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Fußball·vor 3 Std.

Shakira und Burna Boy eröffnen die WM 2026 in Mexiko-Stadt: Azteken-Zeremonie startet das Turnier

Eine rasante lateinamerikanische Musikshow im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt läutete die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2026 ein – die erste von drei Zeremonien, die in den Gastgeberländern geplant sind.

Ein lateinamerikanisches Festival in einer halben Stunde

Die Eröffnungsfeier der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko-Stadt entpuppte sich als temporeiche Feier lateinamerikanischer Musik und mexikanischer visueller Kultur. Regisseur Marco Balich packte die halbstündige Show mit einer Reihe von Künstlern, die vor mehr als 80.000 Zuschauern im Aztekenstadion auftraten.

Die mexikanische Popsängerin Belinda, der kolumbianische Reggaeton-Star J Balvin (mit Krawatte), der venezolanische Sänger und Produzent Danny Ocean in einem Lederjogginganzug und die mexikanische Pop-Rock-Band Maná wechselten sich in rascher Folge ab. Das Publikum jubelte, und die Künstler tauschten die Plätze so schnell, dass trotz der Nachmittagshitze von 26 °C niemand ins Schwitzen kam.

Aztekische Motive und eine Plüsch-Überraschung

Das Bühnenbild lehnte sich stark an das mexikanische Erbe an. Tänzer trugen aztekisch inspirierte Kostüme und bewegten sich über eine Matte, die nach dem Muster von Papel Picado, der traditionellen Scherenschnitt-Volkskunst, gestaltet war. Ein Ansager verkündete: „Mexiko empfängt euch mit dem Lächeln unseres Herzens“ – ein etwas hölzerner Satz, der dennoch einen einladenden Ton setzte.

An einer Stelle tauchten zwei tanzende Plüsch-Labubu-Figuren auf, eine skurrile Hommage an eine zeitgenössische asiatische Popkultur-Ikone, die das Publikum jubeln ließ. Der Moment verlieh der energiegeladenen Revue einen seltsam liebenswerten Touch.

Stimmgewalt: Shakira, Burna Boy, Bocelli

Der Höhepunkt kam später. Die kolumbianische Superstar Shakira und der nigerianische Künstler Burna Boy performten „Dai Dai“, den offiziellen Turniersong. Shakira, eine Veteranin mehrerer WM-Hymnen, griff auf ihr Erbe von „Waka Waka“ aus dem Jahr 2010 zurück, während die Menge mitsang und klatschte.

Zuvor hatten der italienische Tenor Andrea Bocelli und die koreanisch-amerikanische Sängerin Ejae eine gemeinsam mit David Guetta geschriebene WM-Hymne vorgetragen. Ihr Auftritt rundete eine global besetzte Künstlerliste ab, mit der die Organisatoren den multinationalen Charakter der ersten WM in drei Ländern unterstreichen wollten.

Trumps Schatten und eine Ticket-Vergabe

Die Zeremonie fand vor einem ungewöhnlichen politischen Hintergrund statt. Die belgische Tageszeitung De Standaard merkte an, Donald Trump habe „das Turnier nach seiner Hand manipuliert“ und deutete das festliche Spektakel als bewussten Versuch, die öffentliche Stimmung gegen diese politische Last abzuschirmen.

Abseits der Bühne war die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum nicht anwesend. Sie hatte ihr Ticket (Nummer 00001) an Yolett Cervantes Cuaquehua weitergegeben, eine 21-jährige indigene Frau, die einen Fußball-Geschicklichkeitswettbewerb für Frauen gewonnen hatte. Die Geste sollte ein Zeichen der Inklusion setzen, auch wenn die politischen Spannungen um das Turnier anhielten.

Erste von drei: Was als Nächstes kommt

Die Zeremonie in Mexiko-Stadt war die erste von drei Eröffnungsveranstaltungen, die in den Co-Gastgeberländern geplant sind; die USA und Kanada werden später eigene Zeremonien ausrichten. Das anschließende Spiel – Mexiko gegen Südafrika – eröffnete ein Turnier mit 48 Teams und 104 Spielen. Nur 16 Teams scheiden nach der Gruppenphase aus, ein Format, das den Aufstieg verzeiht: Ein Sieg kann ausreichen.

Mexiko-Stadt

4 Quellen

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