsrouten geraten unter neuen Druck Nach Angaben der britischen United Kingdom Maritime Trade Operations wurde vor der Küste von Fujairah ein Tanker von einem Geschoss getroffen. Der Vorfall löste umgehend neue Sorgen um die Sicherheit einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt aus. Der Treffer auf den Tanker fiel in eine Phase, in der Iran gleichzeitig Raketen auf mehrere Golfstaaten abfeuerte. Ein Teil der Geschosse wurde abgefangen, andere gingen in der Nähe militärischer Anlagen nieder. Dass Australien bestätigte, ein iranisches Geschoss habe einen Luftwaffenstützpunkt in den Vereinigten Arabischen Emiraten getroffen, wobei sämtliches Personal unverletzt geblieben sei, unterstrich die unmittelbare militärische Reichweite, die Iran in der Region demonstrierte. Der Vorfall bei dem Kernkraftwerk Bushehr verlieh der Lage zusätzliche Brisanz, weil es sich um die einzige in Betrieb befindliche Nuklearanlage des Landes handelt. Reuters berichtete allerdings auch in diesem Fall von keinen Schäden und keinen Verletzten. Die Kombination aus einem Angriff auf zivile Schifffahrt, Treffern an militärischer Infrastruktur und einem Einschlag in der Nähe einer Nuklearanlage innerhalb von 24 Stunden zeigt die Breite der laufenden Eskalation.

Der gegenwärtige Konflikt begann am 28. Februar 2026, als die Vereinigten Staaten und Israel unter der Bezeichnung Operation Epic Fury eine Militärkampagne gegen Iran starteten. Bei den ersten Angriffen wurde Ali Khamenei getötet, der das Amt des Obersten Führers seit 1989 innehatte. Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 zum Obersten Führer ernannt. Nach einem Reuters-Bericht aus Iran waren Rettungskräfte dort am 17. März 2026 bereits durch anhaltende Angriffe stark belastet.

Araghchi warnt vor weltweiten Folgen, während die Diplomatie ins Stocken gerät Irans Außenminister Abbas Araghchi, der das Amt seit August 2024 innehat, warnte eindringlich vor der weiteren Entwicklung des Konflikts. Er sagte, die Folgen des Krieges würden weit über die unmittelbare Region hinausreichen. Zuvor hatte Araghchi Medien gesagt, sein letzter Kontakt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff habe vor Beginn des Krieges stattgefunden. Das deutet auf einen nahezu vollständigen Zusammenbruch der diplomatischen Kanäle zwischen Teheran und Washington hin. Seine Warnung vor globalen Folgen fiel zu einem Zeitpunkt, als Golfstaaten selbst in aktive Kampfhandlungen hineingezogen wurden. Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien waren Ziel iranischer Raketensalven. Das Ausmaß der iranischen Angriffe auf die Nachbarstaaten am Golf, in denen sich bedeutende US-Militäranlagen befinden, deutet auf eine bewusste Strategie regionaler Ausweitung als Reaktion auf die amerikanische und israelische Militärkampagne hin. Bestätigte Opferzahlen zu den Raketenangriffen auf die Golfstaaten lagen in den ausgewerteten Quellen nicht vor. Auch das volle Ausmaß möglicher Schäden an militärischen Einrichtungen in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien blieb zunächst unklar.

ITA Airways setzt Flüge nach Tel Aviv und Dubai aus, Airlines ziehen sich aus der Region zurück Die italienische Fluggesellschaft ITA Airways verlängerte nach Angaben der Nachrichtenagentur ANSA ihre Aussetzung der Flüge nach Tel Aviv bis zum 9. April 2026 und nach Dubai bis zum 28. März 2026. Das spiegelt die wachsende Zurückhaltung der zivilen Luftfahrt wider, Lufträume zu nutzen, die von dem Konflikt betroffen sind. Die doppelte Aussetzung betrifft zwei der wichtigsten Luftverkehrsdrehkreuze der Region. Gerade Dubai ist ein zentraler Umsteigepunkt für interkontinentale Reisen. Dass die Fluggesellschaft die Aussetzung nach Dubai getrennt von der für Tel Aviv verlängerte und dafür unterschiedliche Enddaten festlegte, spricht dafür, dass die Fluggesellschaften ihre Risiken streckenbezogen prüfen, statt pauschale Sperren für die gesamte Region zu verhängen. Der Treffer auf den Tanker vor Fujairah und die Raketenangriffe bis auf das Staatsgebiet von Golfstaaten erhöhten den Druck auf die Schifffahrts- und Luftverkehrsbranche, ihre Abläufe in einem weiten Teil des Nahen Ostens neu zu bewerten. Die wirtschaftlichen Folgewirkungen des Konflikts, von unterbrochenen Flugverbindungen bis zu bedrohten Seewegen, zeichnen sich damit in einer Weise ab, die mit Araghchis Warnung übereinstimmt, wonach die Folgen des Krieges weltweit zu spüren sein würden.

Wichtige Eskalationsereignisse — Iran-Konflikt, März 2026: — ; — ; — ; — ; —