BerichtZugkollision in Spanien

Verkehr · Urda und Madrid

AVE-Zug fährt bei Urda in Spanien auf stehenden Iryo-Zug auf – mindestens 68 Tote

Ein AVE-Zug von Renfe fuhr am 28. Oktober um 08:53 auf der Strecke Madrid–Sevilla bei Urda von hinten in einen Iryo-Zug. Unter den Verletzten ist ein rumänischer Staatsbürger; am Tag danach forderten Demonstranten in Madrid Aufklärung.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Stirile ProTV, Mediafax.ro, Libertatea und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Urda, Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Dieselbe Erlaubnis geht an den vorausfahrenden Iryo-Zug
  2. 28.10.Der Lokführer des Iryo meldet, der Zug stehe weiterhin still
  3. 28.10.Der AVE fährt von hinten in den Iryo

Was geschah

Am Mittwoch, 28. Oktober 2026, fuhr um 08:53 Ortszeit ein von Renfe betriebener AVE-Zug auf der Schnellfahrstrecke Madrid–Sevilla bei Urda in der Provinz Toledo von hinten in einen stehenden Iryo-Zug. Die spanischen Behörden gaben mindestens 68 Tote bekannt und warnten, die Zahl könne steigen, weil die Bergungsarbeiten in den zerstörten Wagen weiterhin schwierig sind. Die Angaben zur Zahl der Verletzten weichen voneinander ab: Ein rumänisches Medium nannte mehr als 170, ein anderes sprach nur von Dutzenden. Kräne wurden an die Unfallstelle gebracht, um den Rettungskräften den Zugang zu Menschen in den Trümmern zu ermöglichen. Adif, der spanische Infrastrukturbetreiber, stoppte den Verkehr auf dem Abschnitt und nannte kein Datum für die Wiederaufnahme.

Wie sich die Ereigniskette entfaltete

Nach einer am Donnerstag, 29. Oktober, veröffentlichten Analyse von El País, die sich auf Verkehrsdaten, Informationen des Verkehrsministeriums und das Regelwerk der Bahn stützt, begann die Kette der Fehler gegen 08:30. Zu diesem Zeitpunkt erlitt das automatische Sicherungssystem LZB, das Schnellzüge überwacht, auf einem rund 63 Kilometer langen Abschnitt einen Computerfehler, und mindestens sechs Züge wurden automatisch gestoppt, darunter die beiden später betroffenen. Der Iryo-Zug stand bei Urda, der AVE bei Mora, rund 25 Kilometer dahinter. Um 08:36 gab das Adif-Kontrollzentrum in Atocha dem AVE die Erlaubnis, mit normaler Geschwindigkeit weiterzufahren – ohne die strengen Einschränkungen, die eigentlich hätten gelten müssen –, und fünf Minuten später ging dieselbe Erlaubnis an den vorausfahrenden Iryo-Zug. Der Iryo konnte nicht wieder anfahren, weil sein Sicherungssystem nicht zurückgesetzt werden konnte; um 08:48 meldete sein Lokführer dem Kontrollzentrum, der Zug stehe weiterhin still. Daten von El País deuten darauf hin, dass der AVE vor dem Aufprall mehr als 200 km/h erreicht hatte; die genaue Geschwindigkeit im Moment des Zusammenstoßes war noch nicht bestätigt.

Die beiden Züge waren sehr unterschiedlich besetzt. Der Iryo 6076 verließ Madrid-Atocha um 07:54 mit 147 Fahrgästen an Bord, der AVE 02080 startete auf derselben Strecke um 08:04 mit 397 Fahrgästen.

Fahrgäste an Bord der beiden ZügeFahrgäste
Iryo 6076
147 Fahrgäste
AVE 02080
397 Fahrgäste

Daten aus dem Artikeltext

Opferzahlen und Klinikzahlen

Die Zahl von mindestens 68 Toten stammt von den spanischen Behörden, die nicht erklärt haben, ob sie endgültig ist. Nach der jüngsten Zählung befanden sich noch 53 Menschen in Krankenhäusern der Provinz Toledo, nach 107, die nur wenige Stunden zuvor gemeldet worden waren. Der regionale Rettungsdienst bezeichnete den Rückgang als erheblich und als positive Entwicklung bei der Bewältigung der Folgen. Die Behörden beobachten den Zustand der Opfer weiter.

Im Krankenhaus in der Provinz Toledo, zwei ZählungenPersonen
Frühere Zählung
107 Personen
Jüngste Zählung
53 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Rumäne unter den Verletzten

Das rumänische Außenministerium teilte am Donnerstag, 29. Oktober, mit, ein rumänischer Staatsbürger sei unter den Fahrgästen der beiden Züge gewesen. Konsularbeamte in Ciudad Real fanden ihn durch den Abgleich der Fahrgastlisten beider Verbindungen, und er bestätigte, bei dem Unglück verletzt worden zu sein. Das Ministerium beschrieb den Kontakt mit diesen Worten:

„Das Konsulat nahm Kontakt zu dem Bürger auf, der bestätigte, bei dem Unfall verletzt worden zu sein, medizinisch versorgt wurde, nicht im Krankenhaus liegt, sich aber weiteren medizinischen Untersuchungen unterziehen muss.“

Rumänisches Außenministerium

Das Ministerium ergänzte, das Konsulat in Ciudad Real sei mit einem Konsul des Generalkonsulats in Madrid verstärkt worden, und der Konsul sowie der Innenattaché seien am Nachmittag des 28. Oktober an die Unfallstelle gereist. Die spanischen Behörden hätten das Konsulat nicht über rumänische Opfer informiert, und es seien keine Anträge auf konsularische Hilfe eingegangen.

Proteste und Trauer in Spanien

Dutzende Menschen versammelten sich am Mittwoch in Madrid, um Aufklärung und Verantwortlichkeit für das Unglück zu fordern. Einige Demonstranten trugen Nationalflaggen, und mindestens ein Schild nannte den Namen von Verkehrsminister Oscar Puente. In einem anderen Teil der Hauptstadt hielten hochrangige Vertreter eine Schweigeminute ab, darunter Isabel Díaz Ayuso, Präsidentin der Region Madrid. Die spanischen Behörden riefen drei Tage Staatstrauer aus. König Charles III. des Vereinigten Königreichs sandte dem spanischen Monarchen eine private Kondolenzbotschaft.

Fragen zur Sicherheit der Bahn in Rumänien

Das Unglück hat in Rumänien Fragen zur Sicherheit des eigenen Schienennetzes ausgelöst. Offizielle Daten, die TVR Info zitiert, zeigen, dass mehr als 72 % der Bahnstrecken des Landes – fast 9.800 Kilometer – bis Ende 2025 ihre Frist für die technische Erneuerung überschritten hatten, gegenüber etwa 10 % im Jahr 1990. Fachleute betonen, dass eine überschrittene Frist eine Strecke nicht automatisch unsicher macht, aber häufigere Kontrollen und oft Geschwindigkeitsbeschränkungen erfordert. In Rumänien wurden 2024 90 bedeutende Bahnunglücke registriert, die meisten im Zusammenhang mit Personen auf den Gleisen oder mit Bahnübergängen.

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