Regierung · Warschau
Sejm hebt Immunität des früheren Justizministers Zbigniew Ziobro nach Verleumdungsbeschwerde des polnischen Generalstaatsanwalts auf
Das polnische Unterhaus hat am Freitag mit 238 zu 198 Stimmen die Aufhebung der parlamentarischen Immunität des früheren Justizministers Zbigniew Ziobro beschlossen und damit den Weg für eine Privatklage von Generalstaatsanwalt Dariusz Korneluk freigemacht. Hintergrund sind Äußerungen Ziobros während einer PiS-Pressekonferenz im Dezember 2025.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von www.gazetaprawna.pl, wiadomosci.radiozet.pl, polsatnews.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Der Sejm stimmte für die Aufhebung der Immunität von Zbigniew Ziobro, wobei die Regierungskoalition und einige kleinere Gruppierungen dafür stimmten, während PiS und Konföderation dagegen waren; 436 Abgeordnete nahmen teil, es gab keine Enthaltungen.
Generalstaatsanwalt Dariusz Korneluk wirft Ziobro vor, ihn während einer PiS-Pressekonferenz im Dezember 2025 öffentlich verleumdet und beleidigt zu haben, als Ziobro ihn einen 'Parteiaktivisten' nannte und eine politische Unterordnung der Staatsanwaltschaft behauptete.
Die Privatklage fordert eine zur Bewährung ausgesetzte einjährige Haftstrafe, eine öffentliche Entschuldigung und eine Spende von 30.000 Złoty an die Große Orchester der Weihnachtshilfe (WOŚP).
Am Tag der Abstimmung legte Ziobro in den sozialen Medien nach und bezeichnete Korneluk als 'Usurpator' und Mitglied einer 'organisierten kriminellen Gruppe', die angeblich die Generalstaatsanwaltschaft kontrolliere.
Die Abstimmung
Der Sejm hob die Immunität von Zbigniew Ziobro in einer Abstimmung auf, an der 436 Abgeordnete teilnahmen: 238 stimmten dafür, 198 dagegen; es gab keine Enthaltungen. Der Antrag wurde von der Regierungskoalition aus Bürgerkoalition, PSL, Linke, Centrum, Polen 2050 und Razem sowie von vier fraktionslosen Abgeordneten und einem Abgeordneten der Partei Demokratie unterstützt. Die Opposition kam von Recht und Gerechtigkeit, Konföderation, Konföderation der Polnischen Krone, zwei Unabhängigen und zwei Mitgliedern der Direkten Demokratie.
Was Ziobro sagte
Der Fall geht auf einen Fernsehauftritt Ziobros bei einer PiS-Pressekonferenz im Dezember 2025 zurück, der aus Ungarn übertragen wurde. Korneluks Anwalt Janusz Kaczmarek erklärte vor dem Sejm, Ziobro habe den Generalstaatsanwalt verleumdet und beleidigt, indem er behauptete, dieser sei eingesetzt worden, um die Staatsanwaltschaft der Regierungspartei unterzuordnen und „Diebstähle und Korruption, von denen es viele im Umfeld von Donald Tusk gab“, zu vertuschen. Ziobro nannte Korneluk zudem einen „Parteiaktivisten“.
„Ihn einen Parteiaktivisten zu nennen, stellt eine Kombination von Straftaten dar, die im Strafgesetzbuch als Verleumdung und Beleidigung definiert sind.“
Kaczmarek wies darauf hin, dass Korneluk seit 1993 in der Staatsanwaltschaft arbeite und seit 2000 eine Reihe von Funktionen bekleidet habe, und fügte hinzu, dass kein früherer Justizminister jemals seine Sorgfalt, Gründlichkeit oder Professionalität in Frage gestellt habe.
Der Streit um den Generalstaatsanwalt
Der Konflikt um die Besetzung des Postens des Generalstaatsanwalts begann im Januar 2024, als der damalige Justizminister und Generalstaatsanwalt Adam Bodnar erklärte, dass Ziobros Ernennung von Dariusz Barski im Jahr 2022 unter Verstoß gegen geltende Vorschriften erfolgt sei. Der Premierminister ernannte daraufhin Jacek Bilewicz zum kommissarischen Generalstaatsanwalt; Dariusz Korneluk gewann das anschließende Auswahlverfahren und wurde Mitte März 2024 vom Premierminister ernannt.
Korneluk reichte seine Privatklage Ende März ein. Er fordert eine einjährige Haftstrafe, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird, eine öffentliche Entschuldigung und eine Zahlung von 30.000 Złoty an die Wohltätigkeitsorganisation WOŚP.
Empfehlung des Ausschusses
Vor der Plenarabstimmung empfahl der Geschäftsordnungs- und Immunitätsausschuss des Sejm die Annahme des Antrags. Der Sprecher Tomasz Głogowski sagte, die meisten Ausschussmitglieder hielten Ziobros Äußerungen für „sehr konkrete und brutale Anschuldigungen“.
„Man kann den Generalstaatsanwalt nicht ohne Grundlage angreifen und beschuldigen.“
Der PiS-Abgeordnete Kazimierz Smoliński argumentierte während der Ausschusssitzung, dass der Status von Korneluk umstritten sei und die Absetzung Barskis rechtswidrig gewesen sei.
Ziobros Reaktion
Am Morgen der Abstimmung veröffentlichte Ziobro einen Beitrag auf X, in dem er sich weigerte, einzulenken. Er bezeichnete Korneluk als „Usurpator“, der illegal das Amt des Generalstaatsanwalts besetze, und beschrieb seine eigenen Äußerungen vom Dezember als „äußerst subtil“.
„Staatsanwalt Korneluk einen 'Parteiaktivisten' zu nennen, ist übertriebene Höflichkeit. In Wirklichkeit ist er ein vollwertiges Mitglied einer organisierten kriminellen Gruppe, die illegal die Kontrolle über die Generalstaatsanwaltschaft übernommen hat.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- www.gazetaprawna.plZiobro odpowie za słowa o prokuratorze? Sejm podjął decyzję ws. immunitetu
- wiadomosci.radiozet.plSejm zdecydował ws. immunitetu Ziobry. Chodzi o kontrowersyjną wypowiedź
- polsatnews.plSprawa Zbigniewa Ziobry. Jest decyzja Sejmu
- TVN24Sejm uchylił immunitet Zbigniewowi Ziobrze. W tle prywatny akt oskarżenia
- Zbigniew Ziobro
- Ehemaliger polnischer Justizminister und Generalstaatsanwalt, jetzt Abgeordneter von Recht und Gerechtigkeit, dessen Immunität wegen Verleumdungsvorwürfen aufgehoben wurde.
- Dariusz Korneluk
- Polnischer Generalstaatsanwalt, der eine Privatklage gegen Ziobro wegen Verleumdung und Beleidigung eingereicht hat.
- Janusz Kaczmarek
- Anwalt, der Generalstaatsanwalt Dariusz Korneluk in den Immunitätsverfahren vertritt.
- Tomasz Głogowski
- Abgeordneter und Sprecher des Sejm-Ausschusses, der die Aufhebung von Ziobros Immunität empfohlen hat.
- Donald Tusk
- Premierminister von Polen, von Ziobro in den umstrittenen Äußerungen über Korruption in seinem Umfeld erwähnt.
- Adam Bodnar
- Ehemaliger Justizminister, der im Januar 2024 die Ernennung von Dariusz Barski zum Generalstaatsanwalt im Jahr 2022 für ungültig erklärte.
- Dariusz Barski
- Ehemaliger Generalstaatsanwalt, der 2022 von Ziobro ernannt wurde und dessen Absetzung 2024 den Streit auslöste.
- Kazimierz Smoliński
- Abgeordneter von Recht und Gerechtigkeit, der Ziobro während der Ausschusssitzungen verteidigte und argumentierte, dass die Absetzung Barskis rechtswidrig gewesen sei.
- Orte
- Warschau
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen