Wahlen · Freiburg

Drei Freiburger Kandidaten im ersten Wahlgang in den Staatsrat gewählt, vier müssen in den zweiten Wahlgang

Romain Collaud, Didier Castella und Marie-France Roth Pasquier haben am Sonntag, 8. November, das absolute Mehr überschritten, während vier der sieben Sitze für einen zweiten Wahlgang am 29. November offen bleiben.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Temps, SWI swissinfo.ch, Blick.ch und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Freiburg · Schweiz

Drei Regierungssitze schon im ersten Wahlgang besetzt

Die Stimmberechtigten des Kantons Freiburg haben am Sonntag, 8. November, im ersten Wahlgang drei der sieben Mitglieder des Staatsrats gewählt. Die beiden bisherigen FDP-Staatsräte Romain Collaud und Didier Castella überschritten das absolute Mehr mit 55,9% und 55,35% der Stimmen; SRF berichtet, dass jeder von ihnen mehr als 43'000 Stimmen erhielt. Marie-France Roth Pasquier, Nationalrätin der Mitte, belegte mit 53,06% den dritten Platz und wurde ebenfalls direkt gewählt. Die Stimmbeteiligung lag bei 36,09%.

Die Entente belegt die ersten fünf Plätze

Die Entente fribourgeoise, ein Bündnis aus Mitte, FDP und SVP, platzierte ihre fünf Kandidierenden auf den ersten fünf Plätzen. Markus Julmy von der Mitte, der deutschsprachige Kandidat, erreichte 48,41%, und der SVP-Amtsinhaber Philippe Demierre kam auf 46,89% – beide verfehlten das absolute Mehr. Die Alliance de gauche belegte die Plätze sechs bis zehn. Die Sozialdemokratin Lise-Marie Graden führte die Linke mit 43,89% an, vor der grünen Amtsinhaberin Sylvie Bonvin-Sansonnens mit 41,23%. Bislang wurde noch niemand von links gewählt.

Stimmenanteile der führenden Freiburger Kandidierenden im ersten Wahlgang%
Romain Collaud (FDP)
55.9 %
Didier Castella (FDP)
55.35 %
Marie-France Roth Pasquier (Mitte)
53.06 %
Markus Julmy (Mitte)
48.41 %
Philippe Demierre (SVP)
46.89 %
Lise-Marie Graden (SP)
43.89 %
Sylvie Bonvin-Sansonnens (Grüne)
41.23 %

Daten aus dem Artikeltext

Vier Sitze und die abtretenden Staatsräte

Vier der sieben Sitze bleiben offen, der zweite Wahlgang ist für den 29. November angesetzt. Drei Amtsinhaber treten nicht mehr an: die Mitte-Staatsräte Jean-Pierre Siggen und Olivier Curty sowie der Sozialdemokrat Jean-François Steiert. Vor der Wahl bestand die Regierung laut Keystone-ATS aus fünf bürgerlichen Mitgliedern (zwei Mitte, zwei FDP und eine SVP) und zwei von links (eine Sozialdemokratin und ein Grüner). Blick merkt an, dass die deutschsprachige Minderheit, rund ein Viertel der Kantonsbevölkerung, noch nicht weiss, ob sie zwei Sitze in der Regierung zurückgewinnt. Die definitiven Ergebnisse der Grossratswahlen wurden für den frühen Abend erwartet.

Was der SRF-Korrespondent sieht

Der SRF-Korrespondent für Freiburg, Oliver Kempa, schrieb, die gemeinsame Liste von Mitte, FDP und SVP habe sich ausbezahlt, da drei der sieben Sitze bereits im ersten Wahlgang gesichert worden seien. Er wies darauf hin, dass Demierre von den beiden anderen Parteien die wenigsten Stimmen erhielt und deshalb trotz seines Amtsbonus erneut antreten muss.

„Die SVP hat es in diesem Bündnis am schwersten.“

Oliver Kempa

Kempa fügte hinzu, der zweite Wahlgang sei keineswegs entschieden, noch sei niemand von links gewählt, und das bürgerliche Lager müsse seine eigenen Wählerinnen und Wähler mobilisieren, um keinen Sitz zu verlieren.

Oberamtmann-Wahlen in den Bezirken

Am Sonntag wurden zudem sieben Oberamtmann-Posten besetzt, und in den Bezirken Saane, See und Sense erreichte keiner der führenden Kandidaten das absolute Mehr. In der Saane führte der Mitte-Kandidat Christophe Maillard, ehemaliger Gemeindepräsident von Marly, mit 23%, vor dem Sozialdemokraten David Bonny mit 21,4% und dem FDP-Kandidaten Gaël Gobet, dem Friedensrichter des Bezirks, mit 14%. Im Sense belegte der ehemalige Angehörige einer Polizei-Sondereinheit Adrian Leuthard, der für die SP antritt, im ersten Wahlgang den zweiten Platz und dürfte im zweiten Wahlgang auf Bojan Seewer von der Mitte treffen. In den Bezirken Broye, Glane, Greyerz und Vivisbach wurden die Amtsinhaber weitgehend wiedergewählt.

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