Donald Trump empfängt Chinas Staatschef Xi Jinping zu einem Staatsbesuch in Washington
US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch den chinesischen Staatschef Xi Jinping auf dem Rollfeld der Joint Base Andrews begrüßt und damit einen Staatsbesuch eröffnet, der sich auf Handel, Künstliche Intelligenz und regionale Sicherheit konzentriert.
Empfang auf dem Rollfeld der Joint Base Andrews
US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump begrüßten am Mittwoch den chinesischen Staatschef Xi Jinping und seine Frau Peng Liyuan auf der Joint Base Andrews bei Washington. Trump wartete etwa 45 Minuten auf dem Rollfeld, bevor die chinesische Delegation eintraf. Der Empfang umfasste volle militärische Ehren und einen über das Flugfeld ausgelegten roten Teppich – eine Abweichung vom üblichen diplomatischen Protokoll, wonach Staatsgäste direkt im Weißen Haus empfangen werden. Die aufwändige militärische Begrüßung ist eine Geste der Gegenseitigkeit für den zeremoniellen Empfang, den Trump bei seinem offiziellen Besuch in Peking im Mai erhielt. Der ehemalige Beamte des Nationalen Sicherheitsrats, Rush Doshi, merkte an, dass die persönliche Begrüßung eines amtierenden US-Präsidenten auf dem Rollfeld eine ungewöhnliche Ehre für einen Staatsgast darstellt.
Bilaterale Agenda und Gipfelprogramm
Die Ankunft markiert Xi Jinpings ersten offiziellen Staatsbesuch in Washington seit 2015, als er von Präsident Barack Obama empfangen wurde, und sein erstes Treffen mit Trump auf amerikanischem Boden seit ihrem Gipfel 2017 in Mar-a-Lago, Florida. Xi reiste direkt in die Hauptstadt und verzichtete auf die Teilnahme an der Plenarsitzung der UN-Generalversammlung, die am Montag in New York, rund 350 Kilometer entfernt, begann. Das offizielle Programm für Donnerstag sieht einen Überflug mit einem B-2-Tarnkappenbomber und vier F-22-Kampfjets vor, gefolgt von einer formellen Ehrenwache. Am Abend wird das Weiße Haus ein Staatsbankett ausrichten, an dem die Vorstandsvorsitzenden führender Technologiekonzerne teilnehmen. Die Gespräche zwischen den Delegationen werden sich mit bilateralen Handelsstreitigkeiten, Sicherheitsplänen bezüglich Taiwan und dem andauernden Krieg um Iran befassen.
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- Xi Jinping landet auf der Joint Base Andrews und wird von Donald Trump begrüßt
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Wettstreit um Künstliche Intelligenz
Das Rennen um die Führung bei der Künstlichen Intelligenz stellt einen zentralen Reibungspunkt zwischen den beiden Volkswirtschaften dar. Vertreter amerikanischer Technologieunternehmen, darunter Anthropic-Chef Dario Amodei, haben Washington aufgefordert, die Exportbeschränkungen für kritische Hardware und Software auszuweiten, um zu verhindern, dass chinesische Unternehmen eine technologische Vorherrschaft erlangen. Chinesische Beamte haben sich vehement gegen amerikanische Initiativen gewehrt, die die Geschwindigkeit der KI-Entwicklung verlangsamen würden.
Einschüchterung, Konfrontation und rücksichtsloser Wettbewerb würden nur den Prozess der globalen KI-Governance stören, was in niemandes Interesse liegt.
Während Chinas Staatssicherheitsminister Chen Yixin intern gewarnt hat, dass fortgeschrittene KI-Modelle die politische Stabilität und Autorität der Kommunistischen Partei Chinas bedrohen könnten, setzt Peking weiterhin auf eine inländische Regulierungsaufsicht und baut gleichzeitig den internationalen Zugang aus. Laut der in Peking ansässigen Forschungseinrichtung Trivium China verschärft Peking seine eigenen Sicherheitsvorschriften, lehnt jedoch jegliche Begrenzung des Tempos der technologischen Entwicklung ab. Auf der Weltkonferenz für Künstliche Intelligenz in Shanghai im Juli kündigte Xi tausende Ausbildungsplätze im Bereich KI für Entwicklungsländer an, um chinesische Standards in den Schwellenländern zu fördern.
Geopolitische Ziele und diplomatische Hebelwirkung
Trump verfolgt in den Verhandlungen diplomatische Hilfe Pekings bei der Lösung von Konflikten mit Iran und Russland und strebt gleichzeitig Handelszugeständnisse vor den Kongresswahlen im November an. Für Peking festigt der hochkarätige Gipfel seinen Status als gleichrangige Supermacht zu den Vereinigten Staaten auf der Weltbühne. In den Monaten vor dem Washington-Besuch festigte Xi seine diplomatischen Beziehungen durch Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, dem nordkoreanischen Führer Kim Jong Un und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian. Die formellen bilateralen Verhandlungen zwischen den amerikanischen und chinesischen Delegationen werden den gesamten Donnerstag über fortgesetzt.
