Mindestens 12 Tote bei Waldbrand in Spanien – Feuer in Almería nach 6.600 Hektar fast unter Kontrolle
Feuerwehrleute, unterstützt durch ruhigere Winde und höhere Luftfeuchtigkeit, haben den sich schnell ausbreitenden Brand, der in der südspanischen Provinz Almería mindestens 12 Menschen tötete, fast unter Kontrolle, sodass 600 evakuierte Bewohner in ihre Häuser zurückkehren konnten.
Ein Waldbrand, der am Donnerstag im Gebiet Gallardos in der Provinz Almería ausbrach, hat mindestens 12 Menschen getötet, viele von ihnen ausländische Staatsangehörige, und etwa 6.600 Hektar verbrannt, bevor verbesserte Wetterbedingungen es den Feuerwehrleuten am Samstag ermöglichten, einen direkten Angriff auf die Flammen zu starten.
Die tödliche Spur des Feuers
Das Feuer brach am 9. Juli aus und breitete sich auf seinem Höhepunkt mit einer Geschwindigkeit von 100 Metern pro Minute über steile Schluchten aus. Opfer wurden in Fahrzeugen und zu Fuß eingeschlossen, und ausgebrannte Autos säumten noch immer die Straßen in der Gegend. Manoli Ramos, Gemeinderätin im Dorf Bedar, wo Opfer gefunden wurden, beschrieb den Schrecken.
Wir waren absolut entsetzt. Wir konnten die Flammen sehen. Es war schrecklich.
Sie zog einen Vergleich zu einem Waldbrand im Jahr 2012 und sagte, diesmal sei es „wie die Hölle“ gewesen. Die Behörden vermuten, dass das Feuer durch ein gerissenes Stromkabel bei glühenden Temperaturen von über 40 Grad Celsius ausgelöst wurde.
Wetterumschwung hilft bei der Bekämpfung
Am Samstag, dem 11. Juli, ermöglichten ruhigere Winde, höhere Luftfeuchtigkeit und ein leichter Temperaturrückgang rund 500 Feuerwehrleuten und mehr als 20 Löschflugzeugen, von defensiven Maßnahmen zu einem direkten Angriff auf das Feuer überzugehen. Justizminister Felix Bolanos, der das Gebiet besuchte, sagte, das Feuer habe sich an diesem Tag überhaupt nicht ausgebreitet und der verbrannte Umfang sei bei 6.600 Hektar geblieben.
Das Feuer hat sich heute überhaupt nicht ausgebreitet. Es ist eindeutig eine Folge des Klimanotstands, dem die Welt gegenübersteht.
Der regionale Notfallchef Antonio Sanz stellte fest, dass die Feuerwehrleute einen Großteil des Umfangs stabilisiert hätten, was eine vorsichtige Rückkehr zur Normalität ermögliche.
Evakuierte kehren zurück, Suche geht weiter
Bis zum späten Samstag durften etwa 600 der fast 1.500 aus der Brandzone evakuierten Menschen nach Hause zurückkehren. Die Guardia Civil hatte mehr als 250 Häuser durchsucht, um sicherzustellen, dass niemand mehr darin war, und plante für Sonntag eine letzte Durchsuchung. Austin Crilly, ein 87-jähriger britischer Bewohner, schilderte den Moment, als die Polizei an seine Tür klopfte.
Sie sagten: ‚Nehmen Sie Ihr Geld, Ihre Karten und verschwinden Sie.‘
Beamte sagten, die bestätigte Zahl der Todesopfer bleibe bei 12, während 23 Menschen noch nicht lokalisiert seien, obwohl Antonio Sanz warnte, dass die Zahl der Vermissten irreführend sei, da viele Menschen, die keinen Kontakt hatten, möglicherweise bereits sichere Zentren erreicht hätten.
Identifizierung durch ausländische Opfer verlangsamt
Die Behörden erklärten, viele der Toten seien unterschiedlicher Nationalität und hätten die Anweisungen, sich in Sicherheit zu bringen, ignoriert. Die Entnahme von DNA-Proben von Angehörigen, von denen einige aus dem Ausland anreisten, habe den Identifizierungsprozess erschwert, sodass die endgültige Zahl der Vermissten bis zum Abschluss der Autopsien ungewiss bleibe. Laut The Telegraph sollen vier Briten zu den Opfern gehören.
- Feuer beginnt im Gebiet Gallardos, wahrscheinlich verursacht durch ein gerissenes Stromkabel bei 40°C Hitze.
- Flammen rasen mit 100 m/min; 12 Tote, viele in Fahrzeugen eingeschlossen.
- Winde lassen nach, Luftfeuchtigkeit steigt; Feuerwehr startet erstmals direkten Angriff.
- 600 von 1.500 Evakuierten kehren nach Hause zurück; Guardia Civil durchsucht über 250 Häuser.
- Guardia Civil führt letzte Durchsuchung durch, um weitere Opfer auszuschließen.
- Pedro Sanchez reist in das betroffene Gebiet.
Politische Reaktion und nächste Schritte
Premierminister Pedro Sanchez wird das verwüstete Gebiet am 13. Juli besuchen. Virginia Barcones, die Generalsekretärin für Zivilschutz, sagte dem spanischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dass die letzte Durchsuchung des betroffenen Gebiets sicherstellen werde, dass keine Opfer unentdeckt blieben. Die Beamten warnten weiterhin, dass die Zahl der Vermissten erst nach Abschluss der forensischen Arbeiten geklärt sein werde.

