Rheinland-Pfalz feiert zehn Jahre MINT-Strategie mit über 30.000 erreichten Schülerinnen und Schülern
Das Bildungsnetzwerk von Rheinland-Pfalz umfasst nun elf MINT-Regionen, 400 Partnerorganisationen und 147 zertifizierte Schulen nach einem Jahrzehnt der Förderung naturwissenschaftlicher Fähigkeiten bei jungen Menschen.
Ursprung und Ziele der MINT-Strategie von Rheinland-Pfalz
Im November 2016 leitete die Landesregierung von Rheinland-Pfalz eine umfassende Strategie zur Förderung der Bildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) ein. Treibende Kraft der Politik war die damalige Bildungsministerin Stefanie Hubig von der SPD, die den Runden Tisch MINT ins Leben rief. Das Programm sollte ein Bildungskontinuum von Kindertagesstätten und Kitas über weiterführende Schulen bis hin zu Universitäten schaffen. Die Landespolitiker etablierten den Rahmen, um bei Kindern und Jugendlichen nachhaltiges Interesse an wissenschaftlichen und technologischen Disziplinen zu wecken. Ein zentrales Ziel der Initiative ist es, das Engagement der Schülerinnen und Schüler durch wichtige Bildungsmeilensteine aufrechtzuerhalten, darunter die Wahl von Ausbildungsgängen, Studiengängen und beruflichen Laufbahnen. Darüber hinaus richteten die Landesverantwortlichen besonderes Augenmerk auf Mädchen und junge Frauen und betonten den fortlaufenden Bedarf an weiblichen Vorbildern in technischen Branchen.
Regionale Infrastruktur und Projektverteilung
Um die Programme lokal umzusetzen, baute Rheinland-Pfalz im Laufe der zehn Jahre elf eigenständige MINT-Regionen sowie 23 regionale MINT-Projekte auf. Das Land schuf zudem den zentralen MINT-Hub Rheinland-Pfalz, um Initiativen über regionale Grenzen hinweg zu koordinieren. Ein landesweites Netzwerk von Regionalpaten wurde eingerichtet, um eine vollständige geografische Abdeckung in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt zu gewährleisten. Innerhalb dieser regionalen Cluster koordinieren zahlreiche Bildungs- und Berufsakteure ihre Bemühungen zur Förderung von Nachwuchstalenten. Zu den teilnehmenden Organisationen gehören Grund- und weiterführende Schulen, Universitäten, spezialisierte Forschungseinrichtungen, private Unternehmen, bürgerliche Vereine und Wirtschaftsverbände.
- Der MINT-EC-Verein wird in Berlin gegründet
- Zertifizierungen MINT-freundliche Schule beginnen in Rheinland-Pfalz
- Stefanie Hubig startet den Runden Tisch MINT
- Land feiert 10 Jahre MINT-Strategie mit über 30.000 erreichten Jugendlichen
Institutionelle Partnerschaften und Jugendarbeit
Das Kooperationsnetzwerk in Rheinland-Pfalz umfasst mehr als 400 externe Partner, die aktiv mit lokalen Schulen zusammenarbeiten. Diese Partner umfassen Hochschuleinrichtungen, lokale Gemeinden, Makerspaces, Schülerforschungszentren, Wirtschaftsverbände und Industrie- und Handelskammern. Durch diese strukturierten Kooperationsnetzwerke bieten die Einrichtungen praktische technische Workshops, naturwissenschaftliche Experimente und Mentoring-Projekte an. Daten des Landesbildungsministeriums zeigen, dass diese gemeinsamen Angebote seit dem Start der Strategie direkt mehr als 30.000 junge Menschen erreicht haben. Die breite Verteilung der Partnerinstitutionen stellt sicher, dass sowohl städtische als auch ländliche Schulgemeinschaften Zugang zu Laborausstattung und technischer Anleitung erhalten.
Schulzertifizierungen und das nationale Exzellenznetzwerk
Schulen in ganz Rheinland-Pfalz haben eine externe Zertifizierung angestrebt, um geprüfte MINT-Profile zu etablieren. Im Rahmen der bundesweiten Initiative MINT Zukunft schaffen können Bildungseinrichtungen den Status einer MINT-freundlichen Schule beantragen. Diese Zertifizierungen sind drei Jahre gültig, bevor eine Erneuerung erforderlich ist. Seit 2011 haben 147 Schulen in Rheinland-Pfalz die Auszeichnung MINT-freundliche Schule erhalten. Darüber hinaus nehmen 21 Gymnasien im Land am Netzwerk des Vereins mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen (MINT-EC) teil. MINT-EC ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der im Jahr 2000 gegründet wurde, um die begabte Sekundarbildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu fördern.
- Zertifizierte MINT-freundliche Schulen (seit 2011)
- 147
- Regionale MINT-Projekte
- 23
- MINT-EC-Netzwerk-Gymnasien
- 21
- Ausgewiesene MINT-Regionen
- 11

