
Zwei Tote, mindestens fünf Verletzte bei Schusswechsel auf Torontos Salsa on St. Clair Festival
Ein Schusswechsel zwischen zwei Personen auf dem jährlichen Straßenfest Salsa on St. Clair in Toronto am Samstagabend forderte zwei Tote und mindestens fünf Verletzte, während tausende Besucher in Panik flohen.
Der Schusswechsel brach in der Nähe der St. Clair Avenue West und der Arlington Avenue kurz nach 20:00 Uhr Ortszeit am 11. Juli während der 22. Ausgabe des lateinamerikanischen Kulturfestivals aus. Die Polizei gab zunächst eine Warnung vor einem aktiven Schützen heraus, bevor sie klarstellte, dass es sich um zwei Personen handelte, die aufeinander schossen. Bis zum späten Abend gab es keine Festnahmen.
Wie die Gewalt ablief
Die Polizei von Toronto erhielt um 20:12 Uhr Meldungen über Schüsse, berichtete Deputy Chief Frank Barento Reportern. Die am Tatort eintreffenden Beamten fanden fünf Personen mit Schusswunden vor; zwei wurden noch am Ort für tot erklärt. Die übrigen Opfer wurden ins Krankenhaus gebracht, ihr Gesundheitszustand wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Die Ermittler stellten zwei Schusswaffen an der Kreuzung sicher.
- Schüsse gemeldet in der Nähe der St. Clair Avenue West und Arlington Avenue während des Salsa on St. Clair Festivals.
- Beamte finden fünf Opfer mit Schusswunden; zwei werden noch am Ort für tot erklärt.
- Die Polizei von Toronto gibt eine Warnung vor einem aktiven Schützen heraus und fordert die Öffentlichkeit auf, das Gebiet zu meiden.
- Frank Barento stellt klar, dass zwei Personen aufeinander geschossen haben, es keinen aktiven Schützen gibt.
- Keine Festnahmen; Ermittlungen dauern an.
Barento erklärte, dass die anfängliche Information über einen aktiven Schützen nach der Untersuchung des Tatorts revidiert worden sei. „Es wurde festgestellt, dass zwei Personen aufeinander gezielt hatten“, erläuterte er und fügte hinzu, dass das Paar „ein unkontrolliertes Risiko für eine große Anzahl von Menschen darstellte“.
Zwei Personen hatten aufeinander gezielt. Sie stellten ein unkontrolliertes Risiko für eine große Anzahl von Menschen dar.
Eine Quelle, in.gr, berichtete von mindestens sechs Verletzten und berief sich dabei auf einen Social-Media-Beitrag der Polizei, in dem sechs Schussopfer genannt wurden. Andere Medien und offizielle Polizeiangaben sprachen von fünf Verletzten. Die Diskrepanz konnte bis Sonntagmorgen nicht geklärt werden.
Panikszenen unter den Festivalbesuchern
Das Salsa on St. Clair Festival, eine 22-jährige jährliche Feier der lateinamerikanischen Kultur, Küche und Musik, hatte große Menschenmengen entlang der St. Clair Avenue West angezogen. Augenzeugen berichteten, dass Menschen schrien und zu Boden gingen, als die Schüsse fielen.
Valerie Rodriguez saß in einem Restaurant, als eine Gruppe hereinstürmte. „Eine Gruppe von Leuten sagte uns, wir sollten uns auf den Boden legen. Wir hatten Angst, weil wir nicht genau wussten, was passierte“, sagte sie gegenüber iefimerida.gr.
Wir hatten Angst, weil wir nicht genau wussten, was passierte.
Eine Festivalverkäuferin sagte, sie habe aufgehört, Kunden zu bedienen, nachdem sie eine Menschenmenge sah, die aus dem Gebiet floh.
Politische Reaktionen
Torontos Bürgermeisterin Olivia Chow zeigte sich empört und traurig darüber, dass Gewalt ein familienfreundliches Gemeinschaftsereignis getroffen hat. Ontarios Premierminister Doug Ford sagte, er sei schockiert über die sinnlose Gewalt.
Premierminister Mark Carney postete auf X, dass er „schockiert“ über den Angriff sei und bot der Polizei volle Unterstützung bei der Verfolgung der Verantwortlichen an. „Meine Gedanken und Gebete sind bei den Familien, die um ihre Lieben trauern, bei den Schwerverletzten und bei allen, die von diesem schrecklichen Vorfall betroffen sind“, schrieb er.
Meine Gedanken und Gebete sind bei den Familien, die um ihre Lieben trauern, bei den Schwerverletzten und bei allen, die von diesem schrecklichen Vorfall betroffen sind.
Stand der Ermittlungen
Eine starke Polizeipräsenz blieb bis in die Nacht am Tatort im Bereich des Festivals bestehen. Die Polizei von Toronto forderte die Öffentlichkeit auf, die Zone zu meiden und den offiziellen Anweisungen zu folgen. Es wurden keine Täterbeschreibung oder Motiv veröffentlicht, und bis zum späten Abend gab es keine Festnahmen. Deputy Chief Barento merkte an, dass Toronto zwar als eine der sichersten Großstädte der Welt gelte, solche Vorfälle aber dennoch vorkämen.
