
Waldbrand im Westerwald erreicht 20 Meter Abstand zu Häusern, bevor Feuerwehr die Kontrolle erlangt
Ein Waldbrand in Gebhardshain, Rheinland-Pfalz, kam am 16. August bis auf 20 Meter an Wohnhäuser heran und führte zur Evakuierung von 20 Familien, bevor die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle brachte.
Feuer erreicht 20 Meter Abstand zu Häusern
Ein Waldbrand in der Westerwald-Region in Rheinland-Pfalz erreichte am Abend des Sonntags, 16. August 2026, eine Entfernung von etwa 20 Metern zu Wohngebäuden in Gebhardshain. Der Brand brach in einem Waldstück nahe des Dorfes aus, das etwa 60 Kilometer östlich von Bonn im Landkreis Altenkirchen liegt, nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Bewohner eines Teils der Straße Im Eckewieschen wurden angewiesen, ihre Häuser sofort zu verlassen. Ein Sprecher der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain bestätigte die Evakuierung. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, das Gebiet um die Brandstelle zu meiden und die Zufahrtswege für Einsatzfahrzeuge freizuhalten. Betroffene Anwohner, die ihre Häuser abrupt verlassen mussten, konnten die örtliche Grundschule und das Bürgerforum als Notunterkünfte nutzen.
Einsatz und Eindämmung
Zunächst waren rund 250 Einsatzkräfte im Einsatz, später stieg die Zahl auf etwa 300. Landwirte unterstützten mit Wasserfässern die Wasserversorgung, und zwei Hubschrauber wurden für Löschflüge aus der Luft eingesetzt, ein dritter wurde angefordert. Ein Wassertank für Hubschraubereinsätze wurde befüllt, um die Brandbekämpfung aus der Luft zu unterstützen. Die Feuerwehr konzentrierte sich auf den Schutz der nahegelegenen Westerwald-Schule und umliegender Gebäude. Am frühen Abend galt der Brand als weitgehend unter Kontrolle, und die Evakuierungsanordnung wurde aufgehoben. Die Bewohner wurden informiert, dass sie in ihre Häuser zurückkehren könnten. Die Verbandsgemeinde bedankte sich auf Instagram bei allen Einsatzkräften, die stundenlang mit großem Engagement vor Ort gewesen waren.
- Feuer erreicht 20 Meter an Häuser in Gebhardshain; 20 Familien aus der Straße Im Eckewieschen evakuiert
- Feuer weitgehend unter Kontrolle; Evakuierungsanordnung aufgehoben; Bewohner können zurückkehren
- Feuer unter Kontrolle bestätigt; 10 Hektar betroffen; 4 Feuerwehrleute verletzt, 1 im Krankenhaus
- Einsatz voraussichtlich bis in den Montag hinein; Westerwald-Schule sagt Unterricht ab
Kontrolliertes Abbrennen dauert an
Björn Jestrimsky, Brand- und Katastrophenschutzinspektor des Landkreises Altenkirchen, erklärte, dass die Ausbreitung auf Wohngebiete durch die ergriffenen Maßnahmen verhindert werden konnte. Er räumte ein, dass der Brand weiterhin brenne, jedoch in die von den Einsatzkräften gewählte Richtung.
Es brennt immer noch stark, aber dort, wo wir es wollen.
Er fügte hinzu, dass die Einsatzkräfte bestimmte Ziele festgelegt hätten, wo der Brand letztendlich eingedämmt werden solle, und bis dahin werde er kontrolliert weiterbrennen gelassen.
Wir haben uns bestimmte Ziele gesetzt, wo wir das Feuer letztendlich fassen werden. Bis dahin lassen wir es derzeit kontrolliert brennen.
Das betroffene Waldstück wurde aufgegeben, so der Landkreis. Der Einsatz werde voraussichtlich bis in den Montag hinein andauern.
Verletzte und Schäden
Vier Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz verletzt, einer kam ins Krankenhaus. Der Brand hatte sich bis zum Abend auf etwa 10 Hektar ausgebreitet. Eine erste Schätzung hatte die verbrannte Fläche auf etwa 6.000 Quadratmeter beziffert, die Zahl stieg im Laufe des Abends, während sich das Feuer durch das bewaldete Gelände bewegte.
- Erste Schätzung
- 0.6 Hektar
- Bis zum Abend
- 10 Hektar
Die Westerwald-Schule sagte den Unterricht für Montag ab, während eine Grundschule in der Stadt, die als Notunterkunft für Evakuierte gedient hatte, planmäßigen Unterricht abhalten wollte.
Weitere Waldbrände an diesem Tag
Der Brand in Gebhardshain war einer von mehreren Waldbränden, die am 16. August gemeldet wurden. Die belgischen Behörden baten Deutschland um Hilfe bei der Bekämpfung des als größten Waldbrandes ihres Landes beschriebenen Feuers. Separat wurden auch Bewohner der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen evakuiert; später wurde für dieses Gebiet Entwarnung gegeben.


