Verkehr · Ourda, Toledo und Madrid

Zugunglück bei Toledo in Spanien: 74 Tote, frühere Warnungen zur Signaltechnik bekannt

Ein Renfe-AVE-Zug ist am Mittwoch, 28. Oktober, bei Ourda mit einem stehenden Iryo-Zug zusammengestoßen; etwa 200 Menschen wurden verletzt. Unter den Toten ist die frühere Arbeitsministerin Fátima Báñez. Ein Iryo-Manager hatte den Senat Wochen zuvor vor genau diesem Signalsystem gewarnt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NewsIT, Ειδήσεις, NEWS 24/7 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Ourda, Toledo, Madrid, Sevilla · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 29.10.Zahl der Toten wird mit 69 angegeben
  2. 29.10.Zahl der Toten wird mit 74 angegeben
  3. 30.10.Verkehrsminister will eine Pressekonferenz abhalten

Der Zusammenstoß

Ein Renfe-AVE-Hochgeschwindigkeitszug ist am Mittwoch, 28. Oktober, um 08:53 Uhr bei Ourda in der Provinz Toledo mit einem Iryo-Zug zusammengestoßen, der auf derselben Strecke stand. Der AVE war vom Madrider Bahnhof Atocha in Richtung Sevilla abgefahren. Mehrere Wagen entgleisten, einige kamen auf einem Bahndamm zum Stehen, was die Rettungskräfte aufhielt. Die Berichte über den Hergang weichen voneinander ab: Einer beschreibt einen Frontalzusammenstoß, ein anderer besagt, der AVE sei auf das Heck des stehenden Iryo-Zugs geprallt.

Opferzahl und Vermisste

Am Donnerstag, 29. Oktober, wurde die Zahl der Toten zunächst mit 69 angegeben, später am selben Tag dann mit 74 in vorläufigen Zahlen. Etwa 200 Menschen wurden verletzt, Dutzende lagen weiterhin im Krankenhaus. iefimerida berichtete von rund 60 weiterhin Vermissten, deren Familien auf Nachrichten warteten. Einer von ihnen, ein 54-jähriger Einwohner Sevillas, der in einem der beiden Züge saß, ist bislang nicht gefunden worden; seine Familie habe keine klaren Informationen über sein Schicksal erhalten.

Warnungen und die Versuche der Fahrerin

Laut EL PAÍS versuchte die Fahrerin des Iryo-Zugs 6076 zweimal, das Sicherungssystem LZB zurückzusetzen; jeder Versuch dauerte drei bis vier Minuten, insgesamt etwa acht Minuten, während sich der Renfe-Zug aus 25 Kilometern Entfernung näherte. Nach dem zweiten erfolglosen Versuch rief sie ihre Gesellschaft an, meldete das Problem und bat die Wartungsabteilung um Hilfe. Zudem teilte sie dem Verkehrsregelungszentrum von Adif zweimal mit, dass ihr Zug weiterhin am Einfahrsignal des Bahnhofs Ourda stehe. Die Geschwindigkeit des AVE war noch nicht bekannt, wobei Verkehrsminister Óscar Puente am Mittwoch sagte, die Strecke lasse bis zu 200 km/h zu.

Am 5. Oktober sagte Iryo-Chef Fabrizio Favara vor einem Ausschuss des spanischen Senats, LZB-Abschaltungen legten Züge lahm und verzögerten deren Wiederanfahren, wie El Mundo berichtete. Er bezeichnete das System als sicher, aber alt, und sagte, LZB-bedingte Zwischenfälle seien auf dem Korridor am häufigsten, abgesehen von außergewöhnlichen Ereignissen wie Bränden.

Politische Folgen

Verkehrsminister Óscar Puente richtete die Untersuchung am Mittwoch, 28. Oktober, auf den damals zuständigen Beamten im Kontrollzentrum von Adif in Atocha und spielte den früheren LZB-Ausfall herunter. Er sagte, Störungen in IT-Systemen seien Routine und die Systeme gäben keine fehlerhaften Anweisungen. PP-Chef Alberto Núñez Feijóo warf Puente vor, die Verantwortung auf einen Bahnhofsmitarbeiter abwälzen zu wollen, und nannte diese Haltung leichtfertig. Die Gewerkschaft CC OO forderte die sofortige Entlassung des Ministers und erklärte, er beschuldige Beschäftigte, bevor die Ursachenermittlung abgeschlossen sei. Puente will nach eigenen Angaben beantragen, vor der Ständigen Deputation des spanischen Parlaments auszusagen; für den Morgen des Freitag, 30. Oktober, hat er eine Pressekonferenz angesetzt.

Opfer und Reaktionen

Unter den Toten ist die 59-jährige frühere Arbeitsministerin Fátima Báñez; ihr Tod wurde am Donnerstag bestätigt. Sie war von Dezember 2011 bis Juni 2018 unter Mariano Rajoy im Ministerium für Arbeit und Soziales tätig und stand seit Juli 2020 der Stiftung CEOE vor. Sie war auf dem Weg zu einer Wirtschaftsveranstaltung nach Sevilla. König Felipe sagte, das Land stehe vor einem weiteren sehr harten Schlag, und die Ermittlungen müssten klären, wie und warum es zu der Katastrophe kam. Er und Königin Letizia besuchten Verletzte im Universitätsklinikum von Toledo. Ministerpräsident Pedro Sánchez reiste zu einer Krisensitzung nach Ourda und versprach strengere Sicherheitsmaßnahmen, um eine Wiederholung zu verhindern.

Maria Karystianou, Vorsitzende von Elpida für die Demokratie, verwies in einem am Donnerstag, 29. Oktober, veröffentlichten Video auf den Zugzusammenstoß von Tempi in Griechenland, bei dem ihre Tochter starb. Sie argumentierte, solche Tragödien gingen nicht nur auf menschliches Versagen zurück, sondern auch auf Lücken in den Sicherheitssystemen. Sie sagte:

„Wie in Tempi und überall sonst ist die Forderung nach echter, strafrechtlicher und politischer Verantwortung nicht verhandelbar.“

Maria Karystianou, Vorsitzende von Elpida für

Die Europäische Kommission erklärte, sie stehe bereit, die spanischen Behörden zu unterstützen, doch sei es viel zu früh, um Schlüsse über die Ursachen zu ziehen.

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