Cottbus gewinnt 3:1 bei Rückkehr in die 2. Bundesliga, aber Trainer Wollitz sagt, die Leistung zeigte keine Zweitliga-Qualität
Energie Cottbus feierte nach 12 Jahren die Rückkehr in die 2. Bundesliga mit einem 3:1-Sieg gegen Hannover 96, aber Trainer Claus-Dieter Wollitz sagte, die Leistung zeige keine Rechtfertigung für Zweitliga-Fußball.
Ein siegreiches Comeback nach 12 Jahren
Der FC Energie Cottbus feierte nach 12 Jahren Abwesenheit die Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga mit einem 3:1-Auftaktsieg gegen Hannover 96. Tolcay Cigerci traf zweimal, einmal per Freistoß und einmal per Elfmeter, und Justin Butler erzielte per Eckball das dritte Tor. Das Ergebnis bescherte dem Brandenburger Club einen Sieg zum Auftakt seiner Rückkehr in die zweite Liga, aber die Art und Weise der Leistung ließ Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz tief unzufrieden zurück.
Wollitz‘ vernichtendes Urteil
Der 61-jährige Trainer kritisierte sein Team trotz der drei Punkte scharf und sagte, die Darbietung sei weit hinter dem zurückgeblieben, was Zweitliga-Fußball verlange. Er sagte dem Sender Sky, seine Mannschaft habe weder Mut noch Spielaufbau gezeigt, und führte diese Einschätzung nach dem Schlusspfiff weiter aus.
Wir stehen hier und sagen: Wir wollen Angriffsfußball, wir wollen mutigen Fußball. Davon ist nichts zu sehen. Man sollte eine etwas andere Herangehensweise zeigen, wenn man glaubt, in der zweiten Liga spielen zu müssen.
Wollitz argumentierte, dass Cottbus in 95 Minuten keine einzige Torchance herausgespielt habe und dass das Problem nicht die Einstellung, sondern die Qualität sei. Er sagte, Hannover 96 hätte die einzige Mannschaft sein sollen, die das Spiel gewinnt, und Cottbus habe nur gewonnen, weil die Gäste ihre Chancen vergaben und Torhüter Marcel Lotka eine herausragende Leistung zeigte.
Wenn du in 95 Minuten keine einzige Torchance herausspielst, dann weißt du, dass du ein Problem hast. Dann weißt du, dass es nicht um Einstellung geht. Es geht um Qualität. Das ist keine Rechtfertigung, in der 2. Bundesliga zu spielen, so wie wir heute Fußball gespielt haben.
Forderungen nach mehr Intensität und neuen Verpflichtungen
Wollitz warf seinen Spielern mangelnde Intensität und Körperlichkeit vor und forderte mehr Widerstand und „mehr Sprit“. Die Mannschaft verbesserte sich erst nach der Halbzeit und mehreren Auswechslungen, als die Brandenburger allmählich ins Spiel fanden. Vor der Saison hatte der Trainer angekündigt, dass er nicht von seinem Bekenntnis zum Angriffsfußball abweichen werde, aber die Auftaktleistung widersprach diesem Versprechen.
Hinauszugehen und zu verkünden: Wir wollen so spielen und so spielen und so spielen, und es ist einfach nicht sichtbar, jetzt geht es darum, die Spieler zu finden oder auf den Platz zu bringen, die das können oder sich zumindest anders verhalten.
Wollitz ließ durchblicken, dass er vor dem Ende der Transferperiode weitere Neuzugänge begrüßen würde, da er nach Spielern sucht, die den von ihm versprochenen Stil umsetzen können. Die Frustration des Trainers, die nach einem siegreichen Comeback in der zweiten Liga aufkam, gibt einen anspruchsvollen Ton für die kommende Saison im Stadion der Freundschaft.


