Das Jahr 2025 war das sicherste in der Geschichte Hamburgs hinsichtlich tödlicher Verkehrsunfälle seit Beginn der Statistik im Jahr 1953. Die Zahl der Todesopfer sank auf 21 Personen, was einen Rückgang um neun im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die Polizei betont jedoch, dass die Hälfte der Toten Radfahrer sind und die Gesamtzahl der Unfälle mit ihrer Beteiligung um 8,4 Prozent gestiegen ist. Die Behörden kündigen verstärkte Kontrollen und präventive Maßnahmen an.
Historisch niedrige Zahl der Opfer
Im Jahr 2025 kamen auf Hamburgs Straßen 22 Menschen ums Leben, was der niedrigste Wert seit 1953 ist und einen Rückgang um 30 Prozent gegenüber 2024 bedeutet.
Kritische Situation für Radfahrer
Genau die Hälfte der Todesopfer, also 11 Personen, waren Radfahrer, bei einem allgemeinen Anstieg der Unfälle mit ihrer Beteiligung auf 3710 Vorfälle.
Reaktion von Polizei und Behörden
Die Polizei kündigt verstärkte Kontrollen an, insbesondere in Bezug auf Geschwindigkeit, Abstandhalten beim Überholen und falsches Parken auf Radwegen.
Tragische Massenunfälle
Die Jahresstatistik wurde von mehreren schweren Unfällen beeinflusst, darunter eine tödliche Kollision mit zwei Radfahrerinnen im Juni im Stadtteil Altona.
Hamburg verzeichnete im Jahr 2025 eine historisch niedrige Zahl von Verkehrstoten. Wie die Polizei am 23. Februar mitteilte, verloren 22 Menschen ihr Leben. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem 30 Personen starben, bedeutet dies einen Rückgang um neun Todesopfer, also um 30 Prozent. Der langfristige Trend der Verbesserung ist deutlich – noch im Jahr 2013 lag die Zahl der Getöteten bei 38. Das Jahr 2025 war somit das sicherste in der Geschichte der Stadt in dieser Hinsicht seit Beginn der Statistikführung im Jahr 1953. Eine entscheidende und beunruhigende Schlussfolgerung aus den Daten ist die Struktur der Opfer. Genau die Hälfte, also 11 Personen, die im vergangenen Jahr starben, waren Radfahrer. In dieser Gruppe fanden sich sowohl Nutzer herkömmlicher als auch elektrischer Fahrräder. Darüber hinaus ist die Gesamtzahl der Unfälle mit Radfahrerbeteiligung nicht nur nicht gesunken, sondern gestiegen. Im Jahr 2025 wurden 3710 solcher Vorfälle registriert, was einen Anstieg um 8,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024 bedeutet. Dies zeigt, dass trotz der allgemeinen Verbesserung der Sicherheit Radfahrer nach wie vor eine besonders gefährdete Gruppe sind. Die Polizei weist darauf hin, dass die Jahresstatistik maßgeblich von mehreren schweren, tragischen Unfällen beeinflusst wurde. Einer davon ereignete sich im Juni im Stadtteil Altona, wo bei einer Kollision mit einem Auto zwei Radfahrerinnen ums Leben kamen. Die Unfallstatistik in Deutschland hat ihre Wurzeln in der Mitte des 20. Jahrhunderts, in der Zeit des Wiederaufbaus und des dynamischen Wachstums der Motorisierung nach dem Krieg. Die ersten umfassenden Zusammenstellungen auf Bundesebene erschienen in den 1950er Jahren. Auf dem Höhepunkt, in den 1970er Jahren, überstieg die Zahl der Verkehrstoten in ganz Westdeutschland 20.000 pro Jahr. Die Wende brachten die 1970er Jahre, insbesondere die Einführung der Gurtpflicht im Jahr 1974 und der Empfehlung zur Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen, was eine konsequente, jahrzehntelange Abwärtstendenz einleitete.Die Reaktion der Behörden auf die Veröffentlichung der Daten verbindet vorsichtigen Optimismus mit einem Appell zur Wachsamkeit. Der Sprecher der Hamburger Polizei, Holger Vehren, kommentierte: „Diese Zahlen sind erfreulich, aber kein Grund zur Euphorie.” — Sprecher der Hamburger Polizei, der die Unfallstatistiken kommentiert Er betonte, dass es immer noch zu vielen Unfällen komme, bei denen Menschen schwer verletzt würden. Als Reaktion auf die besorgniserregenden Daten zu Radfahrern kündigt die Polizei eine Intensivierung der Kontrollen an. Die Maßnahmen sollen sich auf Orte mit häufigen Kollisionen konzentrieren und sich vor allem auf die Durchsetzung der Geschwindigkeitsvorschriften, das Einhalten des erforderlichen Abstands beim Überholen von Fahrrädern sowie das korrekte Parken richten, das oft Radwege blockiert. Experten für Verkehrssicherheit weisen darauf hin, dass für die Verfestigung des positiven Trends und den weiteren Schutz ungeschützter Verkehrsteilnehmer ständige Investitionen in die Infrastruktur entscheidend sind. Dabei geht es vor allem um den Ausbau eines sicheren und zusammenhängenden Radwegenetzes, das physisch vom Autoverkehr getrennt ist. Auch die Aufklärung der Verkehrsteilnehmer, sowohl der Autofahrer als auch der Radfahrer, und die Förderung gegenseitigen Respekts bleiben eine Priorität. Diese Daten fügen sich in den bundesweiten Trend des Rückgangs der Verkehrstoten ein, obwohl die Zahl der Todesopfer in ganz Deutschland im Jahr 2025 nach vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes weiterhin über 2500 lag. Hamburg als Stadtstaat hat besondere Möglichkeiten, seine eigene Verkehrs- und Verkehrssicherheitspolitik zu gestalten, was in diesen Statistiken sichtbar wird. Analysten betonen, dass der Erfolg bei der Reduzierung der Opfer unter motorisierten Verkehrsteilnehmern nicht mit einer Verbesserung der Sicherheit von Radfahrern einhergeht, was eine neue, dringende Herausforderung für Stadtplaner und Ordnungskräfte darstellt. Weitere systemische Maßnahmen, die Modernisierung der Infrastruktur, Rechtsdurchsetzung und Sozialkampagnen verbinden, sind unerlässlich.
Mentioned People
- Holger Vehren — Sprecher der Hamburger Polizei, der die Unfallstatistiken kommentiert