Die jüngste Winterinventur im polnischen Teil des Białowieża-Urwalds und in angrenzenden Gebieten ergab die Anwesenheit von 1176 frei lebenden Wisenten. Dies stellt einen historischen Rekord dar und bedeutet einen Anstieg im Vergleich zu den Daten des Vorjahres. Das Ergebnis wurde vom Białowieża-Nationalpark mitgeteilt und umfasst den Populationsstand Ende 2025.
Historisch größte Population
Bei der Winterinventur im Białowieża-Urwald und Umgebung wurden 1176 frei lebende Wisente gezählt, was ein Rekordergebnis ist.
Zunahme der Individuenzahl
Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein deutlicher Anstieg verzeichnet – damals wurden etwa 870 Individuen gezählt, was teilweise auf die Migration eines Teils der Herde zurückzuführen war.
Daten für 2025
Die Zahl von 1176 Wisenten stellt den Stand der freien Population Ende des vergangenen Jahres dar, laut Angaben des Białowieża-Nationalparks.
Im polnischen Teil des Białowieża-Urwalds wurde die historisch größte Wisentpopulation verzeichnet. Die Winterinventur, deren Ergebnisse der Białowieża-Nationalpark veröffentlichte, wies 1176 frei lebende Individuen Ende 2025 nach.
Dieser Stand ist deutlich höher als vor einem Jahr, als etwa 870 Wisente gezählt wurden. Damals wiesen Wissenschaftler und Förster darauf hin, dass sich ein Teil der Herde, bestehend aus über hundert Tieren, außerhalb der überwachten Gebiete bewegt hatte. Das aktuelle Rekordergebnis unterstreicht den Erfolg der langjährigen Schutzmaßnahmen für diese symbolträchtige Art.Der Europäische Wisent (Bison bonasus) wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Natur nahezu vollständig ausgerottet. Der letzte frei lebende Wisent im Kaukasus starb 1927, und im Białowieża-Urwald 1919. Die Wiederherstellung der Population begann mit in Gefangenschaft lebenden Individuen, und die ersten Wisente wurden 1952 im Białowieża-Urwald in die Freiheit entlassen. Seitdem unterliegt die Art strengem Schutz und Monitoring.
Der Białowieża-Nationalpark, als Hauptkoordinator des Wisentschutzes in Polen, führt regelmäßig Winterzählungen durch. Diese Methode basiert auf der Beobachtung von Tieren an Futterstellen und der Verfolgung von Spuren im Schnee. Das Ergebnis von 1176 Individuen bestätigt den positiven Wachstumstrend und die Stabilität der Białowieża-Population, die die größte frei lebende Population dieser Art weltweit ist. Dieser Erfolg ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, Förstern und Naturschutzorganisationen.