
Adif stoppt Hochgeschwindigkeitszug Madrid-Barcelona nach Blitzeinschlag in Oberleitung
Adif hat den Zugverkehr auf der Strecke Madrid-Barcelona am 9. September 2026 für zwei Stunden unterbrochen, um Schäden an der Oberleitung nahe Sant Vicenç dels Horts zu reparieren, während schweres Unwetter in ganz Katalonien Mobilitätseinschränkungen auslöste.
Hochgeschwindigkeitsstrecke gesperrt
Der Schieneninfrastrukturbetreiber Adif hat am Mittwoch, den 9. September 2026, um 11:00 Uhr den gesamten Hochgeschwindigkeitszugverkehr auf der Strecke zwischen Madrid und Barcelona eingestellt. Die Störung begann während der frühmorgendlichen Stürme, als ein Blitz die Oberleitungsfahrleitung nahe Sant Vicenç dels Horts in der Provinz Barcelona beschädigte. Bereits um 08:00 Uhr häuften sich Verspätungen von bis zu einer Stunde auf der Strecke zwischen Barcelona und Saragossa. Um vor der vollständigen Sperrung einen Grundbetrieb aufrechtzuerhalten, leiteten die Betreiber den Verkehr zunächst über ein einzelnes Gleis zwischen El Prat de Llobregat und Gelida. Der daraus resultierende Engpass störte die Fahrpläne aller drei kommerziellen Hochgeschwindigkeitsbetreiber auf der Strecke, darunter Renfe, Iryo und Ouigo. Bereits abgefahrene Hochgeschwindigkeitszüge aus Madrid setzten ihre Fahrt mit Verspätung bis Saragossa fort, während die Besatzungen die Oberleitungen überprüften.
- Mobilitätseinschränkungen und Unterrichtsausfälle treten in fünf katalanischen Comarcas in Kraft.
- Hochgeschwindigkeitszüge verzeichnen Verspätungen von bis zu einer Stunde nach eingleisiger Streckenführung.
- Adif stoppt den gesamten Hochgeschwindigkeitsverkehr Madrid-Barcelona für Notfallreparaturen an der Oberleitung.
- Geplanter Zeitpunkt der Wiedereröffnung des Hochgeschwindigkeitskorridors.
- Geplantes Ende der regionalen zivilen Mobilitätseinschränkungen.
Reparaturen an der Oberleitung und sekundäre Verkehrsauswirkungen
Das spanische Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität entschied, dass eine vorübergehende zweistündige Sperrung der Strecke zwischen Barcelona und Tarragona notwendig sei, um dringende technische Eingriffe durchzuführen. Die Wartungsteams mussten die gesamte elektrische Spannung im Oberleitungssystem abschalten, um den beschädigten Abschnitt der Fahrleitung sicher zu reparieren. Die Verkehrsbehörden erklärten, dass die geplante Unterbrechung verhindern solle, dass sich die Verspätungen bis in den Nachmittag hinein verschlimmern, und setzten als Ziel die Wiederherstellung des regulären Hochgeschwindigkeitsverkehrs bis 13:00 Uhr, falls die Sturmintensität nicht zunähme.
Adif erläuterte die technische Einschränkung, die zur vollständigen Sperrung führte:
Es ist notwendig, den Verkehr zu unterbrechen, weil die Reparatur der Oberleitung eine vollständige Abschaltung der elektrischen Spannung erfordert.
Parallel dazu war am Mittwochmorgen das gesamte katalanische Schienennetz von Störungen betroffen. Im Regionalverkehr führten Signalstörungen zwischen Sitges und Vilanova i la Geltrú zu Verspätungen auf der Rodalies-Linie R2 in der Comarca Garraf. Im Gebiet Baix Camp störte ein Kabeldiebstahl zwischen Vila-seca und Reus den Zugverkehr auf der Strecke zwischen Tarragona und Reus, was separate Reparaturarbeiten durch Adif-Personal erforderte.
Regionale Unwetterwarnungen und Zivilschutzmaßnahmen
Die Eisenbahnstörung ereignete sich, als in ganz Katalonien schwere Unwetterwarnungen aufgrund von Vorhersagen über sintflutartige Regenfälle und Sturmwetterlagen in Kraft traten. Protecció Civil hielt die Inuncat-Hochwasserwarnung in der gesamten Region aufrecht. Während die Niederschlagsmengen am Morgen in einigen Gebieten unter den anfänglichen Höchstschätzungen blieben, verhängte die Generalitat de Catalunya präventive Mobilitätseinschränkungen in fünf Comarcas: Baix Llobregat, Vallès Occidental, Garraf, Alt Penedès und Baix Penedès.
Diese fünf Comarcas umfassen eine Bevölkerung von etwa zwei Millionen Einwohnern. Die Regionalbehörden wiesen die Bevölkerung an, Reisen auf das Nötigste zu beschränken, ordneten Homeoffice an und setzten zwischen 07:00 und 17:00 Uhr den gesamten Schul- und Universitätsbetrieb sowie Outdoor-Sportaktivitäten aus. In Barcelona aktivierten die kommunalen Zivilschutzdienste außerdem den kommunalen Notfallaktionsplan in der Alarmphase, um auf Risiken einer Überlastung des Entwässerungssystems zu reagieren.


