
Zwei Patienten sterben bei Dachbrand im Krankenhaus Ludwigslust; Notdach innerhalb von 24 Stunden angeordnet
Ein Feuer in der Dachkonstruktion eines Krankenhauses in Ludwigslust bei Schwerin hat in den frühen Morgenstunden des Donnerstags zwei Patienten das Leben gekostet. Eine weitere Person erlitt eine Rauchvergiftung, rund 60 Patienten wurden evakuiert.
Der Brand
Gegen 4:30 Uhr am 2. Juli 2026 brach in einem Patientenzimmer der Gefäßchirurgie des Krankenhauses Ludwigslust ein Feuer aus. Der Dachstuhl geriet in Brand, Flammen und Rauch quollen aus dem fünfstöckigen Gebäude. Die Rettungskräfte wurden alarmiert und rund 90 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und medizinischem Personal rückten an.
Todesopfer und Verletzte
Zwei Patienten starben bei dem Brand. Eine Sprecherin des Landkreises Ludwigslust-Parchim bestätigte die Todesfälle. Eines der Opfer befand sich in dem Zimmer, in dem das Feuer ausgebrochen war, das andere im benachbarten Zimmer. Erste Polizeimeldungen am frühen Morgen sprachen von 34 Verletzten, diese Zahl wurde später auf eine Person mit Rauchvergiftung korrigiert. Eine Polizeisprecherin erklärte, dass in der ersten Bilanz alle Personen erfasst wurden, die für medizinische Untersuchungen vorgemerkt waren, von denen sich viele später als unverletzt herausstellten.
Dieses Gebäude ist Teil unserer zentralen Herzkammer. Es war ein Stich in einen unserer modernsten Gebäudeabschnitte.
Evakuierung und Auswirkungen auf das Krankenhaus
Etwa 60 Patienten wurden aus dem Gebäude evakuiert, fünf von ihnen in ein anderes Krankenhaus nach Hagenow verlegt. Die Radiologie wurde nicht vom Feuer beeinträchtigt, aber das Löschwasser beschädigte die Technik im Herzkatheterlabor. Das Krankenhaus verfügt über 160 Betten und ist die einzige Klinik der Stadt, die die Grund- und Regelversorgung für die Region sicherstellt.
Rettungseinsatz und politische Reaktion
Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Krankenhauspersonal arbeiteten unter außergewöhnlichen Bedingungen, sagte Innenminister Christian Pegel, der den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aussprach. Im Landtag in Schwerin hielten die Abgeordneten eine Schweigeminute ab und zogen eine Befragung von Gesundheitsministerin Stefanie Drese vor, damit sie anschließend nach Ludwigslust reisen konnte.
Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Krankenhauspersonal leisten derzeit Außergewöhnliches.
Notdach
Landrat Stefan Sternberg kündigte an, dass die Arbeiten an einem Notdach um die Mittagszeit beginnen und innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen sein sollen. Sternberg sagte, die Maßnahme sei unerlässlich, um die Funktionsfähigkeit des zentralen Bereichs des Krankenhauses wiederherzustellen.


