Verkehr · Urda und Madrid

Zwei Hochgeschwindigkeitszüge bei Urda in Spanien kollidiert – mindestens 64 Tote

Der Iryo-Zug hatte bereits gehalten, als ein Renfe-Zug von hinten auf ihn auffuhr – auf der Strecke von Madrid nach Andalusien. Zwei Wagen entgleisten und stürzten einen Bahndamm hinab. Die Behörden geben die Zahl der Toten mit nicht weniger als 64 an, menschliches Versagen zählt zu den möglichen Ursachen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von SRF News, NOS, Al Jazeera Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Urda, Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 18.01.Unglück bei Adamuz auf der Strecke Madrid–Sevilla, an dem ein Iryo-Zug beteiligt war
  2. Zwei Tage nach AdamuzStützmauer stürzt in Barcelona auf die Gleise, ein Vorortzug fährt in die Trümmer, der Lokführer stirbt
  3. 28.10.Iryo-Zug und Renfe-Zug stoßen zwischen Mora y Orgaz und Urda bei Kilometer 118 zusammen, laut Fanpage

Was sich bei Urda ereignete

Am Mittwoch, 28. Oktober, sind auf der Strecke von Madrid nach Andalusien bei Urda in der Provinz Toledo, südlich von Madrid, zwei Hochgeschwindigkeitszüge zusammengestoßen. Nach Angaben von Quellen beim Infrastrukturbetreiber Adif hatte der Iryo-Zug bereits gehalten, als der dahinter fahrende Renfe-Zug auf sein Heck auffuhr. Zwei Wagen des Iryo-Zugs entgleisten und stürzten einen Bahndamm hinab, wie der Sender RTVE berichtete. Die Berichte datieren den Unfall auf kurz vor 9 Uhr, Fanpage nennt als genaue Uhrzeit 8:54 zwischen Mora y Orgaz und Urda bei Kilometer 118.

Opfer und Fahrgäste

Erste Berichte nannten mindestens 30 Tote, die jüngsten in den Artikeln genannten Zahlen beziffern die Opferzahl nach Behördenangaben auf nicht weniger als 64. Al Jazeera berichtete, der Präsident von Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, habe die Zahl der Verletzten mit mindestens 80 angegeben und gewarnt, die Zahl der Toten könne weiter steigen. NOS nannte unter Berufung auf Krankenhäuser mindestens 55 Menschen, die in Kliniken der Region aufgenommen worden seien. Die Rettungskräfte hatten den Grund der entgleisten Wagen noch nicht erreicht, sodass sich die Zahl noch ändern kann. Esther Padilla, Sprecherin der Regionalregierung von Kastilien-La Mancha, sagte, im Iryo-Zug hätten sich 146 Fahrgäste und ein Baby befunden, im Renfe-Zug 397 Menschen.

Fahrgäste in den beiden Zügen bei der Kollision von UrdaPersonen
Iryo-Zug (ohne ein Baby)
146 Personen
Renfe-Zug
397 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Ursache wird untersucht

Die Ursache war in den ersten Berichten noch unklar. Von NOS zitierte Regierungsquellen erklärten, menschliches Versagen könne hinter dem Unglück stecken. NOS berichtete unter Berufung auf El Mundo, Adif habe den Iryo-Zug wegen einer Signalstörung zum Halten angewiesen, der Renfe-Zug sei mit mehr als 100 km/h unterwegs gewesen und habe die Information nicht rechtzeitig erhalten. El País schrieb, auch eine erste Untersuchung deute auf menschliches Versagen hin. Fanpage berichtete über vorläufige Hinweise auf einen Fehler im Stellwerk Atocha in Madrid; die Zentrale habe dem Renfe-Zug möglicherweise trotz roten Signals die Weiterfahrt erlaubt. Die Blackboxen beider Züge sollten in den kommenden Tagen ausgewertet werden.

Reaktionen von Regierung und EU

Adif teilte mit, der Zugverkehr zwischen Madrid und Andalusien sei in beide Richtungen eingestellt worden; El País berichtete, im Laufe des Tages seien rund 80 Züge ausgefallen. Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf X, er sei von dem Unglück erschüttert, und sprach den Opfern und ihren Familien sein Mitgefühl und seine Solidarität aus. Er stehe in ständigem Kontakt mit der Verkehrsministerin und dem Präsidenten von Kastilien-La Mancha. Das Innenministerium in Madrid beorderte die militärische Notfalleinheit UME an die Unglücksstelle, und das Bluttransfusionszentrum von Madrid rief nach Angaben von NOS zu Spenden auf. Die Chefsprecherin der Europäischen Kommission erklärte, die EU sei bereit, Spanien in jeder möglichen Weise zu helfen; auch Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa sprachen ihr Beileid aus.

Frühere Unglücke auf derselben Strecke

N-tv bezeichnete den Unfall als zweites schweres Zugunglück in Spanien innerhalb eines Jahres. Der Sender berichtete, am 18. Januar seien bei einem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge nahe Adamuz auf der Strecke Madrid–Sevilla 46 Menschen gestorben, beteiligt sei ein Iryo-Zug von Málaga nach Madrid gewesen. Al Jazeera nannte für Januar 45 Tote und beschrieb das Unglück als das schwerste Zugunglück Spaniens seit 2013, als bei einer Entgleisung 80 Menschen starben. Zwei Tage nach Adamuz stürzte in Barcelona eine Stützmauer auf die Gleise, ein Vorortzug fuhr in die Trümmer, der Lokführer starb und Dutzende Fahrgäste wurden verletzt, wie N-tv berichtete. Die Regierung vereinbarte daraufhin mit den Bahngewerkschaften Investitionen von 1,8 Milliarden Euro in Wartung und Sicherheit sowie die Schaffung von 3.650 Stellen. Iryo gehört nach Angaben von Fanpage zu 51 % der FS International, Teil der FS Italiane, 25 % hält Air Nostrum und 24 % Globalvía.

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