Der Krieg zwischen Israel und Iran hat mit Angriffen auf zivile Infrastruktur eine weitere Eskalationsstufe erreicht. Bei einem iranischen Raketenangriff auf Haifa am 19. März 2026 wurde die Raffinerie der BAZAN Group getroffen. Parallel meldete Israel Schläge gegen iranische Kriegsschiffe, zudem musste ein US-Kampfjet des Typs F-35 nach einem Einsatz über Iran notlanden.
Israel meldet Tötung Khatibs
Israel und später auch Iran bestätigten den Tod von Geheimdienstminister Esmaeil Khatib nach einem Luftangriff am 18. März 2026.
Gabbard sieht Regime als stabil
Tulsi Gabbard sagte im Senat, das iranische Regime erscheine trotz Schwächung intakt und die Urananreicherung sei nicht wieder aufgenommen worden.
Araghchi hält an Nukleardoktrin fest
Irans Außenminister erklärte, eine Änderung der Nukleardoktrin sei unwahrscheinlich, und regte zugleich ein neues Protokoll für die Straße von Hormus an.
Merz äußert Vorbehalte gegen Krieg
Friedrich Merz sagte, Deutschland hätte den USA vom Krieg gegen Iran abgeraten, und machte damit europäische Vorbehalte deutlich.
Iran hat am 19. März 2026 einen Raketenangriff auf Haifa in Israel gestartet und dabei die Ölraffinerie der Stadt getroffen. Damit ist der Konflikt zwischen Israel und Iran in eine neue Phase direkter Angriffe auf zivile Infrastruktur eingetreten. Das israelische Militär bestätigte nach Angaben von Al Jazeera den Treffer auf die Raffinerie der BAZAN Group in der Bucht von Haifa. Die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtete allerdings, die Anlage sei nicht direkt von einer iranischen Streubombe getroffen worden, sondern von einem Fragment einer Abfangrakete. Diese Unterscheidung ist für die Bewertung der Wirksamkeit der israelischen Luftverteidigung während des Angriffs von Bedeutung. Der iranische Schlag gegen Haifa war einer der direktesten Treffer auf israelische Industrieinfrastruktur seit Beginn des Konflikts am 28. Februar 2026.
Israelische Marine greift in Vergeltungsaktion iranische Kriegsschiffe an Das israelische Militär teilte nach Angaben des polnischen Mediums Nasz Dziennik mit, es habe iranische Kriegsschiffe in einer als Vergeltungsoperation bezeichneten Aktion zerstört. Über die Zerstörung der iranischen Marineschiffe wurde, wie polnische Medien schrieben, in Kiew mit „Freude“ berichtet. Das verweist auf das ukrainische Interesse an jeder Schwächung iranischer Militärfähigkeiten. Iran gehört zu den Lieferanten für Gegner der Operation Epic Fury, weshalb der Verlust iranischer Kriegsschiffe auch über das unmittelbare Kriegsgebiet hinaus aufmerksam verfolgt wird. Mit der maritimen Dimension der Konfrontation zwischen Israel und Iran hat sich der Krieg über Luftangriffe und Raketenwechsel hinaus ausgeweitet. Eine unabhängige Bestätigung für die Zerstörung der Kriegsschiffe lag zunächst nicht vor und stützte sich außerhalb der Mitteilungen des israelischen Militärs auf keine weiteren Quellen.
US-amerikanische F-35 landet nach Einsatz über Iran notfallmäßig Ein Kampfjet des Typs F-35 im Besitz der Vereinigten Staaten hat nach einem Einsatz über Iran eine Notlandung durchgeführt. Das berichteten Medien, auf die sich die polnischen Portale Gazeta.pl und Geekweek Interia beriefen. Den Berichten zufolge könnte das Flugzeug während des Einsatzes durch iranischen Beschuss beschädigt worden sein. Das Ausmaß möglicher Schäden war jedoch nicht bestätigt. Geekweek Interia meldete, Iran habe das US-Flugzeug angegriffen und beschädigt. Sollte sich der Vorfall bestätigen, wäre dies einer der ersten bekannten Fälle in dem laufenden Konflikt, in dem ein amerikanisches Tarnkappenflugzeug der fünften Generation beschädigt worden wäre. Die Notlandung unterstreicht die Risiken für Flugzeuge der Koalition, die im iranischen Luftraum operieren, solange Teherans Luftverteidigung trotz wochenlanger Angriffe teilweise intakt bleibt.
Russische Diplomatie reagiert nach Raketeneinschlag nahe Journalisten Eine israelische Rakete schlug in der Nähe von Reportern eines russischen Fernsehsenders ein. Das führte nach Angaben des polnischen Portals Wydarzenia Interia zu einer deutlichen Reaktion von Maria Zakharova, Direktorin der Informations- und Presseabteilung des russischen Außenministeriums. Ihre Stellungnahme verlieh dem Konflikt eine zusätzliche diplomatische Dimension, da Russland im Krieg zwischen Israel und Iran eine eigene, von anderen Akteuren abweichende Position einnimmt. Der Vorfall mit russischen Journalisten nahe einer israelischen Angriffszone warf zudem Fragen zur Präsenz ausländischer Medien in aktiven Kampfgebieten auf. Russland ist nicht Kriegspartei, verfolgt die Zerstörung iranischer Militärgüter – eines Landes, zu dem Moskau enge Beziehungen unterhält – jedoch erkennbar mit Sorge.
Die Militärkampagne der USA und Israels gegen Iran unter dem Namen Operation Epic Fury begann am 28. Februar 2026. Bei den ersten Angriffen wurde der Oberste Führer Ali Khamenei getötet. Sein Sohn Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 zum neuen Obersten Führer ernannt. Seither umfasst der Konflikt anhaltende Luftoperationen, Raketenangriffe und inzwischen auch Seegefechte. Iranische Raketenangriffe reichen inzwischen bis nach Haifa an Israels Mittelmeerküste.
Mentioned People
- Esmaeil Khatib — irański duchowny i polityk, który pełnił funkcję ministra wywiadu od sierpnia 2021 r. do zabicia w marcu 2026 r.
- Tulsi Gabbard — ósma dyrektor wywiadu narodowego, pełniąca urząd od 2025 r.
- Friedrich Merz — dziesiąty kanclerz Republiki Federalnej Niemiec od 6 maja 2025 r.
- Abbas Araghchi — minister spraw zagranicznych Iranu od sierpnia 2024 r.
- Masoud Pezeshkian — prezydent Iranu od lipca 2024 r.
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych