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AstraZeneca-Aktie fällt um 7 %, da Investoren und Analysten über berichtete Fusionsgespräche mit Bristol Myers verärgert sind
Die Aktien des anglo-schwedischen Arzneimittelherstellers fielen am Montag um bis zu 8,8 %, nachdem die Financial Times über vorläufige Gespräche mit dem US-Konkurrenten Bristol-Myers Squibb berichtet hatte – eine Kombination, die einen Marktwert von nahezu 400 Milliarden US-Dollar erreichen würde.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Figaro.fr, The Guardian, LesEchos.fr und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Aktie von AstraZeneca fiel am Montag um bis zu 8,8 % und vernichtete fast 15 Mrd. £ an Marktwert, nachdem die Financial Times über vorläufige Fusionsgespräche mit Bristol-Myers Squibb berichtete.
Union-Investment-Portfoliomanager Markus Manns sagte, der Deal ergebe „weder strategisch noch finanziell Sinn“, während Rathbones' Evangelos Assimakos ihn angesichts des bestehenden Wachstumspfads von AstraZeneca als „Überraschung“ bezeichnete.
Bristol Myers droht der Verlust von fast der Hälfte seiner Einnahmen, da Patente für Medikamente wie Opdivo zwischen 2025 und 2030 auslaufen – eine Belastung, die die Aktionäre von AstraZeneca nur ungern übernehmen.
CEO Pascal Soriot sagte letzten Monat, er brauche „keine M&A, um das Umsatzziel von 80 Mrd. USD bis 2030 zu erreichen“. AstraZeneca erzielte im vergangenen Jahr 58,7 Mrd. USD Umsatz und verfügt über eine Pipeline in den Bereichen Onkologie, Adipositas und Atemwegserkrankungen.
Kartellrechtliche Bedenken aufgrund überlappender Krebs- und Herz-Kreislauf-Portfolios könnten zu erheblichen Veräußerungen zwingen, während die britische Regierung möglicherweise eine Verlagerung der Hauptnotierung von AstraZeneca nach New York ablehnt.
- 31.07.2026Kombinierte Marktkapitalisierung von AstraZeneca und BMS erreicht rund 400 Mrd. USD
- 02.08.2026Financial Times berichtet über vorläufige Fusionsgespräche mit Bristol-Myers Squibb
- 03.08.2026AstraZeneca-Aktie fällt um bis zu 8,8 %; Investoren und Analysten lehnen die Idee ab
Das Urteil des Marktes
Die Aktien von AstraZeneca brachen am Montag in London ein und fielen zeitweise um bis zu 8,8 %, bevor sie die Verluste auf rund 7 % reduzierten – das löschte fast 15 Mrd. £ an Marktkapitalisierung aus. Der Ausverkauf folgte auf einen Bericht der Financial Times, wonach das Unternehmen vorläufige Fusionsgespräche mit dem US-Konzern Bristol-Myers Squibb geführt habe. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person bestätigte die Gespräche gegenüber Reuters, warnte jedoch, dass ein Deal noch verzögert werden oder scheitern könne. Weder AstraZeneca noch BMS haben sich öffentlich geäußert.
Das zusammengeschlossene Unternehmen wäre nach Marktkapitalisierung der viertgrößte Arzneimittelhersteller der Welt und käme auf rund 400 Milliarden US-Dollar. Zum Schlusskurs am Freitag war AstraZeneca nach Reuters-Daten 264,11 Mrd. USD wert, Bristol Myers 133,41 Mrd. USD. Die Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium; die genauen Bedingungen konnten nicht bestätigt werden.
Widerstand der Investoren
Die Aktionäre reagierten mit offener Skepsis. Markus Manns, Portfoliomanager bei Union Investment und Inhaber beider Aktien, sagte, der Deal ergebe „weder strategisch noch finanziell Sinn“ und forderte die Unternehmen auf, die Gespräche abzubrechen.
„Viele der Megafusionen der Vergangenheit haben Werte vernichtet, während die F&E-Leistung der beteiligten Unternehmen Jahre brauchte, um sich von den "Fusionsschocks" zu erholen.“
Evangelos Assimakos, Senior-Investmentdirektor bei Rathbones, einem der 30 größten Aktionäre von AstraZeneca, bezeichnete den möglichen Zusammenschluss angesichts der bestehenden Wachstumsdynamik des Unternehmens als „Überraschung“. AstraZeneca erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 58,7 Mrd. USD und strebt bis 2030 80 Mrd. USD an. Assimakos verwies auch auf kartellrechtliche Risiken, da die erheblichen Überschneidungen bei Krebs- und Herz-Kreislauf-Medikamenten „erhebliche Veräußerungen“ erforderlich machen könnten.
Das Problem der Patentklippe
Ein zentraler Einwand ist, dass AstraZeneca ein Unternehmen übernehmen würde, das vor einer steilen Patentklippe steht. Das Krebsblockbuster-Medikament Opdivo von Bristol Myers gehört zu den Produkten, deren Umsatz voraussichtlich einbrechen wird, wenn die Patente zwischen 2025 und 2030 auslaufen. Laut Financial Times droht dem US-Konzern in den kommenden Jahren der Verlust von fast der Hälfte seiner Einnahmen. Investoren fragten, warum AstraZeneca sich freiwillig diesem Risiko aussetzen sollte, wenn die eigene Pipeline robust sei.
AstraZeneca wartet auf klinische Daten zu neuen Medikamenten gegen verschiedene Krebsarten, Fettleibigkeit und Atemwegserkrankungen wie Asthma. Konzernchef Sir Pascal Soriot sagte erst vor einem Monat gegenüber Reportern, er brauche „keine M&A, um das 2030er Umsatzziel zu erreichen“. Die bisherige Strategie des Unternehmens, die interne Entwicklung durch Lizenzvereinbarungen und Partnerschaften, insbesondere in China, zu ergänzen, hat sich als erfolgreich erwiesen.
Soriots Vermächtnis und das Pfizer-Echo
Der 67-jährige Soriot führt AstraZeneca seit 2012. Seine Amtszeit wurde früh durch die erfolgreiche Abwehr eines feindlichen Übernahmeangebots von Pfizer im Wert von knapp 70 Mrd. £ im Jahr 2014 geprägt – einen Sieg, den er zum Aufbruch für eine Wende nutzte. Seitdem hat sich der Marktwert von AstraZeneca etwa verdreifacht und zeitweise bis zu 200 Mrd. £ erreicht. Die Übernahme von Alexion für 39 Mrd. USD im Jahr 2021 brachte das Unternehmen in den Bereich der Arzneimittel für seltene Krankheiten – ein Schritt, der als mit Soriots wissenschaftsgetriebener Philosophie vereinbar angesehen wurde.
Eine Megafusion mit Bristol Myers wäre eine scharfe Abkehr. Analysten von Jefferies merkten an, dass AstraZeneca, wenn überhaupt ein Unternehmen keine Finanztechnik brauche, es dieses sei. The Guardian stellte fest, dass Soriot sein Vermächtnis gefährde, wenn ein hochriskantes Finanzabenteuer schiefgehe, während die Frankfurter Allgemeine sich fragte, warum er sich Jahre der Integrationsarbeit aufbürden sollte, wenn das organische Wachstum liefere.
Regulatorische und politische Hürden
Die Kartellbehörden in den Vereinigten Staaten würden einen Zusammenschluss zweier führender Onkologie-Franchisen wahrscheinlich genau prüfen. Beide Unternehmen vermarkten Konkurrenzmedikamente zu Mercks Keytruda – AstraZenecas Imfinzi und Bristol Myers' Opdivo –, was direkte Wettbewerbsüberschneidungen schafft. Die Frankfurter Allgemeine berichtete, dass AstraZeneca wahrscheinlich Geschäftsbereiche verkaufen müsste, um die Genehmigung zu erhalten.
In London könnte auch die Regierung Bedenken äußern. Eine Fusion mit einem US-Konkurrenten könnte die Versuchung erhöhen, die Hauptnotierung von AstraZeneca nach New York zu verlegen – ein Verlust, den die Londoner Börse angesichts des Status des Unternehmens als zweitwertvollstes Mitglied nur schwer verkraften könnte. Die Kombination aus Investorenfeindlichkeit, regulatorischer Komplexität und politischer Sensibilität deutet darauf hin, dass die Gespräche möglicherweise leise beendet werden, wie mehrere Medien am Montag spekulierten.
- AstraZeneca
- 264.11 Mrd. USD
- Bristol-Myers Squibb
- 133.41 Mrd. USD
- Kombiniert (ungefähr)
- 397.52 Mrd. USD
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Le Figaro.frPharmacie : pourquoi le projet de fusion à 400 milliards de dollars entre AstraZeneca et BMS ne convainc pas la Bourse
- The GuardianAstraZeneca should stick to its winning formula. It doesn't need a $400bn US mega-merger
- LesEchos.frAstraZeneca-Bristol Myers Squibb : chronique d'une indigestion annoncée
- Financial Times NewsAstraZeneca investors raise concerns over mega-merger talks
- Pascal Soriot
- Vorstandsvorsitzender von AstraZeneca seit 2012, der zuvor 2014 ein Übernahmeangebot von Pfizer abwehrte und ein Umsatzziel von 80 Mrd. USD für 2030 aufstellte.
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