Diplomatie · New York und Havanna

Mike Waltz und Bruno Rodríguez geraten an der UN aneinander, während die Abstimmung über die Embargo-Resolution näher rückt

In der UN-Generalversammlung am Dienstag, 27. Oktober, tauschten der US-Botschafter Mike Waltz und Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Beleidigungen aus; Rodríguez nannte Waltz einen Lügner. Der Zusammenstoß ereignete sich vor der für Mittwoch angesetzten Abstimmung über die jährliche Resolution, die das US-Embargo gegen Kuba verurteilt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von BBC, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, AP NEWS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Executive Office of the President of the United States, Public domain (Wikimedia Commons, Ausschnitt)

Der Wortwechsel im Plenarsaal

Am Dienstag, 27. Oktober, gerieten die US- und die kubanische Delegation während der Debatte der Generalversammlung über die jährliche Resolution, die das US-Wirtschaftsembargo gegen Kuba verurteilt, aneinander. Der Streit begann, als Botschafter Mike Waltz beschrieb, was er als jahrelange Korruption der sozialistischen Regierung Kubas bezeichnete. Mitglieder der kubanischen Delegation, darunter Außenminister Bruno Rodríguez, begannen auf ihre Tische zu schlagen und einen Ordnungsantrag zu fordern, und UN-Beamte bemühten sich, die Zwischenrufe zu beruhigen. Rodríguez ging daraufhin nach vorn in den Saal und nannte Waltz einen Lügner. Waltz antwortete ihm direkt.

„Wissen Sie, mit wem Sie es zu tun haben? Das ist Amerika. Zurück.“

Mike Waltz, US-Botschafter bei den Vereinten Nationen

Vorwürfe und Erwiderungen

Waltz warf Fidel Castro vor, Generationen von Kubanern ihr Eigentum entzogen und Tausende Homosexuelle, Christen, Afro-Kubaner und andere in Konzentrationslager geschickt zu haben. Er behauptete zudem, die Regierung in Havanna habe von der Zwangsarbeit ihrer Bürger profitiert. Während seiner Rede zeigte er ein Schwarz-Weiß-Bild Castros mit einer teuren Rolex. Kurz darauf bezeichnete Rodríguez die Rede in den sozialen Medien als „beleidigend“, und die kubanische Delegation forderte ihre Unterbrechung.

Rodríguez wandte sich dann direkt an Waltz.

„Mit seiner Arroganz und Überheblichkeit vergisst er, dass er bei den Vereinten Nationen ist und nicht im Nationalen Sicherheitsrat der USA oder bei einer Green-Berets-Einheit.“

Bruno Rodríguez

Rodríguez bezeichnete Waltz' Äußerungen zudem als Teil eines „Medienzirkus“ aus Drohungen und Wahlkampf, für den die US-Regierung große wirtschaftliche und personelle Ressourcen aufwende. Es gebe keinen Vorwand für das, was er eine kollektive Bestrafung des kubanischen Volkes nannte.

Im Saal

Der Präsident der UN-Generalversammlung, Khalilur Rahman, unterbrach die Debatte über das Embargo kurzzeitig. Er bat die Delegationen, den jeweiligen Redner erst zu Ende sprechen zu lassen, bevor sie ihr Rederecht geltend machten. Rodríguez berief sich auf Artikel 71 der Geschäftsordnung der Versammlung, der eine Unterbrechung eines Redners zulässt, um die Einhaltung des Verfahrens zu verlangen, der jedoch nicht den Inhalt der Debatte abdeckt. Waltz verlas den Artikel und sagte Rodríguez, ihm gefielen die harten Wahrheiten nicht, die er zu hören bekomme. Rodríguez drängte weiter auf das Wort und rief dem US-Botschafter während des Wortwechsels „mentiroso“ zu, spanisch für Lügner.

Die Abstimmung und die Treibstoffknappheit

Die Resolution kommt am Mittwoch, 28. Oktober, zur Abstimmung und prangert an, was sie als US-„Politik des maximalen Drucks“ gegen Kuba bezeichnet. Seit 34 Jahren findet sie überwältigende Unterstützung. Bei der letzten jährlichen Abstimmung 2025 stand es 165 zu 7 bei 12 Enthaltungen. Waltz und andere US-Vertreter nutzten öffentliche Veranstaltungen bei den Vereinten Nationen, um Mitgliedstaaten zu überzeugen, dagegen zu stimmen.

Abstimmung über die UN-Resolution gegen das US-Embargo, 2025Stimmen
Ja-Stimmen
165 Stimmen
Nein-Stimmen
7 Stimmen
Enthaltungen
12 Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Ende Januar kündigte Trump an, Zölle auf jedes Land zu verhängen, das Öl an Kuba verkauft oder liefert. Diese Drohung hat die Treibstoffversorgung der Insel faktisch abgeschnitten und weitreichende Stromausfälle verursacht, die Kochen, Wasserversorgung sowie Internet- und Telefondienste beeinträchtigen. Dem Zusammenstoß am Dienstag war ein ähnlicher Wortwechsel rund eine Woche zuvor, in der Woche des 19. Oktober 2026, vorausgegangen, als Waltz und sein kubanischer Amtskollege Ernesto Soberón Guzmán sich außerhalb einer von den USA veranstalteten Podiumsdiskussion mit kubanischen Dissidenten und ehemaligen Gefangenen ein Wortgefecht lieferten.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

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Vereinte Nationen
New York, Havanna · Vereinigte Staaten, Kuba

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