Ein massiver Erdrutsch in der Region Molise hat am 7. April 2026 die wichtigsten Verkehrsverbindungen zwischen Nord- und Süditalien unterbrochen. Nach heftigen Regenfällen reaktivierte sich die über vier Kilometer lange Erdrutschfront, wodurch die Autobahn A14 und die Adriatica-Bahnstrecke gesperrt werden mussten. Ein 53-jähriger Mann wird nach dem Einsturz eines Viadukts vermisst.
Zweiteilung Italiens
Der Erdrutsch unterbrach gleichzeitig die Autobahn A14, die Staatsstraße 16 und die Adriatica-Bahnlinie.
Vermisstenfall
Ein 53-jähriger Autofahrer wird vermisst, nachdem sein Fahrzeug bei einem Brückeneinsturz in den Fluss Trigno stürzte.
Notfallmaßnahmen
In der gesamten Provinz Campobasso wurde der Schulbetrieb ausgesetzt; der Bahnverkehr wird weiträumig umgeleitet.
Ein massiver Erdrutsch in Petacciato in der süditalienischen Region Molise hat sich am 7. April 2026 reaktiviert, wichtige Straßen- und Schienenverbindungen zwischen Nord- und Süditalien unterbrochen und einen nationalen Notfalleinsatz ausgelöst. Der Erdrutsch, der sich nach mehrtägigen extremen Regenfällen gegen 9:30 Uhr Ortszeit erneut in Bewegung setzte, weist eine Front von mehr als 4 (km) — Länge der aktiven Erdrutschfront auf. Damit wurde der Adria-Korridor – eine der wichtigsten Nord-Süd-Adern Italiens – an mehreren Stellen gleichzeitig durchtrennt. Die Autobahn A14 wurde zwischen Montenero di Bisaccia und Termoli in beiden Richtungen gesperrt, während die Bahnstrecke Adriatica zwischen Vasto und Termoli unterbrochen wurde. Auch die Staatsstraße 16 wurde nach dem Einsturz eines Viadukts im Bereich Montenero di Bisaccia teilweise gesperrt. Damit blieb die Provinzstraße durch Contrada Sinarca als einzige Verbindung zwischen der Küste von Molise und Petacciato bestehen. Der operative Ausschuss des Zivilschutzes trat zu einer Dauersitzung zusammen, um die Notfallmaßnahmen zu koordinieren.
Vermisster, Schulschließungen und Verkehrschaos in der RegionEin 53-jähriger Mann wurde als vermisst gemeldet, nachdem sein Fahrzeug infolge des Brückeneinsturzes auf der Staatsstraße 16 in den Fluss Trigno gestürzt war. Der Präfekt von Campobasso ordnete für Mittwoch, den 8. April, die Aussetzung des Schulbetriebs in der gesamten Provinz an. Er begründete dies mit den schwerwiegenden Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit, Straßensperrungen und der Notwendigkeit, die Sicherheit der Schüler zu gewährleisten. Der Bürgermeister von Petacciato, Antonio Di Pardo, hatte bereits zuvor eine eigene Verordnung zur Schließung der Schulen im Ort erlassen. In Termoli bildeten sich im Gebiet Sinarca kilometerlange Staus, da Autofahrer die verbleibende Route im Landesinneren suchten; Tankstellen waren überfüllt. Am Bahnhof Termoli wurden Schienenersatzverkehre eingerichtet, um Passagiere von Frecciarossa- und Intercity-Zügen über Binnenstraßen zum Bahnhof Vasto zu transportieren – eine Fahrt von etwa zwei Stunden. Feuerwehrleute arbeiteten mit städtischen Technikern zusammen, um das Ortszentrum von Petacciato zu untersuchen und Bewohner zu identifizieren, die evakuiert werden mussten. Der Verkehr im Ort wurde über die neue Straße Colle Turchese umgeleitet.
Der Erdrutsch von Petacciato gilt als einer der bedeutendsten in Europa. Die letzte größere Bewegung vor der aktuellen Reaktivierung ereignete sich im März 2015. Im November 2019 kündigte der damalige Abgeordnete aus Molise, Antonio Federico (Fünf-Sterne-Bewegung), eine Rekordsumme von 34 Millionen Euro vom damaligen Umweltminister Sergio Costa speziell für diesen Erdrutsch an. Nach Angaben des Zivilschutzes fielen in den Tagen vor dem 7. April in dem Gebiet mehr als 200 mm Niederschlag.
Apulien fürchtet Isolation durch Umleitung des BahnverkehrsAntonio Decaro, Präsident der Region Apulien, warnte davor, dass die Blockade des Verkehrs an der Adria Apulien isolieren könnte, insbesondere angesichts der nahenden Tourismussaison. Decaro gab an, in engem Kontakt mit dem Leiter des nationalen Zivilschutzdepartements, Fabio Ciciliano, zu stehen. „Die Blockade des Verkehrs auf Straße und Schiene droht Apulien zu isolieren. Wir stehen kurz vor der Tourismussaison, und es erübrigt sich zu sagen, wie wichtig der Schienenverkehr angesichts steigender Kraftstoffpreise für die Bürger und die Entwicklung der Region ist.” — Antonio Decaro via ANSA Die Ferrovie dello Stato sagten Decaro Sofortmaßnahmen für einen alternativen Notfallplan zu, der Fernverbindungen über die Strecke Foggia-Caserta umleitet, was jedoch die Reisezeiten erheblich verlängert. Laut Trenitalia enden Fernzüge aus dem Norden vorerst in Ancona oder Pescara, während Regionalzüge nur bis Vasto San Salvo verkehren. Techniker der Rete Ferroviaria Italiana beobachten die Entwicklung des Erdrutschs über ein Sensorsystem in der Infrastruktur und im Boden.
Meloni beobachtet Lage, Eingriffe erst nach StabilisierungMinisterpräsidentin Giorgia Meloni stehe laut einer Mitteilung aus dem Palazzo Chigi in ständigem Kontakt mit den zuständigen Ministern. Die Regierung stellte jedoch klar, dass Maßnahmen zur Wiederherstellung des Verkehrs erst nach Abschluss technischer Prüfungen bewertet werden können. Der Erdrutsch habe „Italien faktisch in zwei Teile gespalten“. Meloni tauschte sich unter anderem mit Infrastrukturminister Matteo Salvini und Zivilschutzminister Nello Musumeci aus. Technische Quellen bestätigten gegenüber ANSA, dass die Erdrutschfront noch nicht stabilisiert sei. Francesco Roberti, Präsident der Region Molise, koordinierte in einer Sitzung mit Michele Marone alternative Verkehrsführungen. Das Zivilschutz-Departement verfolgt die Situation weiterhin in enger Abstimmung mit den betroffenen Regionen.
Erdrutsch von Petacciato — 7. April 2026: — ; — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Giorgia Meloni — Premier Włoch
- Matteo Salvini — Wicepremier oraz minister infrastruktury i transportu
- Antonio Decaro — Prezydent regionu Puglia
- Fabio Ciciliano — Szef Departamentu Obrony Cywilnej
- Francesco Roberti — Prezydent regionu Molise
- Nello Musumeci — Minister ds. obrony cywilnej i polityki morskiej
- Antonio Di Pardo — Burmistrz Petacciato
Sources: 36 articles
- Frana di Petacciato, fronte di 4 chilometri in movimento: impossibile qualsiasi intervento. La Protezione civile: "Ogni azione dopo le verifiche" (Il Fatto Quotidiano)
- Osuwisko we Włoszech. Wygięły się tory, zamknięto autostradę (TVN24)
- Molise, riattivata frana di Petacciato, autostrada e treni fermi: settimane o mesi per il ripristino (Fanpage)
- Molise, il risveglio della maxi-frana: binari deformati, caos e deviazioni. "È un'emergenza nazionale" (Corriere della Sera)
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