Mehr als fünf Jahre nach dem Debüt des Originalmodells hat Apple im März 2026 die AirPods Max 2 veröffentlicht. Während das äußere Design unverändert bleibt, erfährt das Innenleben der Premium-Kopfhörer eine umfassende Überarbeitung. Für einen Preis von 549 US-Dollar integriert Apple erstmals zwei H2-Chips, die zahlreiche neue Software-Funktionen ermöglichen.

Dualer H2-Chip

Zwei H2-Chips ersetzen den alten H1-Chip und ermöglichen Funktionen wie adaptives Audio und Siri-Kopfgesten.

Verbessertes ANC

Die aktive Geräuschunterdrückung wurde rein softwareseitig um das 1,5-Fache verbessert.

Neuer Verstärker

Ein High Dynamic Range Verstärker verbessert die Audioqualität bei unverändertem Außendesign.

Preis und Design

Der Preis bleibt bei 549 US-Dollar; das Design und die 40-mm-Treiber wurden vom Vorgänger übernommen.

Apple hat im März 2026 die AirPods Max 2 auf den Markt gebracht. Damit erscheint die erste bedeutende Überarbeitung ihrer High-End-Over-Ear-Kopfhörer mehr als fünf Jahre nach der Premiere des ersten Modells. Der Preis liegt wie beim Vorgänger bei 549 US-Dollar. Die Kopfhörer sind in fünf Farben erhältlich: Mitternacht, Polarstern, Orange, Blau und Violett. Die zentrale Neuerung ist der Wechsel vom H1-Chip auf duale H2-Chips. Diese Komponente führte Apple erstmals 2022 mit den AirPods Pro 2 ein; sie ermöglicht nun eine Reihe von Software-Funktionen, die der Max-Reihe bisher fehlten. Fachmedien wie The Verge, Engadget und Gizmodo bestätigten, dass die Hardware-Revision trotz des unveränderten Äußeren messbare Verbesserungen bei der Geräuschunterdrückung und der Audioqualität liefert sowie den Funktionsumfang an Apples aktuelle Audiolinie angleicht.

Apple veröffentlichte die ersten AirPods Max am 15. Dezember 2020 und positionierte sie als ihr hochwertigstes Audioprodukt. Im Jahr 2024 gab es lediglich eine kleine Aktualisierung, bei der Apple den Lightning-Anschluss durch USB-C ersetzte, um EU-Vorgaben zu erfüllen, und neue Farben einführte; der interne Chip blieb jedoch der alte. Ein Software-Update im Jahr 2025 brachte Unterstützung für Lossless Audio und extrem niedrige Latenz. Da die Revision von 2024 den H1-Chip beibehielt, verfügte die Max-Serie über deutlich ältere Prozessoren als die AirPods Pro 2, die bereits 2022 mit dem H2-Chip ausgestattet worden waren.

H2-Chip ermöglicht lang vermisste Funktionen Der H2-Chip schaltet Funktionen frei, die der AirPods-Max-Reihe seit der Einführung der Pro 2 fehlten. Dazu gehören adaptives Audio, Konversationserkennung, Stimmisolation, personalisierte Lautstärke und Live-Übersetzung. Eine neue Funktion namens „Siri Interactions“ erlaubt es Nutzern, auf Siri-Fragen durch Nicken oder Kopfschütteln zu antworten, ohne sprechen zu müssen. Zudem kann die Digital Crown an der rechten Ohrmuschel nun die Kamera eines verbundenen iPhones auslösen, was für Fernauslösungen bei Selfies oder Gruppenfotos nützlich ist. Tim Millet, Vice President of Platform Architecture bei Apple, und Eric Treski, Director of Audio Product Marketing, erläuterten gegenüber TechRadar die Designphilosophie. „Wenn wir bei Apple Chips entwickeln, steht immer das Produkt im Vordergrund. Wir verkaufen keine Chips auf dem freien Markt, was unserem Team den Luxus bietet, genau zu wissen, wofür sie bauen.” — Tim Millet via TechRadar Millet ergänzte, dass die Rechenleistung des Chips das Niveau eines herkömmlichen Macs übertreffe, was durch die Spezialisierung auf Audioaufgaben möglich werde. Engadget merkte an, dass die späte Einführung des H2-Chips in der Max-Linie – 16 Monate nach dem USB-C-Update von 2024 – dazu geführt habe, dass Apples teuerste Kopfhörer lange Zeit mit technisch veralteten Komponenten arbeiteten.

Geräuschunterdrückung verbessert sich ohne Gehäuseänderung um das 1,5-Fache Apple gibt an, dass die AirPods Max 2 eine 1.5x (fache) — Verbesserung der aktiven Geräuschunterdrückung gegenüber dem Originalmodell Verbesserung der aktiven Geräuschunterdrückung gegenüber dem Vorgängermodell erzielen. Dies werde allein durch Software und Algorithmen erreicht, ohne Änderungen an der physischen Bauform oder den Treibern. Die 40-Millimeter-Treiber stammen aus der ersten Generation, werden nun aber mit einem neuen digitalen Verstärker mit hohem Dynamikbereich kombiniert, der auch in den AirPods Pro 3 zum Einsatz kommt. Eric Treski bestätigte TechRadar, dass keine physischen Bauteile für die ANC-Steigerung geändert wurden. „Diese Verbesserungen beim ANC zu erreichen, insbesondere die 1,5-fache Steigerung, ist eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass wir das Design, die Form oder die Materialien der Kopfhörer überhaupt nicht verändert haben.” — Eric Treski via TechRadar Testberichte von Gizmodo verglichen die Leistung mit den Bose QuietComfort Ultra Headphones und sahen Apple teilweise im Vorteil, besonders in U-Bahnen und Büros. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung notierte eine "unglaublich feine Detailauflösung" und eine beeindruckende Dynamik, bemängelte jedoch eine leicht helle Abstimmung, die gelegentlich Zischlaute überbetone. Laut The Verge bleibt Lossless Audio mit 24-Bit/48kHz über eine USB-C-Kabelverbindung möglich.

AirPods Max: Original vs. AirPods Max 2: Interner Prozessor (before: H1 (einzeln), after: H2 (dual)); Verstärker (before: Standard-Digitalverstärker, after: High Dynamic Range Verstärker); Aktive Geräuschunterdrückung (before: Basis-ANC, after: 1,5-fache Verbesserung zum Original); Adaptives Audio / Live-Übersetzung (before: Nicht verfügbar, after: Verfügbar durch H2-Chip); Siri-Kopfgesten (before: Nicht verfügbar, after: Nicken oder Schütteln für Siri-Antworten); Anschluss (before: Lightning (2020) / USB-C (2024 Update), after: USB-C)

Geteiltes Echo: Lohnt sich der Umstieg für Altbesitzer? In den am 31. März 2026 veröffentlichten Rezensionen zeichnete sich ein klares Bild ab: Die AirPods Max 2 sind ein bedeutendes Upgrade für Neukäufer, bieten für Besitzer des Vorgängermodells jedoch nur wenige zwingende Gründe für einen Wechsel. Der Tages-Anzeiger fasste zusammen, dass Neukunden bedenkenlos zugreifen könnten, während Bestandskunden auf die nächste Generation warten sollten. The Verge lobte den Klang durch den neuen Verstärker als "unglaublich", kritisierte jedoch das hohe Gewicht, das Fehlen eines Ein-Ausschaltknopfs und das Case, das kaum Schutz biete. Engadget wies darauf hin, dass der Preis stabil blieb, auch weil Apple von den Zöllen der Trump-Regierung ausgenommen sei. Spiegel Online hob die Siri-Kopfgesten als eine der nützlichsten Neuerungen der letzten Jahre hervor. Die Steuerung über die Digital Crown wurde von The Independent als überlegen gegenüber den Touch-Steuerungen der Konkurrenz gelobt. Gizmodo resümierte, dass das Erlebnis in der Praxis weit über die rein technischen Daten auf dem Papier hinausgehe.

Mentioned People

  • Tim Millet — Wiceprezes Apple ds. architektury platform
  • Eric Treski — Dyrektor marketingu produktów audio w Apple

Sources: 8 articles