Konflikte · Varna, Constanța und Haifa

Von Drohnen getroffenes Containerschiff Contship Jet sinkt vor Bulgariens Schwarzmeerküste

Drei Seedrohnen trafen am 28. Oktober das Containerschiff Contship Jet vor Bulgariens Schwarzmeerküste, am Morgen des 29. Oktober sank das Schiff. Alle 18 Crewmitglieder wurden gerettet und zur medizinischen Untersuchung nach Varna gebracht.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Libertatea, Adnkronos, Digi24 und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

Pollar Films · aufgenommen am 29. Okt.

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Varna, Constanța, Haifa, Sofia · Bulgarien, Rumänien, Israel
Wie es dazu kam
  1. 28. Oktober, gegen MittagErster von drei Seedrohnenangriffen auf die Contship Jet, zwei weitere Treffer folgen
  2. 29. Oktober, MorgenDie Besatzung hat das Schiff verlassen, das rund 36 Seemeilen von Varna entfernt sinkt
  3. 29. OktoberDie örtliche Schifffahrtsbehörde meldet, dass das Schiff gesunken ist

Drei Drohnen und ein Untergang

Drei Seedrohnen trafen am 28. Oktober das Containerschiff Contship Jet, der erste Einschlag erfolgte nach Angaben von HotNews gegen Mittag, zwei weitere folgten. Das Schiff war mit 421 Containern an Bord vom israelischen Hafen Haifa in Richtung Constanța in Rumänien ausgelaufen. Die Quellen geben seine Position unterschiedlich an: AP und Europa Press verorten es rund 21 Seemeilen vor der bulgarischen Küste, HotNews verlegt den Angriff rund 16 Seemeilen vor Kap Kaliakra. Der Kommandeur der bulgarischen Marine, Konteradmiral Kiril Mihaylov, sagte, ein französisches Aufklärungsflugzeug vom Typ Atlantique habe zunächst zwei Drohnen rund 30 Seemeilen östlich von Kap Kaliakra und eine dritte rund 50 Seemeilen entfernt entdeckt. Nachdem die Besatzung das Schiff verlassen hatte, trieb es ab und sank am Morgen des 29. Oktober rund 36 Seemeilen von Varna entfernt, wie Digi24 berichtet. Das unter liberianischer Flagge fahrende, von einer griechischen Reederei gemanagte Schiff war von der israelischen Gesellschaft Zim Integrated Shipping Services gechartert, die mitteilte, ihre Besatzung sei gerettet worden.

Besatzung gerettet

Schiffe der bulgarischen Marine und der Grenzpolizei nahmen alle 18 Crewmitglieder auf und brachten sie zur medizinischen Untersuchung in die Hafenstadt Varna. Die Besatzung bestand aus 14 Filipinos und vier Ukrainern. Zim erklärte, die Crew sei nach dem Angriff gerettet und in Sicherheit gebracht worden. Bislang wurden keine Opfer gemeldet. Die Ladung jedoch birgt ein eigenes Umweltrisiko, das im nächsten Abschnitt behandelt wird.

Besatzung der Contship Jet nach NationalitätCrewmitglieder
Filipinos
14 Crewmitglieder
Ukrainer
4 Crewmitglieder

Daten aus dem Artikeltext

Gefährliche Ladung und Überwachung

Berichten zufolge gelangten mehr als 20 Container mit Gefahrgut ins Wasser und treiben nach dem Überbordgehen in der Nähe Rumäniens. Zur Ladung gehörten erhebliche Mengen an Lithium-Ionen-Batterien, Druckgasbehälter, entflammbare Industrieflüssigkeiten und weitere Gefahrstoffe. Nach Angaben von maritime.bg enthielten einige Container Lithium-Ionen-Batterien, entflammbare Flüssigkeiten und Gase. Teams des Verteidigungsministeriums entnahmen an zwei Stellen Wasserproben, und erste technische Einschätzungen ergaben keine sichtbaren Kohlenwasserstoffe oder massiven Chemikalienaustritt an der Oberfläche. Marineeinheiten meldeten nach Probenahmen in bulgarischen Hoheitsgewässern keine Anzeichen einer Verschmutzung. Wasserproben sollen zudem an fünf Küstenorten genommen werden: Durankulak, Šabla, Kap Kaliakra, Byala und Sosopol, durch die Direktion für das Schwarzmeerbecken und die Exekutivagentur für Umwelt.

Eine Serie von Angriffen im Schwarzen Meer

Contship Jet ist nach Angaben von AP der fünfte Drohnenangriff in der ausschließlichen Wirtschaftszone Bulgariens im Oktober. HotNews zählt zehn getroffene Schiffe vor den Küsten Rumäniens und Bulgariens in derselben Angriffsserie. Russland hat die Verantwortung nicht übernommen, doch der Verdacht richtet sich auf Moskau. Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radev sagte im Oktober vor dem Parlament, die Logik deute auf Russland hin, es lasse sich aber nicht beweisen.

„Das Problem ist, dass wir es nicht beweisen können.“

Rumen Radev, Bulgarischer Ministerpräsident

Einige NATO-Mitglieder vermuten, dass der russische Präsident Wladimir Putin die Unterstützung des Bündnisses für die Ukraine auf die Probe stellen will. NATO-Generalsekretär Mark Rutte schrieb am 15. Oktober auf X, das Bündnis habe seine Präsenz entlang der Ostflanke verstärkt, unter anderem mit zusätzlichen Fähigkeiten zur Drohnenabwehr.

Reaktionen in der Region und in Europa

Die Verteidigungsminister Bulgariens, Rumäniens und der Türkei trafen sich in Sofia, um die Sicherheit im Schwarzen Meer zu erörtern; der Untergang fiel mit diesem Treffen zusammen. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten sie Drohnenangriffe auf Handelsschiffe aufs Schärfste und forderten ein sofortiges Ende der Angriffe, die die Schifffahrt und die maritime Infrastruktur bedrohen. Sie vereinbarten einen stärkeren Austausch von Geheimdienstinformationen, Frühwarnfähigkeiten und eine engere Koordinierung im Schwarzen Meer. Bulgariens Verteidigungsminister Dimitar Stojanow verurteilte die Angriffe unmissverständlich und bezeichnete sie als gefährliche Eskalation der Spannungen. Die Europäische Kommission erklärte, sie stehe uneingeschränkt an der Seite Bulgariens und sei bereit, über das Zentrum für maritime Sicherheit mit Bulgarien und Rumänien zusammenzuarbeiten. Sprecher Christian Wigand nannte die Angriffe eine gefährliche und inakzeptable Eskalation.

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