Nach tagelangen schweren Regenfällen in Mittel- und Süditalien ist eine Brücke der Staatsstraße 16 Adriatica über den Fluss Trigno eingestürzt. Da das Bauwerk bereits vorsorglich gesperrt war, kamen keine Personen zu Schaden. Der Vorfall unterbricht jedoch eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen zwischen den Regionen Molise und Abruzzo.

Zentrale Infrastruktur zerstört

Die Brücke der SS16 über den Trigno ist eingestürzt, wodurch eine Hauptverbindung zwischen Molise und den Abruzzen fehlt.

Sicherheitsmaßnahmen griffen

Da die Brücke bereits vor dem Einsturz gesperrt war, gibt es keine gemeldeten Verletzten.

Kritische Lage an Talsperren

Die Occhito-Talsperre verzeichnet massive Zuflüsse und steht knapp vor einer Überflutung; Orte wie Carlantino sind teilweise isoliert.

Nach tagelangen heftigen Regenfällen in Mittel- und Süditalien ist am Donnerstag eine Brücke auf der Staatsstraße 16 Adriatica nahe Montenero di Bisaccia in der Region Molise eingestürzt. Die Verbindung zwischen Molise und den Abruzzen ist damit unterbrochen. Das Bauwerk war bereits seit Mittwoch für den Verkehr gesperrt, nachdem es wegen des Hochwassers des Trigno unter Beobachtung gestellt worden war. Da der Zugang vorsorglich untersagt war, befanden sich keine Fahrzeuge auf der Brücke; Verletzte wurden nicht gemeldet. Pierfrancesco Assogna, Leiter der lokalen Polizei von Montenero di Bisaccia, berichtete vor Ort über den Einsturz während laufender Überwachungsarbeiten. Die italienische Feuerwehr bestätigte, dass der Teil-Einsturz in den Morgenstunden erfolgte. Die Strada Statale 16 Adriatica verbindet Padua in Venetien mit Otranto in Apulien und verläuft entlang der gesamten Adriaküste, wobei sie zahlreiche Provinzhauptstädte und Touristenorte passiert. Der Fluss Trigno bildet einen Teil der Verwaltungsgrenze zwischen den Regionen Abruzzen und Molise. Die Brücke über den Trigno stellte einen zentralen Übergang auf dieser Route dar; ihr Verlust beeinträchtigt den interregionalen Straßenverkehr im südlichen Adriakorridor erheblich.

Zweite Brücke gesperrt, Umleitungsstrecke eingerichtet Infolge des Einsturzes auf der Staatsstraße 16 veranlassten die Behörden auch die Sperrung einer zweiten Brücke über den Trigno. Diese verbindet Montenero di Bisaccia mit San Salvo in der Provinz Chieti über die Provinzstraße 55. Simona Contucci, Bürgermeisterin von Montenero di Bisaccia, erklärte, die Entscheidung sei nach einer Sitzung in der Präfektur von Campobasso mit den Präsidenten der Provinzen Campobasso und Chieti getroffen worden. Da nun beide Trigno-Übergänge gesperrt sind, werden Reisende aus Montenero di Bisaccia mit Ziel A14, San Salvo oder Vasto über die Staatsstraße 157 in Richtung Mafalda und weiter über die Staatsstraße 650 „Trignina“ geleitet. Auch der Fluss Carpino trat über die Ufer und überschwemmte Teile der Provinzstraße 45 im Gebiet von Carpinone sowie das Industriegebiet Pettoranello del Molise bei Isernia. Die Straßenverbindungen nach Abruzzo bezeichneten die Behörden als faktisch unterbrochen.

Trigno-Flussüberquerungen nahe Montenero di Bisaccia: Brücke SS16 Adriatica (before: Geöffnet, seit Mittwoch unter Beobachtung, after: Donnerstagmorgen eingestürzt, Straßenverbindung unterbrochen); Brücke SP55 (Montenero–San Salvo) (before: Geöffnet für den Verkehr, after: Am Donnerstag nach Präfektursitzung gesperrt)

Occhito-Talsperre erreicht kritischen Stand bei Überschwemmungen in Apulien In Apulien stieg das Wasservolumen der Occhito-Talsperre in Carlantino laut Bürgermeister Graziano Coscia von 107 Millionen auf 176,46 Millionen Kubikmeter an. Der Stausee wird seit dem Vortag kontinuierlich überwacht und befindet sich in Alarmbereitschaft für hydraulische Risiken. „Es regnet unaufhörlich weiter, und die Sorge wächst. Wenn es noch zwei Tage so weiterregnet, könnte es zu einer Flut kommen.” — Graziano Coscia via ANSA Coscia beschrieb Carlantino, eine Gemeinde mit rund 800 Einwohnern, als fast vollständig isoliert, da ein schwerer Erdrutsch die Provinzstraße in Richtung Foggia blockiert. Es wurden Überschwemmungen in Wohnhäusern, Kellern und Garagen gemeldet; zudem fielen am Vortag zeitweise der Strom und das Glasfasernetz aus. Der Bürgermeister forderte die Anwohner auf, ihre Häuser nur im dringenden Notfall zu verlassen.

2026-04-01: 107, 2026-04-02: 176.46

Zahlreiche Rettungseinsätze in Foggia und den Marken In der Provinz Foggia leistete die Feuerwehr zwischen Mittwochmorgen und Donnerstagvormittag über 50 Einsätze. Das Übertreten des Flusses Cervaro machte die Rettung von etwa 40 Personen aus isolierten Gehöften und Landhäusern erforderlich, teilweise unter Einsatz von Schlauchbooten. Zirka 60 Fahrzeuge wurden aus den Wassermassen geborgen. Mehrere Provinzstraßen sind aufgrund von Schlamm und Geröll derzeit unpassierbar. In den Abruzzen wurde durch einen Rohrbruch an der Wasserleitung Tavo Sud die direkte Wasserversorgung des Krankenhauses in Penne unterbrochen; der Versorger ACA setzt Tankwagen ein. Auch in umliegenden Gemeinden wie Loreto Aprutino und Montesilvano Colle kam es zu Engpässen. In der Region Marken wurden im Piceno-Gebiet rund 90 Menschen durch einen Erdrutsch von der Außenwelt abgeschnitten. Weitere Abgänge ereigneten sich bei Acquasanta und eine kritische Situation besteht an einer Unterführung in Arquata del Tronto. In der Basilikata nahe Potenza wurden drei Familien evakuiert, nachdem eine Mauer infolge des extremen Wetters eingestürzt war.

Mentioned People

  • Pierfrancesco Assogna — Komendant policji lokalnej w Montenero di Bisaccia
  • Simona Contucci — Burmistrz Montenero di Bisaccia
  • Graziano Coscia — Burmistrz Carlantino

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