Musik · Youngstown und Virginia

Neil Young verklagt Trump-Komitee auf 10 Millionen Dollar wegen Songnutzung im Wahlkampf

Die am Montag, 26. Oktober, beim Bundesgericht in Virginia eingereichte Urheberrechtsklage besagt, das Komitee habe den Song von 1989 am 12. Oktober bei einer Kundgebung in Youngstown, Ohio, ohne Lizenz gespielt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von SAPO, watson.ch/, Il Fatto Quotidiano und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Youngstown, Virginia · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 2020Young verklagt ein mit Trump verbundenes Unternehmen, das sich später vergleicht und verspricht, keine unerlaubte Nutzung mehr zuzulassen
  2. 12.10.Der Song wird bei einer Trump-Kundgebung in Youngstown, Ohio, gespielt, bevor er die Bühne betritt
  3. 26.10.Young reicht Urheberrechtsklage beim Bundesgericht in Virginia ein und fordert 10 Millionen Dollar

Einreichung in Virginia

Neil Young reichte am Montag, 26. Oktober, beim Bundesgericht in Virginia eine Urheberrechtsklage gegen das Trump 47 Committee ein, ein Spendenkomitee, das gemeinsam mit dem Republican National Committee gegründet wurde. Laut der Klageschrift spielte das Komitee seinen Song „Rockin' in the Free World“ von 1989 bei Wahlkampfveranstaltungen ohne seine Erlaubnis. Eine der genannten Aufführungen fand am 12. Oktober bei einer Kundgebung in Youngstown, Ohio, statt, kurz bevor Donald Trump die Bühne betrat. Young fordert 10 Millionen Dollar Schadensersatz sowie eine gerichtliche Anordnung, die jede weitere öffentliche Aufführung des Songs zu politischen Zwecken untersagt. In dem Schriftsatz heißt es zudem, die Aufnahme sei bei zahlreichen weiteren republikanischen Kundgebungen gespielt worden, mit denen Wählerstimmen für die bevorstehenden Zwischenwahlen mobilisiert werden sollten; diese Veranstaltungen werden jedoch nicht benannt.

Was die Klage argumentiert

Die Klage stellt den Song als schonungsloses Stück dar, das leere politische Versprechen der Not von armen, obdachlosen und vergessenen Menschen gegenüberstellt. Der Text zeichne, so die Klageschrift, Straßenszenen von Sucht und Verlassenheit, während der wiederholte Refrain eine Freiheit feiere, die laut Klage nicht alle teilen. Youngs Schriftsatz bringt den Punkt in einem einzigen Satz auf den Punkt.

„Der Song ist das Gegenteil von allem, wofür Donald J. Trump steht.“

Neil Young, Kanadisch-amerikanischer Musiker

Die Klage wirft zudem die Möglichkeit auf, dass die Verwendung des Songs durch das Komitee nahelegen könnte, Young unterstütze Trump. Young hat Trump auch als den schlechtesten Präsidenten in der Geschichte der Vereinigten Staaten bezeichnet. Er ist 80 Jahre alt und äußerte 2025 die Befürchtung, Trump könne ihm nach einer Europatournee die Wiedereinreise verwehren, da er die doppelte Staatsbürgerschaft der USA und Kanadas besitzt.

Der Vergleich von 2020

Young hatte bereits 2020 wegen desselben Songs geklagt, damals gegen die Donald J. Trump for President Inc., eine weitere vom Präsidenten gegründete Gesellschaft. Laut der Klage bestritt dieses Unternehmen den Anspruch nicht und einigte sich kurz nach der Zustellung, mit dem Versprechen, den Song nie wieder ohne Lizenz und Erlaubnis von Young zu verwenden. Das Verfahren von 2020 betraf auch „Devil's Sidewalk“, das bei einer Trump-Kundgebung gespielt wurde; der Vergleich umfasste beide Songs. Young vertritt die Auffassung, dass das Komitee den Titel trotz dieses Versprechens weiter gespielt hat. Der Song war bereits 2015 während Trumps erster Präsidentschaftskampagne verwendet worden, was bei Young Protest auslöste. Die neue Klage nennt keine weiteren Bedingungen des früheren Vergleichs.

Andere Künstler

Young ist einer von mehreren Musikern, die sich gegen die unerlaubte Nutzung ihrer Songs bei Trump-Veranstaltungen wehren. 2020 schickten die Rolling Stones, die Familie von Tom Petty, Phil Collins und Linkin Park Unterlassungserklärungen wegen ihrer Musik. 2024 verlangte ABBA die sofortige Entfernung von Clips einer Trump-Kundgebung in St. Cloud, Minnesota, bei der mehrere ihrer Hits gespielt wurden. Die White Stripes reichten 2024 eine Bundesklage wegen der Verwendung von „Seven Nation Army“ in einem Wahlkampfspot ein und zogen sie später zurück. Im April 2026 forderte Alphaville die Entfernung eines KI-Videos, das auf ihrem Hit „Forever Young“ basiert, und untersagte Trump und der Republikanischen Partei jede weitere Nutzung ihrer Musik. Urheberrechtsbeschwerden dieser Art führen häufig dazu, dass Anzeigen oder Kundgebungsmaterial entfernt werden.

Reaktion

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hatten das Weiße Haus, das Trump 47 Committee und das Republican National Committee nicht auf Bitten um Stellungnahme reagiert. Die Vorwürfe stammen aus der am 26. Oktober eingereichten Klage; kein Gericht hat darüber entschieden. Young verlangt den in der Klageschrift beschriebenen Schadensersatz und die Unterlassungsverfügung; der Fall liegt nun beim Bundesgericht in Virginia.

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