
Zug wählt alle sieben Regierungsräte wieder – bürgerliche Mehrheit bleibt bestehen
Die Stimmberechtigten des Schweizer Kantons Zug haben am 4. Oktober 2026 im ersten Wahlgang alle sieben bisherigen Regierungsräte wiedergewählt und damit die bürgerliche Mehrheit in der Regierung bei einer Wahlbeteiligung von 47,6 Prozent erhalten.
Status quo in der Kantonsregierung
Bei den am 4. Oktober 2026 abgehaltenen Kantonswahlen haben die Stimmberechtigten des Schweizer Kantons Zug alle sieben bisherigen Mitglieder des Regierungsrats für die Amtsperiode 2027–2030 wiedergewählt. Alle sieben Bisherigen übertrafen im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit von 12.891 Stimmen. Die Wahlbeteiligung im Kanton erreichte 47,6 Prozent, die lokale Auszählung verzeichnete 47,56 Prozent. Die Mitte behielt drei Regierungssitze, während die Schweizerische Volkspartei (SVP) und die FDP.Die Liberalen je zwei Sitze hielten. Die Zuger Sicherheitsdirektorin Laura Dittli von der Mitte erzielte mit 22.928 Stimmen das beste Einzelergebnis. Sie lag vor Gesundheitsdirektor Andreas Hausheer, Finanzdirektor Heinz Tännler, Baudirektor Florian Weber, Volkswirtschaftsdirektorin Silvia Thalmann-Gut, Bildungsdirektor Stephan Schleiss und Innendirektor Andreas Hostettler. Mit 66 Jahren und im Amt seit 2007 wurde Tännler zum amtsältesten Regierungsrat der Schweiz.
Die link-grüne Herausforderung bleibt ohne Erfolg
Linksstehende Parteien hatten mit dem Fokus auf die Knappheit am Wohnungsmarkt ein oder zwei Regierungssitze gewinnen wollen, doch ihre Herausforderung brach die seit 2018 bestehende bürgerliche Mehrheit nicht. Der Kantonsrat der Alternativen Grünen (ALG), Andreas Lustenberger (40), trat als führender Herausforderer an und übertraf die absolute Mehrheit von 12.891 Stimmen. Trotz dieses Resultats belegte Lustenberger den achten Platz hinter den sieben wiedergewählten Bisherigen. Kantonsschreiber Tobias Moser bestätigte im Wahlzentrum, dass Lustenberger als überzähliger Kandidat ausschied. Die Alternative Grüne hatte bereits bei der Ersatzwahl 2025, die nach der Wahl von Martin Pfister in den Bundesrat stattfand, keinen Sitz gewinnen können.
Wir hatten auf etwas anderes gehofft.
Reaktionen und Gleichgewicht in der Regierung
Der wiedergewählte Innendirektor Andreas Hostettler (FDP) ging auf das anhaltende Fehlen einer linken Vertretung in der Kantonsregierung ein und merkte an, dass ein Viertel der Bevölkerung keine Stimme in der Regierung habe. Hostettler fügte hinzu, die politische Ausrichtung bleibe trotz des Ergebnisses stabil, da die politischen Herausforderungen unabhängig von der Zusammensetzung der Regierung dieselben blieben. Er erklärte, für politische Entscheide im Kanton seien weiterhin Mehrheiten nötig. Das letzte Mitglied der Sozialdemokratischen Partei (SP) in der Zuger Kantonsregierung war Brigitte Profos-Meier, die von 2001 bis 2006 amtierte.
Wir verfolgen eine pragmatische Politik.
- Die Mitte
- 3 Sitze
- FDP
- 2 Sitze
- SVP
- 2 Sitze
Ergebnisse der Stadt Zug
Die Stimmberechtigten der Stadt Zug bestätigten zudem ihren Stadtrat und wählten fünf Bisherige für eine weitere Amtszeit. Stadtpräsident André Wicki (SVP), der seit 2011 im Stadtrat sitzt und seit vier Jahren Stadtpräsident ist, wurde als einziger Kandidat für das Stadtpräsidium ohne Gegenkandidatur wiedergewählt. Die Stadträte Eliane Birchmeier (FDP), Etienne Schumpf (FDP), Urs Raschle (Die Mitte) und Barbara Gysel (SP) wurden alle wiedergewählt. Urs Raschle erzielte mit 4.997 Stimmen das beste Ergebnis unter den Stadtkandidaten bei einer städtischen Wahlbeteiligung von 48,5 Prozent. Herausforderin Tabea Estermann von den Grünliberalen (GLP) erreichte das städtische absolute Mehr von 2.881 Stimmen, schied aber wie Martin Iten von der Christlichsozialen Partei (CSP) als überzählige Kandidatin aus.
Verschiebungen im Stadtparlament
Die Stimmberechtigten entschieden zudem über die Zusammensetzung des 40-köpfigen Grossen Gemeinderats, des Stadtparlaments von Zug. Die SVP gewann zwei Sitze in der Legislative hinzu und nahm der FDP einen Sitz sowie einen den Grünliberalen weg. Mit dieser Verschiebung hält die SVP 9 Sitze und zieht mit der FDP gleich, die ebenfalls auf 9 Sitze kommt. Die Mitte behielt ihre 7 Sitze, während das Bündnis ALG/CSP 7 Sitze verteidigte und die SP 5 Sitze hielt. Die GLP fiel nach dem Verlust eines Mandats auf 3 Sitze im Stadtparlament.
- SVP
- 9 Sitze
- FDP
- 9 Sitze
- Die Mitte
- 7 Sitze
- ALG/CSP
- 7 Sitze
- SP
- 5 Sitze
- GLP
- 3 Sitze


