Regierung · Madrid
Zapateros Gerichtstaktik schlägt fehl: Richter klagt Sekretärin und Töchter an, PSOE erwägt Bruch
Der Gerichtstermin des ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero im Fall Plus Ultra konnte die Ermittlungen nicht stoppen. Stunden später klagte der Richter seine persönliche Sekretärin und seine Töchter an, was den Skandal vertieft und die Sozialistische Partei dazu bewegt, ihre Unterstützung zu überdenken.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von 20 minutos, EL PAÍS, El Confidencial und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Bei seinem ersten Auftritt als Verdächtiger am 18. Juni verweigerte der ehemalige Ministerpräsident jede Aussage gegenüber der Anti-Korruptions-Staatsanwaltschaft und machte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.
Stunden nach der Aussage klagte Richter José Luis Calama Gertrudis Alcázar, Zapateros persönliche Sekretärin, und seine beiden Töchter als Beteiligte am mutmaßlichen kriminellen Netzwerk an.
Düstere interne Einschätzungen innerhalb der Sozialistischen Partei befeuern laut ABC Forderungen nach einer schrittweisen ‚Entkopplung‘ von Zapatero, um Wahlnachteile zu vermeiden.
Zapateros schriftliche Zustimmung zu einer grenzüberschreitenden Vermögensdurchsuchung wird von Juristen weithin als Kommunikationsstrategie und nicht als echte Kooperation angesehen.
Der Ex-Ministerpräsident sieht sich getrennten Anklagen wegen Schmuggels und Steuerbetrugs ausgesetzt, nachdem die Polizei in seinem Safe im Büro an der Ferraz-Straße Schmuckstücke im Wert von über einer Million Euro fand.

- 18.06.Zapatero sagt vor Richter Calama aus, verweigert die Aussage vor der Anti-Korruptions-Staatsanwaltschaft und reicht ein symbolisches Zustimmungsdokument für Vermögensdurchsuchungen ein.
- 19.06.Richter Calama klagt Zapateros persönliche Sekretärin Gertrudis Alcázar und seine beiden Töchter als Beteiligte an der mutmaßlichen kriminellen Organisation an.
- 20.06.PSOE-Quellen teilen der ABC mit, dass die Partei eine schrittweise ‚Entkopplung‘ vom ehemaligen Ministerpräsidenten erwägt, während der Fall sich vertieft.
Der Gerichtstermin
José Luis Rodríguez Zapatero wurde am Mittwoch, dem 18. Juni, als erster ehemaliger spanischer Ministerpräsident, der als Verdächtiger vor einem Richter saß. Er verweigerte jede Aussage gegenüber der Anti-Korruptions-Staatsanwaltschaft und reichte stattdessen ein einseitiges Dokument ein, in dem er einer Durchsuchung seiner Vermögenswerte und Beteiligungen im Ausland zustimmte. Von 20Minutos befragte Rechtsexperten bezeichneten die Geste als rein symbolisch, da ein Richter für derartige Ermittlungen nicht die Zustimmung einer beschuldigten Person benötigt. Zapatero bestand jedoch darauf, dass seine Sekretärin Gertrudis Alcázar lediglich seine Anweisungen ausgeführt habe, und nannte sie „eine ausgezeichnete Person und eine ausgezeichnete Arbeiterin, die stets nach meinen Anweisungen handelte“.
„Ich hätte einfach ‚Beratung‘ schreiben können.“
Als ihm abgefangene Nachrichten vorgelegt wurden, in denen Alcázar Mitbeschuldigte fragte, wie sie Rechnungen formulieren und welche Konzepte sie aufführen sollten, spielte Zapatero die Austausche herunter und sagte, sie habe nur versucht, präzise zu sein.
Ausweitung der Ermittlungen
Richter José Luis Calama vom spanischen Nationalen Gerichtshof (Audiencia Nacional) ließ sich nicht überzeugen. Bereits am nächsten Tag, Donnerstag, dem 19. Juni, klagte er Alcázar und Zapateros beide Töchter als Beteiligte an der mutmaßlichen kriminellen Organisation an, die der ehemalige Regierungschef geleitet haben soll. Calama bezeichnete Alcázar als „pieza esencial“ (wesentliches Element) und als „nodo central de comunicación y gestión documental“ (zentralen Knotenpunkt für Kommunikation und Dokumentenverwaltung), da sie Zapateros E-Mail-Korrespondenz und die gesamte Rechnungsstellung für die Beratungstätigkeiten verwaltete, die er für die Firma seines Freundes Julio Martínez Martínez, Análisis Relevante, ausführte.
„Dies zeigt das Fehlen einer echten zugrunde liegenden Dienstleistung … die Existenz einer stabilen und wiederholten Vorgehensweise.“
Der Richter verwies auf Beweise, dass Alcázar wiederholt Anweisungen einholte, wie viele Rechnungen auszustellen seien, für welche Konzepte und in welcher Höhe. Die Ermittler vermuten, dass die Rechnungen genutzt wurden, um Provisionszahlungen für Einflussnahme zu kanalisieren, die mit der 53 Millionen Euro schweren staatlichen Rettung der Fluggesellschaft Plus Ultra während der Pandemie in Verbindung stehen.
Politische Folgen
Innerhalb der regierenden Sozialistischen Partei (PSOE) ist seit der Aussage Alarm ausgebrochen. Von der ABC zitierte Quellen sagen, das Verfahren „werde ein sehr langer Leidensweg“ und eine Fraktion diskutiere offen eine schrittweise „Entkopplung“ vom ehemaligen Ministerpräsidenten, um die Partei vor einem kritischen Wahlzyklus zu schützen. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte seinem Team zuvor angewiesen, „den guten Namen Zapateros“ zu verteidigen, doch die Eskalation der Justiz stellt diese Loyalität auf die Probe. Parteifunktionäre erinnern an die schädliche späte Distanzierung vom ehemaligen Organisationssekretär Santos Cerdán und befürchten eine Wiederholung, wenn sie zu lange warten.
Die Schmuckstücke und Transparenz
Parallel zum Fall Plus Ultra sieht sich Zapatero getrennten Anklagen wegen Steuerbetrugs und Schmuggels ausgesetzt, nachdem die Polizei in einem Safe in seinem Büro in der Madrider Calle Ferraz Schmuckstücke im Wert von mehr als einer Million Euro entdeckte. Berichte deuten darauf hin, dass die Schmuckstücke aus einem Geschenk Saudi-Arabiens aus dem Jahr 2007 stammen könnten, als derartige Geschenke noch nicht illegal zu behalten waren. Pedro Sánchez, der aus Brüssel sprach, verteidigte seinen Vorgänger, indem er anmerkte, dass alle Präsidenten Geschenke erhalten hätten und dass „das Spanien von 2007 nicht das Spanien von 2026 ist“. In der Zwischenzeit enthüllte El Confidencial, dass der jüngste Regierungsplan für Transparenz jede Verpflichtung ausschließt, die vom amtierenden Ministerpräsidenten erhaltenen Geschenke öffentlich zu machen.
„Alle Präsidenten haben Geschenke erhalten, einige, glauben Sie mir, ich weiß nicht einmal, welche …“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- 20 minutosLa paradoja de Zapatero: intenta proyectar su colaboración con la justicia mientras busca nulidades y rechaza contestar a la Fiscalía
- EL PAÍSLa férrea defensa de Zapatero de su secretaria: ¿en qué basa el juez su imputación?
- EL PAÍSEl buen nombre de Zapatero
- EL PAÍSZapatero defendió la facturación de su secretaria frente a las suspicacias del juez: "Podría haber puesto solo 'consultoría
- José Luis Rodríguez Zapatero
- Ehemaliger Ministerpräsident Spaniens, der im Fall Plus Ultra wegen Geldwäsche, Einflussnahme und Steuerbetrugs ermittelt wird.
- Gertrudis Alcázar
- Zapateros persönliche Sekretärin, die als ‚wesentliches Element‘ der mutmaßlichen kriminellen Organisation angeklagt wurde.
- José Luis Calama
- Ermittlungsrichter am spanischen Nationalen Gerichtshof (Audiencia Nacional), der den Fall Plus Ultra leitet.
- Pedro Sánchez
- Derzeitiger Ministerpräsident Spaniens, der Zapateros Geschenkpraxis öffentlich verteidigte.
- Julio Martínez Martínez
- Geschäftsmann und Freund Zapateros, Eigentümer von Análisis Relevante, der Beratungsfirma, die Zapatero fast 500.000 Euro zahlte.
- Orte
- Brüssel
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