NASA-Astronaut Mike Fincke hat sich erstmals öffentlich zu dem medizinischen Vorfall geäußert, der ihn am 7. Januar 2026 an Bord der Internationalen Raumstation betraf. Der Zwischenfall löste die erste medizinische Evakuierung in der Geschichte der Station aus. Die Ursache ist weiter ungeklärt.

Erster öffentlicher Bericht von Mike Fincke

Der NASA-Astronaut schildert erstmals den medizinischen Vorfall vom 7. Januar 2026 an Bord der ISS.

Crew reagierte sofort

Zena Cardman, Kimiya Yui und Oleg Platonov griffen umgehend ein und sprachen mit Flugärzten auf der Erde.

Ursache bleibt ungeklärt

Ärzte schlossen einen Herzinfarkt aus, konnten den Auslöser der Episode aber bisher nicht bestimmen.

NASA untersucht mögliche Zusammenhänge

Die Behörde prüft, ob lange Zeit in Schwerelosigkeit oder ähnliche unerkannte Fälle eine Rolle gespielt haben könnten.

NASA-Astronaut Mike Fincke hat sich erstmals öffentlich zu dem rätselhaften medizinischen Vorfall geäußert, den er am 7. Januar 2026 an Bord der Internationalen Raumstation erlitt und der die erste medizinische Evakuierung in der Geschichte der Station auslöste. Fincke, 59, ein pensionierter Colonel der U.S. Air Force, sagte der Associated Press in einem Interview vom NASA Johnson Space Center in Houston, er habe beim Abendessen nach den Vorbereitungen für einen geplanten Außenbordeinsatz plötzlich nicht mehr sprechen können. Schmerzen habe er während der rund 20-minütigen Episode nicht gespürt, die sich von selbst wieder löste, woraufhin es ihm zunächst wieder gut ging. Die Ursache des Vorfalls ist weder für Fincke noch für seine Ärzte bekannt.

Die Besatzung reagierte binnen Sekunden, als Fincke Probleme bekam Fincke schilderte den Beginn der Episode als sehr abrupt und sagte, sie sei ohne jede Vorwarnung gekommen. „Sie kam völlig aus dem Nichts. Es passierte erstaunlich schnell.” — Mike Fincke via Associated Press Seine drei Besatzungsmitglieder — die US-Astronautin Zena Cardman, der japanische Astronaut Kimiya Yui und der russische Kosmonaut Oleg Platonov — erkannten sofort, dass etwas nicht stimmte, und versammelten sich um ihn. Die Crew sprach mit Flugärzten am Boden und nutzte das Ultraschallgerät an Bord der Station, um die medizinische Beurteilung zu unterstützen. „Innerhalb von Sekunden war die gesamte Mannschaft im Einsatz.” — Mike Fincke via Associated Press Fincke sagte, er habe vor oder nach dem Vorfall nie etwas Vergleichbares erlebt, und stellte klar, dass er sich nicht an Essen verschluckt habe.

NASA sagte die erste ISS-Medizin-Evakuierung acht Tage später an Nach dem Vorfall sagte NASA den geplanten Außenbordeinsatz ab, der Finckes zehnter Einsatz dieser Art und Cardmans erster gewesen wäre, und leitete die erste medizinische Evakuierung der Behörde von der Raumstation ein. Eine SpaceX-Kapsel brachte alle vier Besatzungsmitglieder am 15. Januar 2026 zur Erde zurück, mehr als einen Monat vor dem vorgesehenen Termin, und verkürzte die Mission damit um etwa einen Monat. Nach der Landung ging die Crew direkt ins Krankenhaus. Fincke hatte sich während der Mission fünfeinhalb Monate auf der Station aufgehalten. Laut einem Bericht des Tages-Anzeiger hatten sowjetische und russische Raumfahrtprogramme bereits früher Missionsabbrüche aus medizinischen Gründen durchgeführt, die Evakuierung im Januar 2026 war für NASA jedoch die erste dieser Art. Fincke sagte, er habe ein schlechtes Gewissen wegen der vorzeitigen Rückkehr und des abgesagten Außenbordeinsatzes, vor allem weil Cardman dadurch ihr erstes Arbeiten außerhalb der Raumstation verwehrt blieb.

Medizinischer Notfall von Mike Fincke auf der ISS: — ; — ; — ; — ; —

Ärzte schließen Herzinfarkt aus, doch die Ursache bleibt offen Medizinische Untersuchungen seit Finckes Rückkehr zur Erde haben einen Herzinfarkt ausgeschlossen, die zugrunde liegende Ursache der Episode haben die Ärzte jedoch nicht festgestellt. Die Ermittler prüfen, ob der Zustand mit der 549 (Tage) — insgesamt auf vier Missionen in Schwerelosigkeit verbrachten Zeit Finckes zusammenhängen könnte, sodass seine kumulative Raumfahrterfahrung eine zentrale Variable der Untersuchung ist. NASA wertet außerdem die Krankenakten anderer Astronauten aus, um festzustellen, ob ähnliche, bislang nicht erklärte Episoden im All möglicherweise aufgetreten sind, ohne gemeldet oder erkannt worden zu sein. Fincke sagte, er könne nur begrenzt über Details sprechen, und erklärte, NASA wolle die medizinische Privatsphäre der Astronauten schützen, damit Besatzungsmitglieder nicht befürchten müssten, im Falle einer Erkrankung im Orbit darüber zu sprechen. NASA-Chef Jared Isaacman habe Fincke Berichten zufolge angewiesen, sich bei seinen Kollegen nicht weiter für die durch seine Erkrankung verursachten Unannehmlichkeiten zu entschuldigen. Trotz der ungeklärten Diagnose sagte Fincke, er hoffe weiter auf eine Rückkehr ins All in der Zukunft.

Mike Fincke hat im Verlauf seiner Karriere vier Raumflüge absolviert und liegt unter den NASA-Astronauten bei der gesamten Zeit im All auf Platz vier, mit 549 kumulierten Tagen in Schwerelosigkeit. Er hat neun Außenbordeinsätze mit insgesamt 48 Stunden und 37 Minuten EVA-Zeit absolviert. Die Evakuierung im Januar 2026 war das erste Mal, dass NASA eine ISS-Mission aus medizinischen Gründen vorzeitig beendete, auch wenn russische Raumfahrtprogramme in früheren Jahrzehnten ähnliche Abbrüche vorgenommen hatten. Langzeitaufenthalte im All sind bekannt dafür, die Besatzung physiologischen Belastungen auszusetzen, darunter Flüssigkeitsverschiebungen, kardiovaskuläre Veränderungen und Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem, auch wenn der konkrete Zusammenhang zwischen diesen Faktoren und Finckes Episode von seinen Ärzten nicht festgestellt worden ist.

Mentioned People

  • Mike Fincke — Amerykański astronauta i emerytowany pułkownik Sił Powietrznych Stanów Zjednoczonych, który spędził w kosmosie 549 dni.
  • Zena Cardman — Amerykańska geobiolog i astronautka NASA, która pełniła funkcję dowódczyni misji Crew-11.
  • Kimiya Yui — Japoński astronauta i członek załogi podczas medycznego zdarzenia.
  • Oleg Platonov — Rosyjski kosmonauta i członek załogi podczas medycznego zdarzenia.

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